“In Deutschland gibt es nur wenige Züchter exotischer feiner Pilze.”

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In Offenbach am Main befinden sich einige alte, zwölf Meter tiefe Keller, die früher von den Brauern der Stadt als Eiskeller genutzt wurden. Als der Fluss im Winter zugefroren war, wurden Eisblöcke geschnitten und dort gelagert, um das ganze Jahr über Bier abzukühlen und die Kühlschränke der privaten Haushalte zu versorgen. Wann und zu welchem ​​Zweck diese Keller ursprünglich gebaut wurden, ist nicht klar. Nach den Brauern war in den Gewölben lange Zeit ein bekannter Jazzclub untergebracht. Danach standen die Räumlichkeiten 16 Jahre lang leer.

Warum diese Geschichte? Die ganzjährig konstante Temperatur von 13-14 ° C und die natürlich hohe Luftfeuchtigkeit sind ideal für den Anbau exotischer Pilze.

Mathias Kroll, ausgebildete Krankenschwester und Hobby-Pilzzüchter, entdeckte dies vor etwa acht Jahren und verwandelte seine Leidenschaft prompt in seine Lebendigkeit. “In Deutschland gibt es nur wenige Züchter dieser Sorten, was bedeutet, dass es keine Ausbildung für Pilzzüchter gibt. Anfangs war ich bei der Planung meines Unternehmens völlig allein”, erinnert sich Kroll. “Ich habe damals mit exotischen Sorten unter den exotischen angefangen, aber es wurde schnell klar, dass die Verbraucher in Frankfurt noch nicht dazu bereit waren. Mit der Umstellung auf Shiitake- und Königstrompetenpilze konnte ich die Verbraucher dann direkt und schrittweise überzeugen beginnen, die Gastronomie zu beliefern. Dort sind die unbekannten Exoten besonders gefragt. “

Enoki oder “Golden Needle Mushroom” ca. 2 Tage vor der Ernte

Shiitake ist immer noch seine mengenmäßig wichtigste Sorte, aber in der Sternengastronomie wird etwas Außergewöhnlicheres erwartet. “Natürlich bin ich kein Großproduzent, sondern ein Hersteller, der den Verkauf erschwert”, weiß Kroll. “Der Großhandel erwartet eine konstant große Menge, auch wenn nicht immer eine konstante Menge benötigt wird. Eine Überproduktion und damit letztendlich die Verschwendung von Lebensmitteln ist jedoch weder moralisch noch wirtschaftlich nachhaltig.” Daher stehen Gastronomen und Wochenmärkte im Mittelpunkt.

“Wir legen großen Wert auf Qualität. Ich bin stark auf den Pilzzucht in Japan ausgerichtet”, sagt Kroll. “In Japan können wir schauen Zurück zu einer jahrhundertealten Tradition im Anbau exotischer Pilze, aber in Deutschland kann man damit nicht mithalten. Auf der anderen Seite gibt es in Japan kaum Pilzproduzenten. “

Foto: Nameko Gold Cap

Besonders beim Shiitake sind die Unterschiede deutlich sichtbar: “Im Lebensmitteleinzelhandel und auf dem Großhandelsmarkt sieht man oft große, offene und feuchte Pilze. Ich ernte so früh, dass die Fruchtkörper noch geschlossen sind, was das Produkt fester macht Dies geht etwas zu Lasten der Ausbeute, verbessert aber die Qualität immens. “


Löwenmähnenpilz, auch Frisee oder Hericium genannt

Über sein Unternehmen leistet er auch Aufklärungsarbeit für Verbraucher. “Mein absoluter Lieblingspilz ist der Maitake, der in deutschen Wäldern sehr selten vorkommt. Dieser Pilz hat ein erstaunliches Aroma. In der traditionellen chinesischen Medizin wird er sogar als Heilmittel angesehen. In der Pilzzucht ist er sehr selten, aber sein Potenzial ist enorm. Viele sind zunächst skeptisch, weil sie den Pilz nicht kennen, aber diejenigen, die ihn einmal probiert haben, kaufen ihn immer wieder. Sowohl in der Gastronomie als auch beim Verbraucher wird dieser Pilz immer bekannter und beliebter. “

M.aitake, auch bekannt als Ram’s Head.

Kroll hofft natürlich, in Zukunft seinen Umsatz weiter zu steigern und seinen Kunden immer mehr exotische Pilze schmackhaft zu machen. Er möchte auch langfristig einen Online-Shop für seine Produkte einrichten: “Hier ist es mir jedoch wichtig, die Pilze in einer nachhaltigeren Alternative zu Styropor zu versenden. Bisher ist der Versand aufgrund der nicht sinnvoll Kosten für die Logistik, aber in Zukunft möchte ich eine Lösung dafür finden “.


Junge Königstrompeten.


Shiitake auf einem Substrat

Für mehr Informationen:
Mathias Kroll
Edelpilzzucht Kroll
Bieberer Straße 269
63071 Offenbach am Main
Tel.: +49 176 32765969
www.krolls-edelpilze.de
[email protected]
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