Gesundheit

Antibiotika-Resistenz könnte bis 2050 über 2,4 Millionen töten, sagt der Bericht

Antibiotika-Resistenz könnte bis 2050 über 2,4 Millionen töten, sagt der Bericht


Ein neuer Bericht schätzt, dass Antibiotika-resistente Infektionen bis 2050 in Europa, Nordamerika und Australien etwa 2,4 Millionen töten könnten Der Wächter. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), die den Bericht erstellt hat, sagte, Antibiotikaresistenz sei "eine der größten Bedrohungen für die moderne Medizin".

Der Bericht ruft Ärzte dazu auf, bei der Verschreibung von Antibiotika vernünftiger zu sein, und empfiehlt das regelmäßige Händewaschen, um diese Auswirkungen zu mildern. Sie schlugen auch vor, dass neue Testmethoden entwickelt werden könnten, um zu ermitteln, welche Patienten am meisten Antibiotika benötigen.

Zunehmend entwickeln Mikroben eine Resistenz gegen Antibiotika, insbesondere in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen. In dem Bericht wird auf Südeuropa als Problempunkt hingewiesen, wobei Italien, Griechenland und Portugal die Liste der OECD-Nationen hinsichtlich der durch Drogenresistenz verursachten Todesfälle anführen. In Brasilien, Indonesien und Russland wurden auch schwerwiegende Auswirkungen dieser Superbugs erwartet.

In den USA werden bis 2050 voraussichtlich 30.000 Menschen durch medikamentenresistente Infektionen getötet. Die Gesundheitskosten beliefen sich bis zu diesem Jahr auf 65 Milliarden US-Dollar. Die Antibiotikaresistenzen in den USA werden 2030 voraussichtlich 25 Prozent erreichen, verglichen mit 20 Prozent im Jahr 2005.

Während sich das Problem im Allgemeinen auf die Resistenz gegen First-Line-Medikamente bezieht, die als erste Abwehr gegen Infektionen eingesetzt werden, geht der Bericht davon aus, dass die Resistenz gegen Second- und Third-Line-Medikamente im Zeitrahmen ebenfalls zunehmen wird.

In England bemühen sich Gesundheitsbeauftragte, Patienten davon abzuhalten, Antibiotika zu fordern, sofern dies nicht erforderlich ist. Sie warnen, dass die Medikamente häufig zur Behandlung von Husten, Halsschmerzen und Ohrenschmerzen verschrieben werden, die sich normalerweise ohne Drogen lösen.

Der OECD-Bericht fordert kurzfristige Investitionen, um Leben und längerfristige Ausgaben zu retten. Sie sagen, die steigende Medikamentenresistenz könnte für nur 2 Dollar pro Person pro Jahr gestoppt werden.

Tim Jinks, Leiter des Programms für medikamentenresistente Infektionen bei Wellcome Trust, einer in London ansässigen biomedizinischen Forschungseinrichtung:

„Dieser neue OECD-Bericht bietet wichtige Erkenntnisse darüber, wie einfache, kostengünstige Überwachungs-, Präventions- und Kontrollmethoden weltweit Leben retten können. Medikamentenresistente Superbugs sind weltweit auf dem Vormarsch und stellen eine grundlegende Bedrohung für die globale Gesundheit und Entwicklung dar. Dieser Bericht liefert weitere Beweise dafür, dass Investitionen in die Bewältigung des Problems jetzt Leben retten und in der Zukunft große Gewinne bringen werden. “

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