Heizung an, Gasverbrauch steigt: „Wir sparen trotzdem“

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Die folgende Grafik zeigt, dass wir bei der Reduzierung des Gasverbrauchs gut im Zeitplan lagen. Laut Martien Visser, Dozent für Energiewende an der Hanze University of Applied Sciences in Groningen, haben wir letzte Woche 26 Prozent weniger Gas verbraucht als in anderen Jahren. “Es wird ein bisschen weniger, aber wir werden diese 15 Prozent sicher erreichen.”

Die Frage ist, ob wir die Gaseinsparungen jetzt, wo die Temperatur sinkt, aufrechterhalten können. Heute wird es zum Beispiel nicht wärmer als 12 Grad, während es um diese Jahreszeit normalerweise 18 Grad sind. “Es ist jetzt wirklich zu kalt für die Jahreszeit”, sagte Sebastiaan Aarts van Buienradar gestern.

Heizungen gehen an

Die kälteren Tage schlagen sich sofort in den Gaszahlen nieder, sagt Martien Visser. Wir verbrauchen immer noch weniger als in anderen Jahren, aber das ist jetzt auf etwa 10 Prozent gesunken, sagt er. Das betrifft den Verbrauch bei regionalen Versorgern wie Stedin und Liander: „Sie liefern das Gas an die Verbraucher.“

Laut Milieu Centraal scheint es, dass die Leute dieses Jahr etwas länger warten, um die Heizung einzuschalten, und dass sie sie etwas niedriger halten. “Es ist auch möglich, dass Menschen Energiesparmaßnahmen ergriffen haben.”

Sparen Sie Benzin für einen sicheren Winter

So lautet der Titel des Notfallplans der Europäischen Kommission Ende Juli präsentiert. Der wichtigste Teil dieses Plans ist die Absicht, den Gasverbrauch von August bis April um 15 Prozent zu senken.

Dies geschieht derzeit auf freiwilliger Basis. Die Kommission wollte Gaseinsparungen von Anfang an durchsetzen können, was aber nach Brüsseler Verhandlungen verwässert wurde. Tritt ein akutes Problem auf, ändert sich die Situation. Dann folgt eine Abstimmung, die noch zu Zwangseinsparungen führen kann.

26 der 27 EU-Staaten haben dem zugestimmt, nur Ungarn macht nicht mit.

Der Gasverbrauch großer Unternehmen und Kraftwerke ist noch nicht gestiegen. Gute Nachrichten? „Vielleicht aus Sicht des Gasmarktes“, sagt Visser. “Aber wirtschaftlich und sozial ist es dramatisch.”

„Unternehmen kollabieren“

Visser verwendet das Wort dramatisch, denn in vielen Fällen sind die Einsparungen nicht freiwillig. Die Einsparungen resultieren für viele Unternehmen nicht aus einer effizienteren Arbeitsweise, sondern einfach aus der geringeren Produktion. “Unternehmen brechen zusammen, Menschen frieren. Nehmen Sie zum Beispiel die Firma Aldel, die hat wegen des enormen Spritpreises einen großen Teil der Belegschaft entlassen.”

„Der Preis für eine Megawattstunde Strom liegt jetzt bei 300 Euro“, sagte Finanzvorstand Eric Wildschut van Aldel zuvor gegenüber RTL Z. „Vor der Coronakrise waren das noch 20 Euro.“ Die Metallfabrik aus Delfzijl ist seit Anfang September weitgehend stillgelegt, weil aufgrund der hohen Energiepreise nicht mehr rentabel produziert werden kann.

Aldel

Konkret bedeutet dies, dass eine Tonne Aluminium 4500 Euro Stromkosten kostet. „Aber der Marktpreis für eine Tonne Aluminium liegt bei 2500 Euro“, sagte Wildschut zuvor. “Das ist also unmöglich.”

Im Fall von Aldel sei es also Strom, Strom werde aber größtenteils mit Gas hergestellt, sagt Visser. “Und der Strompreis folgt dem Gaspreis.”

Solche Entwicklungen haben letztlich auch Konsequenzen für die Verbraucher. Denn weniger Produktion bedeutet, dass Produkte irgendwann teurer werden. Also Inflation.

Wie sparen wir?

Also genug Sorgen, aber andererseits zeigen die Niederlande, dass sie gut sparen können. Zumindest was Gas angeht. Besser als andere europäische Länder, weiß Visser. „In Belgien haben sie zum Beispiel gerade ein Atomkraftwerk geschlossen, das für zehn Prozent des gesamten Stroms im Land gut war. Ich bin gespannt, wie sie damit umgehen werden.“

Was den Gasverbrauch betrifft, geht es in den Niederlanden also in die richtige Richtung. Besonders das Herunterdrehen der Heizung spart viel Geld. Laut Milieucentraal werden durchschnittlich 80 Prozent des Gases für die Heizung und 20 Prozent für Warmwasser verwendet. Von diesen 20 Prozent entfällt die überwiegende Mehrheit auf die Zeit, in der Sie duschen. Ein kleiner Teil dieser 20 Prozent geht zum Kochen (wenn Sie mit Gas kochen).

Bei den aktuellen Gaspreisen macht es einen großen Unterschied auf Ihrer Energierechnung, wenn Sie die Heizung ein Grad herunterdrehen. Nach Berechnungen des Verbraucherverbandes spart 1 Abschluss 180 Euro pro Jahr. Ziehen Sie also einen Pullover an und zählen Sie Ihre Gewinne aus.

Dusche

Es gibt also auch unter der Dusche Gewinn zu machen. Die durchschnittliche Duschzeit in den Niederlanden beträgt 9 Minuten. Wenn ein durchschnittlicher Haushalt ab jetzt 5 Minuten duscht, sparen Sie jährlich mehr als 15.000 Liter Warmwasser. Bei einem Gaspreis von 3 Euro pro m3 sind das noch einmal 180 Euro.

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