Fast 10 Millionen Menschen werden in diesem Jahr an Krebs sterben, und nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation werden sich 18,1 Millionen neuer Krebsfälle entwickeln.

Nach Angaben der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC) der WHO wird jeder fünfte Mann und jede sechste Frau im Laufe ihres Lebens an Krebs erkranken.

Die Agentur nennt eine alternde Bevölkerung als einen Faktor für den Anstieg von Krebsfällen und Todesfällen. Der Bericht weist auch auf rasch wachsende Volkswirtschaften hin, in denen die Ursachen für die Entwicklung von Krebs mehr mit dem Lebensstil als mit der Armut verknüpft sind.

Lungen-, Brust- und Dickdarmkrebs sind die drei wichtigsten Krebsarten, die weltweit für ein Drittel aller Krebsfälle und Todesfälle verantwortlich sind.

"Diese neuen Zahlen unterstreichen, dass noch viel getan werden muss, um dem alarmierenden Anstieg der Krebslast weltweit zu begegnen, und dass Prävention eine Schlüsselrolle zukommt", sagte Christopher Wild, Direktor der IARC, in einer Erklärung. "Eine wirksame Präventions- und Früherkennungsstrategie muss dringend umgesetzt werden, um die Behandlung zu ergänzen, damit diese verheerende Krankheit weltweit bekämpft werden kann."

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Die Daten führen auch einen "besorgniserregenden" Anstieg von Lungenkrebs bei Frauen an. Lungenkrebs ist die häufigste Todesursache für Frauen in 28 Ländern.

Freddie Bray, Leiter der IARC-Abteilung für Krebsüberwachung, sagte, während Maßnahmen der WHO dazu beigetragen haben, das aktive Rauchen als Exposition gegenüber Rauch aus Tabakprodukten einzuschränken, muss mehr Arbeit geleistet werden. "Angesichts der Tatsache, dass die Tabakepidemie in verschiedenen Regionen und bei Männern und Frauen unterschiedlich weit fortgeschritten ist, machen die Ergebnisse deutlich, dass in jedem Land der Welt weiterhin gezielte und wirksame Strategien zur Eindämmung des Tabakkonsums eingeführt werden müssen", sagte er.

Anfang dieser Woche erklärte der Leiter der Food and Drug Administration, dass Jugendliche eine "Epidemie" dampften, die die Hersteller von elektronisch aromatisierten Zigaretten dazu zwinge, sie außerhalb der Reichweite von Kindern oder Jugendlichen zu halten.

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