– Gib ihm das Geld – VG

DEMONSTRATION: Große Gruppen von Bankkunden versammelten sich im Beiruter Stadtteil Hamra, als bei einer Bank eine Geiselnahme ausbrach. Viele erklärten ihre Unterstützung für den Geiselnehmer.

Bewaffnet betrat er am Donnerstag eine Bank und drohte, sich selbst anzuzünden. Bassam al-Sheikh Hussein (42) ist während des Geisel-Dramas in Beirut von Menschenmassen umjubelt worden.

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Vor weniger als 20 Minuten

– Gib ihm sein Geld, soll die Menge geschrien haben, ifølge The Washington Post. Als sich das Geiseldrama in der Bank im Stadtteil Hamra mitten in Beirut abspielte, strömten immer mehr Menschen vor das Gelände.

Die tiefe und sich immer weiter verschärfende Wirtschaftskrise, mit der der Libanon in den letzten Jahren konfrontiert war, hat lange Zeit zu Frustration und großen Demonstrationen geführt.

Das Land ist von Stromknappheit, dramatisch wachsender Armut, extremer Inflation und politischen Krisen geprägt.

VERHAFTUNG: Bassam al-Sheikh Hussein ergab sich der Polizei, nachdem er am Donnerstag mehrere Bankangestellte viele Stunden lang als Geiseln gehalten hatte.

Als Bassam al-Sheikh Hussein am Donnerstag die Bank stürmte, sagte er, er wolle ungefähr 20.000 NOK abheben, um die Arztkosten seines Vaters zu bezahlen. Er behauptet, er habe eine Summe von umgerechnet rund zwei Millionen norwegischen Kronen auf der Bank.

Die Geiselnahme dauerte fast sieben Stunden, bevor al-Sheikh Hussein einem Angebot zustimmte, einen Teil der Summe zurückzuziehen. Dann habe er mehrere Schüsse abgegeben und mehrere Bankangestellte als Geiseln genommen. Niemand wurde verletzt.

– Hat getan, was er tun musste

Al-Sheikh Husseins Forderungen haben offenbar bei einigen in Beirut einen Nerv getroffen:

– Jeder einzelne von uns wurde von verschiedenen Seiten ausgeraubt. Von Banken und von Behörden, sagt die Künstlerin Sandy Chamoun (35) zur Washington Post. Sie war eine von denen, die vor der Bank aufgetaucht waren, als sich das Geiseldrama abspielte.

– Ich dachte, wir sollten draußen stehen, um ihn zu stützen. Damit er nicht aufgibt, sich nicht einsam oder belagert fühle, erklärt sie der amerikanischen Zeitung.

DEMONSTRATER: Ein Mann schreit frustriert vor der Bank, wo am Donnerstag die Geiselnahme stattfand.

Mehrere andere Medien beschreiben ähnliche Aussagen von anderen in der Szene.

– Er ist nicht einmal ein richtiger Räuber. Er frage nur nach dem, was ihm gehört, glaubt Ghassan Moula, der mit Briten gesprochen hat Der Wächter.

– Er will leben, er will seinen Strom bezahlen, seine Kinder ernähren und seinen Vater im Krankenhaus unterstützen, sagt Hassan Mugnieh, Leiter des libanesischen Sparverbandes, der Nachrichtenagentur Reuters vor Ort.

UNZUFRIEDEN: Eine Frau zeigt ihre Unzufriedenheit mit libanesischen Banken. Im Hintergrund die Sicherheitspolizei.

– Er hat getan, was er tun musste, sagt die Frau von al-Sheikh Hussein al-Dschasira.

Sowohl sie als auch der Bruder des Mannes waren unter denen, die aufgetaucht waren.

– Mein Bruder ist kein Bösewicht. Er ist ein anständiger Mann. Er nimmt, was er hat, aus seiner eigenen Tasche, um es anderen zu geben, sagt sein Bruder Atef al-Sheikh Hussein gegenüber Associated Press.

So war das Geiseldrama

Hussein feuerte Warnschüsse innerhalb des Bankgebäudes im geschäftigen Hamra-Viertel von Beirut ab und war mit einem Benzinkanister ausgestattet. Laut Sicherheitsquellen hielt er sieben oder acht Mitarbeiter als Geiseln.

Laut libanesischen Medien hat der Mann rund 200.000 Dollar auf seinem Bankkonto, aber der Libanon steckt mitten in einer bodenlosen Wirtschaftskrise, und die Banken des Landes haben seit 2019 strenge Beschränkungen für das Abheben von Devisen eingeführt.

Ein Kunde, der aus dem Gebäude geflohen war, sagte lokalen Medien, dass der Mann 2.000 Dollar verlangt habe, um Medikamente für seinen Vater zu bezahlen, der im Krankenhaus liegt.

POLIZEI: Bei dem andauernden Geiseldrama in einer Beiruter Bank sind Schüsse gefallen.

Reuters berichtete, dass einigen Kunden, die sich in der Bank befanden, die Flucht gelang, bevor der Mann die Türen schloss. Die Quelle, mit der die Nachrichtenagentur sprach, konnte nicht sagen, wie viele Kunden und Mitarbeiter es in der Bank gab.

Ein Zeuge soll einen Mann mit Bart in einem schwarzen Hemd in der Nähe des Eingangs der Bank gesehen haben. Er soll mit mehreren Männern gesprochen haben, die Zivilkleidung trugen.

– Lassen Sie sie mir mein Geld zurückgeben! der Zeuge muss mitgehört haben.

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