Tritt Deutschland voraussichtlich in eine Rezession ein?

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"In Deutschland besteht die reale Gefahr einer Rezession. Der am Mittwoch, dem 14. August, angekündigte leichte Rückgang des BIP um 0,1% zeigt tatsächlich einen Schock, der die gesamte Wirtschaft über den Rhein betrifft. Das Problem kommt von der externen Dynamik mit den Unsicherheiten Abwägung des Welthandels.

Deutsche Erfolge und Unsicherheiten

Deutschland ist stark vom Außen- und Außenhandel abhängig. Die Exporte machen fast 50% des BIP aus. Andere westliche Länder hingegen haben eine Wirtschaft, die den Verbrauch der privaten Haushalte und die Binnennachfrage besser widerspiegelt.

Eine stark exportabhängige Wirtschaft

Als der Schock des Jahres 2008 kam, konnte Deutschland von der raschen Erholung des internationalen Handels profitieren, insbesondere dank Asiens und Chinas, auf die sich Berlin beim Export konzentriert hat. Infolgedessen wurden die Konstanten vor der Krise schnell wiederhergestellt. In allen anderen Ländern wie Frankreich, Großbritannien, Japan und auch den USA ist der Wachstumstrend deutlich schwächer als vor 2007.

Heute sehen wir die Gegenreaktion dieser guten deutschen Gesundheit. Der Welthandel hat sich seit Herbst 2018 stark verlangsamt, und die Inlandsnachfrage in Deutschland ist nicht robust genug, um diesen externen Schock auszugleichen. Der chinesische Automarkt ist viel weniger dynamisch und die Importe gehen sehr schnell zurück, was durch den Handelsstreit mit den Vereinigten Staaten beeinträchtigt wird. Auf der anderen Seite besteht nach wie vor die amerikanische Gefahr, 25% der in den USA ankommenden deutschen Autos zu besteuern, obwohl Donald Trump im Moment nichts entschieden hat.

Verlangsamung von Export, Industrie und Beschäftigung

Die Abschwächung der Exporte hat die deutsche Industrie zum Stillstand gebracht, was die gesamte Wirtschaft betrifft. Bei monatelangen Umfragen dürfte sich der Rückgang im dritten Quartal fortsetzen. Deutschland würde sich dann offiziell in einer Rezession befinden, die als zwei aufeinanderfolgende Quartale definiert wird, in denen die Wachstumsrate abnimmt.

Die deutsche Wirtschaft bricht zusammen

Diese Situation schafft Unsicherheit für Investoren und Unternehmer. Und das wirkt sich allmählich auf den Arbeitsmarkt aus. Die Schaffung von Arbeitsplätzen ist ein Hindernis: In den letzten drei Monaten wurden durchschnittlich 11.000 Arbeitsplätze monatlich geschaffen, 2018 waren es 43.000.

Kein unmittelbarer Anreiz von Angela Merkel zu erwarten

Viele Ökonomen plädieren deshalb dafür, dass die Bundesregierung jetzt handelt und eine Konjunkturpolitik betreibt, solange in Berlin ein Haushaltsüberschuss besteht. In Europa gibt es viele, die glauben, dass jeder gewinnen müsste, wenn Deutschland einen Teil seiner Ersparnisse ausbezahlt. Aber die Deutschen sind dagegen.

Gegenwärtig ist der Rückgang der Aktivität nicht stark genug, um die Regierung zu proaktiveren Maßnahmen und zu größeren Investitionen zu bewegen. Vielleicht ändert sich dies, wenn die Rezession anhält, aber in naher Zukunft wird die Situation nicht als dramatisch genug für einen Strategiewechsel von Angela Merkel angesehen. Wir dürfen nicht vergessen, dass die Arbeitslosigkeit in Deutschland immer noch extrem niedrig ist, daher besteht für sie keine Dringlichkeit. "

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