Harry Kupfer, ein Leben im Dienst der Oper

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Regisseur Harry Kupfer, ehemaliger Direktor der Opéra-Comique, am 13. März 2019 in Berlin.
Regisseur Harry Kupfer, ehemaliger Direktor der Opéra-Comique, am 13. März 2019 in Berlin. SOEREN STACHE / AFP

Der deutsche Regisseur Harry Kupfer, ehemaliger Direktor der Komischen Oper in Berlin, dessen Name eng mit Wagners Opern verbunden ist, starb am Montag, dem 30. Dezember, im Alter von 84 Jahren in Berlin. Er beeindruckte von seinen Anfängen bei den Bayreuther Festspielen 1978 mit Das Geisterschiff, die drei Sommer mit dem "Ring" von Pierre Boulez und Patrice Chéreau abwechselt. Er bewegt den dramaturgischen Cursor und zeichnet im Zentrum des Mythos vom verfluchten Mann, der über die Meere wandert, die Galionsfigur eines neurotischen Mädchens, dass seine Besessenheit und sein Wahnsinn zum Selbstmord führen werden (DVD, veröffentlicht von Deutsche Grammophon). .

1988, noch in Bayreuth, leitete er neben Daniel Barenboim den Post-Chéreau-Ring. Ein Begleiter, den die beiden Komplizen gewissenhaft verfolgten und insbesondere für das berühmte Festival der Festspiele in Berlin sorgten, dessen Dirigent und Pianist seit 1992 künstlerischer Leiter ist und der über mehrere Spielzeiten hinweg fast alle zehn Wagner-Opern umfasste.

Mit Strauss inszenierte er 1973 seine erste Produktion im Ausland mit "Elektra" an der Grazer Oper, Österreich

Harry Kupfer wurde am 12. August 1935 in Berlin geboren. Seine Karriere beginnt in der DDR, wo der Schüler von Walter Felsenstein (1901-1975), Gründer der Komischen Oper, zu einer der herausragenden Persönlichkeiten des "Regietheaters" wird, die die Inszenierung zu einem Element macht Determinante der Oper, ebenso wie seine Zeitgenossen Ruth Berghaus, Götz Friedrich und Joachim Herz. Nach einem Theaterstudium an der Theaterhochschule in Leipzig von 1953 bis 1957 wechselte Kupfer als Assistent ans Landestheater in Halle. Er bestieg dort seine erste Oper, Rusalka. de Dvorak, 1958, im Alter von 23 Jahren. Von 1958 bis 1962 arbeitete er abwechselnd am Stralsunder Theater und am Chemnitzer Theater. 1966 übernahm er die Leitung des Nationaltheaters Weimar.

1971 wurde er von der Staatsoper in Berlin gebeten Die schattenlose Frau. von Richard Strauss. Im folgenden Jahr wurde er Direktor der Staatsoper in Dresden, wo er bis 1982 blieb. Mit Strauss produzierte er 1973 seine erste Produktion im Ausland Elektra an der Grazer Oper in Österreich, fünf Jahre vor seiner Einladung nach Bayreuth.

Großes Repertoire und zeitgenössische Kreation

Der krönende Abschluss seiner Karriere war jedoch Berlin: 1981 wurde Harry Kupfer Schirmherr der renommierten Berliner Oper (Komische Oper), in der er bis 2002 mit nicht weniger als 140 Inszenierungen auftrat. Eine produktive Zeit, in der sich Kupfers Arbeit auf die wichtigsten deutschen und europäischen Opernhäuser ausbreitete.

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