Große Unruhen im Zusammenhang mit den unfreien Referenden in den von Russland besetzten Gebieten der Ukraine – NRK Urix – Ausländische Nachrichten und Dokumentationen

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In den selbsternannten Republiken Donezk und Luhansk sowie in den besetzten Gebieten Cherson und Saporischschja finden völkerrechtswidrige Referenden über den Anschluss an Russland statt.

Zaporizhzhya hat nun bis Dienstag Zeit, sich zu äußern, ob sie für oder gegen eine Angliederung an Russland sind.

Über die Hälfte ihres Landkreises ist von den Russen besetzt. Die Stadt Zaporizhzhya ist nur 6 Meilen von dem von Russland kontrollierten Gebiet entfernt. Noch ist die Stadt frei, aber die Einwohner sorgen sich um die unfreien Wahlen, die die russischen Besatzer jetzt abhalten.

Erschüttert von dem, was passiert

– Es ist unser Land und unsere Heimat. Das macht uns nervös. Das gefällt uns überhaupt nicht, sagt Antonia, die stolz ihren Pullover zeigt, als NRK sie in der Stadt Zaporizhzhya trifft.

Antonia zeigt stolz ihren Pullover, als NRK sie in der Stadt Zaporizhia trifft.

Foto: Gunnar Bratthammer / NRK

Meine Freundin Oksana ist sauer.

– Putin ist ein Kuhkopf. Er habe viele Probleme im eigenen Land und solle stattdessen dort aufräumen, sagt sie.

Auf einer Bank im Zentrum von Zaporizhzhya trifft NRK ein Paar, das von dem, was passiert, schockiert ist.

Inna (27) und Anatoliy (29) genießen die Sonne in einem Park in der Stadt Zaporizhzhya.

Inna (27) und Anatoliy (29) sind schockiert über die Geschehnisse in ihrem Land.

Foto: Gunnar Bratthammer / NRK

– Es ist nicht der Wunsch der Menschen, aber sie stimmen mit automatischen Waffen an ihren Köpfen ab. Sie haben keine Wahl. Sie müssen am Referendum teilnehmen, aber es sei eine illegale Wahl, sagt Inna.

Menschen zum Wählen zwingen

Volodymyr Marchhuk, der Sprecher des Gouverneurs von Zaporizhzhya, wird laufend über das völkerrechtswidrige Referendum im besetzten Teil seines Kreises informiert.

Das Verwaltungsgebäude des Landkreises steht nun fast leer. Aus Sicherheitsgründen arbeiten dort nur wenige Menschen. Erst vor wenigen Tagen landete eine russische Rakete 300 Meter von dem Gebäude entfernt.

Volodymyr Marchuk, Sprecher der Verwaltung des Kreises Saporischschja.

Volodymyr Marchhuk, Sprecher der Verwaltung des Kreises Saporischschja.

Foto: Gunnar Bratthammer / NRK

– Sogenannte Vertreter der Wahlkommission gehen zu den Häusern der Menschen, gefolgt von zwei bewaffneten Soldaten. So führen sie das „Volksbegehren“ durch. Sie zwingen die Menschen, ihren Stimmzettel in die Wahlurne zu werfen, sagt Volodymyr Marchhuk.

Ein Restaurant, das zu einem Hotel in Zaporizhzhya gehört, wurde diese Woche durch einen Raketenangriff zerstört.

Ein Restaurant, das zu einem Hotel in Zaporizhzhya gehört, wurde diese Woche durch einen Raketenangriff zerstört.

Foto: Gunnar Bratthammer / NRK

Mehrere fliehen

Mehrere sind aus den von Russland besetzten Gebieten geflohen.

Svetlana (27) aus Melitopol ist gerade mit einem Bus von der russisch kontrollierten Seite angekommen, als NRK sie trifft. Sie sagt, die Russen hätten die Wahl lange geplant, sie sei aber immer wieder verschoben worden. Sie sitzt mit Tränen in den Augen da, als sie erzählt, was passiert ist.

Swetlana (27) hat gerade die von Russland besetzte Stadt Melitopol verlassen.

Swetlana (27) hat gerade die von Russland besetzte Stadt Melitopol verlassen.

Foto: Gunnar Bratthammer / NRK

– Es tut weh. Dieser Krieg werde viele Leben und Familien zerstören, sagt sie.

Ludmila (63) aus der Region Cherson ist von Haus zu Haus gereist, um aus dem russisch besetzten Gebiet herauszukommen. Jetzt ist sie auf dem Weg, ihrer Tochter zu sagen, wo sie wohnen wird.

– Ich verließ mein Haus und nahm die Hunde mit. Jetzt fange ich an zu weinen, sagt sie zu NRK.

Ludmila (63) kommt gerade aus dem von Russland besetzten Teil des Kreises Cherson.  Sie hat viel Gepäck und zwei Hunde dabei.

Ludmila (63) kommt gerade aus dem von Russland besetzten Teil des Kreises Cherson. Sie hat viel Gepäck und zwei Hunde dabei.

Foto: Gunnar Bratthammer / NRK

Die internationale Gemeinschaft haben die sogenannten Referenden verurteilt.

Die Ukraine und ihre Verbündeten haben bereits erklärt, dass sie die Ergebnisse nicht anerkennen werden.

Die Nato hat die unfreien Referenden erwähnt und Russlands teilweise Mobilisierung von Reservekräften Sohn eine weitere Eskalation des Krieges.

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