Keta mag ein „revolutionäres“ Medikament gegen Depressionen sein, aber es gibt auch Bedenken

| |

Psychedelika wie MDMA, Ketamin und Psilocybin sind als Medikamente für posttraumatische Belastungsstörungen oder Depressionen auf dem Vormarsch. So werden beispielsweise bereits die ersten Menschen mit Depressionen mit einem Ketamin-Nasenspray behandelt. Die Medizinwelt ist begeistert, warnt aber auch vor einer zu schnellen und unüberlegten Markteinführung.

Denn es gibt Bedenken: Patienten würden ohne professionelle ärztliche Betreuung selbst mit Substanzen experimentieren. Sanitäter fordern Den Haag zum Handeln auf. „Staatliche Beteiligung und Finanzierung sind entscheidend, um unabhängige, groß angelegte klinische angewandte Forschung zu ermöglichen“, schreiben etwa 15 Wissenschaftler verschiedener Universitäten und Krankenhäuser in einem Manifest.

Antidepressiva helfen oft nicht

Fast jeder fünfte Niederländer wird irgendwann in seinem Leben an Depressionen leiden. Gegenwärtige Antidepressiva wirken bei 30 Prozent der Patienten nicht. Es werden also neue Ressourcen benötigt. Drogen als Medizin können Teil dieser Lösung sein.

Mehrere Studien zeigen, dass Psychedelika wie MDMA und Ketamin bei psychiatrischen Erkrankungen wie Depressionen, Angststörungen und posttraumatischen Belastungsstörungen wirksam sein können. Psychedelika scheinen oft schon nach einer Gabe therapieunterstützend zu wirken.

Gleiches gilt für Jolijn (61) und Carl (37). Beide verwenden Ketamin für ihre Depression. Aber Jolijn tut dies im Krankenhaus unter der Aufsicht ihres Psychiaters, während Carl zu Hause experimentiert:

video-player">

Platz auf Ketamin gegen deine Depression

„Dies könnte eine Revolution in der psychiatrischen Behandlung sein“, sagte Professor Robert Schoevers, einer der Unterzeichner des Manifests. „Seit Jahren wurden keine wirklich neuen Medikamente mehr entwickelt.“

Aber er warnt, dass die Einführung vorsichtig sein muss. „Wir wissen noch zu wenig über die Langzeitwirkungen und über die Auswirkungen bei den am stärksten gefährdeten Patienten. Es bedarf weiterer Forschung, damit Sie dies mit Zuversicht breiter umsetzen können. Die Niederlande sollten dieser Entwicklung nicht zusehen.“

Zentrale Steuerung

Und diese Entwicklung ist schnell. In den Niederlanden wurde nun Esketamin – eine Variante von Ketamin – als Medikament für Menschen mit schweren Depressionen zugelassen. Andere Psychedelika werden voraussichtlich in den kommenden Jahren auf den Markt kommen.

Diese Entwicklungen sind nicht neu. Psychedelika wurden bereits in den 1950er Jahren von Psychiatern erforscht, mit vielversprechenden Ergebnissen. Doch Ende der 60er Jahre entstanden immer mehr Geschichten schlechte Reisen. Die Regierungen reagierten mit dem Verbot von Psychedelika. Deshalb plädieren die Wissenschaftler jetzt für eine zentrale Kontrolle, bevor wieder etwas schief geht.

„Nicht selbst experimentieren“

Ohne einen solchen Ansatz befürchtet Schoevers, dass Menschen mit psychiatrischen Beschwerden häufiger selbst experimentieren werden. „Menschen können sehr ängstliche Erfahrungen machen“, sagt Schoevers. „Sicherlich Patienten, die durch psychische Probleme und traumatische Erlebnisse ohnehin schon verwundbar sind. Da muss man sehr genau wissen, was man tut.“

In dem Manifest plädieren die Wissenschaftler für ein nationales Netzwerk von Universitätskliniken und psychiatrischen Einrichtungen, das den Konsum von Psychedelika überwacht. Schoevers: „Es muss eine gute Ausbildung für Psychologen und Psychiater geben, die diese Ressourcen nutzen. Es muss auch verpflichtend sein, dass Institutionen die Ergebnisse bei ihren Patienten richtig erfassen. So lernen wir, für wen was am besten funktioniert und was die Langzeitwirkung ist.“ sind. .“

Previous

Asien-Pokal der Frauen 2022 droht Vietnam der Entzug der Spielrechte

– Der Premierminister wünscht sich, er könnte die Zeit zurückdrehen

Next

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.