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HCP: Hauptpunkte des Sondierungswirtschaftshaushalts 2021

HCP: Hauptpunkte des Sondierungswirtschaftshaushalts 2021

Dienstag, 14. Juli 2020 um 14.49 Uhr

Casablanca – Hier sind die wichtigsten Punkte des von der Hohen Kommission für Planung (HCP) in einem beispiellosen Kontext, der durch die durch Covid-19 verursachte Gesundheitskrise gekennzeichnet ist, ausgearbeiteten Sondierungswirtschaftshaushalts 2021:

– Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sollte unter Berücksichtigung eines prognostizierten Rückgangs der Steuern und Abgaben auf Produkte ohne Subventionen um 9% im Jahr 2020 einen Rückgang von 5,8% anstelle eines Anstiegs von 2,5% im Jahr 2019 verzeichnen.

– Die Volkswirtschaft sollte 2020 eine Rezession erleben, die erste seit mehr als zwei Jahrzehnten, unter der kombinierten Wirkung von Dürre und Pandemie. Der Primärsektor würde 2020 eine Wertschöpfung von 5,7% erzielen, nachdem er 2019 um 4,6% zurückgegangen war.

– Die nichtlandwirtschaftlichen Tätigkeiten dürften 2020 einen starken Rückgang von 5,3% nach einem Anstieg von 3,7% im Vorjahr verzeichnen. Der Sekundärsektor dürfte 2020 einen Rückgang von fast 6,9% verzeichnen, nachdem er 2019 um 3,6% gestiegen war.

– Die Aktivitäten des tertiären Sektors dürften nach einem Anstieg von 3,8% im Jahr 2019 um 4,5% zurückgehen. Der Tourismus- und Verkehrssektor, der stark von der Schließung der Grenzen und den Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie betroffen ist, wäre am stärksten betroffen.

– In Bezug auf die Entwicklung der Inlandspreise dürfte der Rückgang der Rohstoffpreise in Verbindung mit einem Rückgang der Nachfrage zu einem Rückgang des allgemeinen Preisniveaus führen, das bei -0,4% statt eines Anstiegs von 1,3% im Vorjahr liegen würde.

– Die Arbeitslosenquote sollte fast 14,8% erreichen, ein Anstieg von 5,6 Punkten gegenüber dem Stand von 2019.

– Die Inlandsnachfrage wird voraussichtlich 2020 um 4% zurückgehen. Ihr Beitrag zum Wachstum wäre daher um 4,4 Punkte negativ, anstatt 2019 einen positiven Beitrag von 1,9 Punkten zu leisten.

– Ebenso wäre der Beitrag der Auslandsnachfrage zum Wachstum um 1,4 Punkte negativ, nachdem er im Vorjahr um 0,6 Punkte positiv gewesen war.

– Die inländischen Ersparnisse, die 2019 bei 23,3% des BIP lagen, dürften 2020 auf 19,1% des BIP sinken.

– Das Haushaltsdefizit dürfte sich im Jahr 2020 auf fast 7,4% des BIP ausweiten und damit weit über dem zwischen 2011 und 2013 durchschnittlich jährlich erreichten Niveau liegen, dh 6,1% des BIP.

– Um diesen Bedarf zu decken, würde Marokko auf externe Kredite zurückgreifen und die im Finanzgesetz 2020 festgelegte Obergrenze für externe Finanzierungen von 31 MMDH überschreiten. Diese Bedingungen dürften den Bestand an Staatsschulden im Jahr 2020 auf 74,4% des BIP bringen.

– Der Geldmarkt sollte unter den Auswirkungen des Rückgangs der Nettofinanzströme leiden. Dies dürfte zu einem Rückgang der Fremdwährungsbestände im Jahr 2020 auf fast 212 MMDH führen (ohne die Verwendung der Liquiditätsvorsorge-Linie des IWF in Höhe von 3 Mrd. USD).

– Der Primärsektor dürfte 2021 um rund 9,1% zulegen, anstatt 2020 um 5,7% zu sinken.

– Nichtlandwirtschaftliche Tätigkeiten sollten 2021 eine moderate Wachstumsrate von rund 3,6% verzeichnen, anstatt 2020 einen Rückgang von 5,3% zu verzeichnen.

– Das BIP sollte 2021 ein Wachstum von 4,4% verzeichnen, nachdem 2020 ein Rückgang von 5,8% erwartet wurde. Nominal sollte das BIP 2021 ein Wachstum von 5,6% verzeichnen.

– Das Wirtschaftswachstum sollte 2021 durch die Erholung der Inlandsnachfrage unterstützt werden, die 4,8 Punkte zum Wirtschaftswachstum beiträgt, während der Beitrag der Auslandsnachfrage mit einer Verbesserung von -0,4 Punkten gegenüber -1,4 Punkten im Jahr 2020 negativ bleiben sollte.

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