Globale Längsdehnung des linken Ventrikels sagt Todesrisiko bei Aortenstenose voraus | Aktuelle Nachrichten für Ärzte, Krankenschwestern und Apotheker

Bei Patienten mit mittelschwerer Aortenstenose (AS) und reduzierter linksventrikulärer (LV) systolischer Dysfunktion scheint die globale longitudinale LV-Dehnung (GLS) ein unabhängiger Indikator für die Sterblichkeit zu sein, so eine neue Studie.

Das Hinzufügen von LV GLS zu etablierten prädiktiven Risikofaktoren verbessert schrittweise deren prognostischen Wert.

Die Forscher nahmen 166 Patienten (Durchschnittsalter 73 Jahre, 71 Prozent Männer) auf, bei denen Speckle-Tracking-Echokardiographie zur Messung von LV GLS verwendet wurde. Die Spline-Kurvenanalyse ergab eine optimale GLS-Schwelle von 11 Prozent, die dann verwendet wurde, um die Patienten in zwei Gruppen einzuteilen. Der primäre Endpunkt war die Gesamtmortalität.

Über eine mittlere Nachbeobachtungszeit von 34 Monaten starben 73 Patienten, was einer Sterblichkeitsrate von 44 Prozent entspricht. Die kumulativen 1-, 3- und 5-Jahres-Überlebensschätzungen betrugen 82 Prozent, 68 Prozent bzw. 55 Prozent. Signifikante Unterschiede wurden laut LV GLS berichtet.

Zum Beispiel hatten Patienten mit GLS-Werten unter 11 Prozent signifikant höhere 1-Jahres-Sterblichkeitsraten (25 Prozent gegenüber 10 Prozent), ein Effekt, der auch nach 5 Jahren anhielt (60 Prozent gegenüber 27 Prozent; p < 0,001).

Eine multivariable Analyse bestätigte, dass ein LV GLS < 11 Prozent ein signifikanter Risikofaktor für den Tod war, was diese Wahrscheinlichkeit um mehr als das Dreifache erhöht (Hazard Ratio [HR]3,028, 95-Prozent-Konfidenzintervall [CI], 1.623–5.648; p<0,001). Dies galt auch, wenn LV GLS als kontinuierliche Variable genommen wurde (HR, 0,753, 95-Prozent-KI, 0,673–0,843; p < 0,001).

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