In Somaliland zum Tode verurteilt – Verfahren verschoben:

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HARGEISA (Dagbladet): – Wir – die Familie – dürfen die Hoffnung nicht verlieren. Als ich hierher reiste, um dem Strafverfahren gegen meinen Vater vor dem Obersten Gerichtshof beizuwohnen, dachte ich, er würde freigelassen. Den Justizbehörden sei klar, dass der Fall am Samstag, 18. September, bearbeitet werden müsse, sagte Rashid Yusef gegenüber Dagbladet.

Faren, Saad Jirde, ähm zum Tode verurteilt in Somaliland. Am Samstag sollte der Oberste Gerichtshof den jetzt vertagten Fall verhandeln.

ICH SOMALILAND: Rashid Yusef (links) ist der Sohn des in Somaliland zum Tode verurteilten Saad Jirde (55). Hier ist er mit dem örtlichen Anwalt seines Vaters vor dem Obersten Gerichtshof in Hargeisa. Foto: Henning Lillegård / Dagbladet
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Am späten Freitag wurde der Prozess nur um einen Tag verschoben. Am Sonntag, dem 19. September, wurde Rashid Yusef erstmals über eine neue Vertagung informiert, nur wenige Minuten bevor der Fall an den Obersten Gerichtshof von Somaliland gehen sollte.

– Es ist klar, dass ich einige Überlegungen zu den Verschiebungen anstelle. Es gibt einige, die in Somaliland Einfluss haben, die unseren Vater nicht gut wollen, sagt Rashid Yusef aus Lørenskog.

– Es tut weh, ihn zu besuchen

– Unser Vater wurde zweimal zum Tode verurteilt. Sowohl beim Amtsgericht als auch beim Berufungsgericht wurde das Urteil ohne Anwesenheit seines Anwalts gefällt. Nun waren sowohl die beiden lokalen Anwälte – Mahmoud Arahman Nour und Muhamed Jama – als auch der Elden-Anwalt Farid Bouras anwesend, doch dann wurde der Fall bis auf weiteres verschoben, sagt er.

Rashid Yusef macht keinen Hehl daraus, dass der Besuch in Somaliland hart und schwierig war.

– Es tut weh, ihn im Gefängnis zu besuchen. Der Vater ist deutlich gekennzeichnet durch seine 900 Tage in Gewahrsam – meist im Todestrakt. Saad Jirde ist müde und braucht Medikamente, sagt Rashid Yusef.

ICH SOMALILAND: Der 55-jährige norwegische Staatsbürger sitzt mit einem Todesurteil über ihm in Hargeisa in Somaliland. Der Beistandsanwalt des Mannes Farid Bouras (rechts) und sein Sohn Rashid vor dem Gefängnis. Links ist der örtliche Anwalt. Foto: Henning Lillegård / Dagbladet
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Habe Hoffnung

Obwohl die Verschiebung des Strafverfahrens wie “ein Schlag ins Gesicht” für die Familie des zum Tode verurteilten Norwegers war, hat Rashid Yusef die Hoffnung nicht aufgegeben.

“Vater wurde zum Tode verurteilt, Beweismittel ist ein Abwehrspray, das er vor seiner Reise nach Somaliland bei Clas Ohlson in Oslo gekauft hat”, sagt Yusef.

– In Hargeisa gibt es einen örtlichen Arzt, der behauptet, das Spray sei eine tödliche Waffe. Wir hatten ein ähnliches Spray dabei und hoffen nun, dass die Staatsanwaltschaft und das Gericht in Somaliland verstehen, dass das Spray harmlos ist, sagt Rashid Yusef.

Saad Jirde hat behauptet, das Abwehrspray gegen den Verstorbenen zur Selbstverteidigung eingesetzt zu haben.

Dagbladet hat wiederholt versucht, den Fall von den Justizbehörden in Somaliland durchzusetzen. Staatsanwalt Abdi Ibraahin, der die Todesstrafe verfolgt und beantragt hat und vom Berufungsgericht bestätigt wurde, hat auf Dagbladets Anfragen nicht geantwortet.

Auch die am Sonntag vor Gericht erschienene Mutter des Verstorbenen wollte nicht mit der norwegischen Presse sprechen.

UD vorhanden

Im von Norwegen finanzierten Piratengefängnis in Hargeisa bangt Saad Jirde um sein Leben. Als Dagbladet ihn am Sonntag im Gefängnis besuchte, der 55-Jährige war optimistisch. Das Interview fand mit einem Dolmetscher in Somali statt, damit die Wachen alles mitbekommen, was Saad Jirde gesagt hat.

VERURTEILT: Rechtsbeistand Farid Bouras im Verfahren gegen den in Somaliland zum Tode verurteilten Norweger. Reporter: Gunnar Hultgreen. Foto: Henning Lillegård / Dagbladet
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Dagbladet hat zuvor mit Jirde über ein Handy gesprochen, das in die Todeszelle geschmuggelt wurde. Er hat dann keinen Hehl daraus gemacht, dass er um sein Leben fürchtet. Beide sollen von den Behörden hingerichtet werden und jemand im Gefängnis sollte sich entscheiden, ihn mitzunehmen.

Das norwegische Außenministerium – Außenministerium – war in den letzten Tagen durch Minister Haakon Svane in Hargeisa anwesend, um den Prozess zu verfolgen.

Svane will sich zu dem Fall nicht äußern.

Nichtsdestotrotz erhält Dagbladet von anderen Quellen die Bestätigung, dass Präsident Muse Bihi Abdi in Somaliland den norwegischen Behörden versichert hat, dass die Hinrichtung von Saad Jirde nicht relevant ist.

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