Italien spielt mit seiner Glaubwürdigkeit

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Banca Popolare di Bari

Italien hat bisher immer eine Sonderlösung für die Bankenrettung ausgehandelt.


(Foto: Reuters)

Die Nachricht von Bankpleiten in Italien geht inzwischen mit der Regelmäßigkeit der Wettervorhersage einher. Mindestens einmal im Jahr stellt die Bankenaufsicht fest, dass ein Institut in Schwierigkeiten geraten ist. Führer werden entlassen, vom Staat ernannte Kommissare übernehmen das Krisenmanagement und Politiker bemühen sich, Sparer und Wähler zu beruhigen.

Die Gründe sind ähnlich und haben mit den seit langem bekannten Schwierigkeiten der Finanzbranche zu tun, einen Modernisierungskurs zu absolvieren: Immer wieder geht es um Missmanagement, Kundenorientierung und selbstgerechte lokale Finanzmanager. Es gibt auch strukturelle Probleme wie die Reduzierung notleidender Kredite. Auch die Konsolidierung zieht sich hin: Es gibt zu viele Filialen und zu viele Mitarbeiter und zu wenig Digitalisierung. Italien bleibt zurück.

Diesmal traf es eine kleine Volksbank im Süden. Davor gab es zwei Regionalbanken in Venetien und vor einem Jahr die Sparkasse in Genua. Die Institute haben wenig Gewicht im Vergleich zur viertgrößten Bank des Landes, Monte dei Paschi in Siena, die vor zweieinhalb Jahren gerettet wurde. Es war weitaus dramatischer.

Es ist das liberale Versprechen staatlicher Beihilfen, das all diese Fälle vereint. Die dritte neue Regierung ist seit der Bankenkrise in Venetien im Amt. Auch dies erforderte eine besondere nächtliche Besprechung und genehmigte schnell eine großzügige Finanzspritze.

Natürlich ist in Rom bekannt, dass die EU-Kommission staatliche Beihilfen überwacht und dass der Grundsatz der Beteiligung von Gläubigern an Bankausfällen seit drei Jahren in Kraft ist. Bisher hat Italien jedoch immer ein besonderes Abkommen ausgehandelt.

Diesmal sollten die Mischung aus öffentlichem und privatem Geld und die Aussicht auf eine Investmentbank für den wirtschaftlich schwachen Süden die Aufsichtsbehörden beruhigen. Das funktioniert wahrscheinlich auch. Ein solches Verfahren trägt nicht zur bitter notwendigen Glaubwürdigkeit Italiens bei.

Mehr: Die italienische Regierung stellt 900 Millionen Euro für die Rettung der angeschlagenen Banca Popolare di Bari bereit.

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