Johnny Depp bezeichnet Heards Vorwürfe als «unvorstellbar brutal»

Publiziert26. Mai 2022, 11:41 Uhr

Bevor der Prozess zwischen dem 58-Jährigen und Amber Heard dem Ende zusteuert, wird Depp von seinen Anwälten befragt und weist dabei alle Behauptungen seiner Ex-Frau zurück.

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Kurz bevor die Schlussplädoyers gehalten werden, wurde Johnny Depp von seinen Anwälten befragt. Dabei wies er alle Vorwürfe von Amber Heard zurück.

AFP

Die Behauptungen seiner Ex-Frau seien «furchtbar, lächerlich, beleidigend, albern, schmerzhaft, primitiv, unvorstellbar brutal, grausam und absolut falsch».

Die Behauptungen seiner Ex-Frau seien «furchtbar, lächerlich, beleidigend, albern, schmerzhaft, primitiv, unvorstellbar brutal, grausam und absolut falsch».

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Vor Depps Befragung sagte am Mittwoch auch Model Kate Moss vor Gericht aus.

Vor Depps Befragung sagte am Mittwoch auch Model Kate Moss vor Gericht aus.

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Hut von Hollywood-Star Johnny Depp die Misshandlungsvorwürfe seiner Ex-Frau Amber Heard gegen ihn vor Gericht als «unvorstellbar brutal» zurückgewiesen. «Niemand ist perfekt, keiner von uns, aber ich habe in meinem ganzen Leben keinen sexuellen Missbrauch oder körperliche Misshandlung begangen», sagte der 58-Jährige am Mittwoch vor Gericht in Fairfax im US-Bundesstaat Virginia.

Es sei hart für ihn gewesen, die «abscheulichen Vorwürfe» und «haarsträubenden, hanebüchenen Geschichten» der 36-Jährigen in dem sechswöchigen Gerichtsverfahren anzuhören, sagte Depp in einer Befragung durch seine Anwälte. Heards Behauptungen seien «furchtbar, lächerlich, beleidigend, albern, schmerzhaft, primitiv, unvorstellbar brutal, grausam und absolut falsch».

Kate Moss entlastet Depp

Vor Depps Befragung sagte am Mittwoch auch das britische Topmodel Kate Moss zugunsten ihres früheren Lebensgefährten, mit dem sie laut eigenen Aussagen von 1994 bis 1998 liiert war, aus. Heard hatte während des Prozesses von einem Vorfall berichtet, bei dem Depp Moss angeblich eine Treppe heruntergestossen haben soll. Das ermöglichte es Depps Anwälten, das Model als Zeugin aufzurufen und Moss zu einem Vorfall während eines gemeinsamen Jamaika-Urlaubes des einstigen Paares zu befragen.

Die 48-Jährige wurde per Videoverbindung dem Gerichtssaal zugeschaltet. Das Model erläutert, dass sie damals ihr Zimmer verlassen hätten, Depp vor ihr gegangen sei. Daraufhin sei sie auf einer regennassen Treppe ausgerutscht und hinuntergefallen. «Ich schrie, weil ich nicht wusste, was passierte, und Schmerzen hatte», so das Model. Depp sei direkt zu ihr gerannt, habe sie aufs Zimmer zurückgetragen und ärztliche Hilfe geholt. «Er hat mich nie geschubst, getreten oder irgendwelche Treppen hinuntergeworfen», so das Model weiter. Nach der Aussage verzichteten Heards Anwälte darauf, Moss ebenfalls Fragen zu stellen.

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Am Freitag folgen die Schlussplädoyers

In dem Prozess hatte Amber Heard ihrem Ex-Mann vorgeworfen, sie vor und während ihrer von 2015 bis 2017 andauernden Ehe immer wieder misshandelt zu haben. Der «Fluch der Karibik»-Star weist das zurück und wirft der aus Filmen wie «Aquaman» bekannten Schauspielerin im Gegenzug gewalttätiges Verhalten vor.

Depp hat Heard auf 50 Millionen Dollar Schadenersatz verklagt. Er wirft der 36-Jährigen vor, seiner Karriere mit falschen Anschuldigungen der häuslichen Gewalt schwer geschadet zu haben. Hintergrund ist ein Beitrag für die «Washington Post» aus dem Jahr 2018, in dem sich Heard als Opfer häuslicher Gewalt bezeichnete, ohne Depp dabei namentlich zu nennen. Heard hat mit einer Gegenklage gegen den 58-Jährigen reagiert und verlangt 100 Millionen Dollar Schadenersatz.

Der von einem gewaltigen Medieninteresse begleitete Prozess steuert nun auf sein Ende zu, am Freitag sollen die Schlussplädoyers gehalten werden. Anschliessend müssen die Geschworenen entscheiden.

(AFP / wie)

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