Inflation: Nahrungsmittelpreise steigen überdurchschnittlich

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Die Inflation zog Ende 2019 an, war aber immer noch recht niedrig. Waren und Dienstleistungen verteuerten sich im Dezember um 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Im Oktober und November stiegen die Verbraucherpreise gegenüber dem Vorjahr nur um 1,1 Prozent.

Die Preise für die verschiedenen Produktgruppen entwickelten sich jedoch unterschiedlich. Lebensmittel waren im Durchschnitt um 2,1 Prozent teurer als im Dezember 2018, während Energie um 0,1 Prozent billiger war. Die Dienstleistungen stiegen um 1,8 Prozent und die Wohnungsmieten lagen durchschnittlich um 1,4 Prozent über dem Vorjahreswert.

Für das Gesamtjahr 2019 liegt die Inflationsrate nach vorläufigen Angaben der amtlichen Statistiker bei 1,4 Prozent, also fast genau auf Dezember-Niveau.

Damit liegt die Inflationsrate in Deutschland unter dem Ziel der Europäischen Zentralbank (EZB) von knapp zwei Prozent, was jedoch für die gesamte Eurozone gilt. Seit Jahren versucht die EZB erfolglos, die Inflation mit einer extrem lockeren Geldpolitik, die auf niedrigen Leitzinsen und Anleihekäufen basiert, auf dieses Niveau anzuheben.

Zuletzt hat sich die Inflationsrate in Deutschland sogar von diesem Ziel entfernt. Im Jahr 2018 lag die Inflationsrate noch bei 1,8 Prozent und damit höher als im abgelaufenen Jahr. Der Hauptgrund für die niedrigere Inflation sind die relativ niedrigen Energiepreise.

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