Hunderttausende fliehen vor Erdogans Truppen in Nordsyrien

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Tell Nasri ist ein Nest in Nordsyrien. Es ist in einer anderen Zeit. Die Gassen sind Schotterstraßen, die Menschen leben in geduckten Häusern, von denen einige noch aus Lehm bestehen. Hirten treiben ihr Vieh über die Felder.

Christoph Ehrhardt

An diesem gottverlassenen Ort hat die Weltpolitik die Wege eines Mannes und eines kleinen Jungen gekreuzt, die sich in friedlicheren Zeiten wahrscheinlich nie begegnet wären. Der Mann heißt Emanuel, und für ihn ist Tell Nasri ein Albtraum.

Emanuel war Mitte dreißig und in der Gegend aufgewachsen. Er sitzt deprimiert auf einem Trümmerhaufen und schaut auf die Ruine der Kirche der Jungfrau Maria. Er war oft hier zu Weihnachten oder für Hochzeiten. Er erzählt von alten Zeiten, seine Geschichten handeln vom Sommer und von den Eisverkäufern, die hier in der Kirche, umgeben von Kindern, gute Geschäfte gemacht haben. Emanuel kämpft um die Gelassenheit, krempelt den Ärmel hoch und streckt den Arm aus: Er hat eine Gänsehaut.

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