KNVB: Vera Pauw hätten keine Fehler passieren dürfen

Eine unabhängige Untersuchung besagt, dass der KNVB eine Reihe von Fällen in Bezug auf Berichte über sexuellen Missbrauch durch Pauw hätte anders angehen sollen. „Wir erkennen die im Bericht erwähnten Fehler an und hätten ihr nicht passieren dürfen“, sagte der KNVB in einer Antwort.

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Pauw berichtete gestern in einem Artikel in NRC und in einem Statement via Twitter, dass sie in der Vergangenheit von einem Funktionär des Fußballverbandes vergewaltigt worden sei. Auch zwei weitere Fälle von sexuellem Missbrauch sollen stattgefunden haben. Pauw wirft der Gewerkschaft vor, auf Berichte von ihr über den sexuellen Missbrauch nicht ausreichend reagiert zu haben.

„Im persönlichen Kontakt mit Vera haben wir erlebt, dass diese Situation sie leider stark beeinflusst und das tut uns leid“, teilte der KNVB mit. „Wir wollen die Empfehlungen aus dem Gutachten intern und mit Vera so schnell wie möglich, aber sehr vorsichtig besprechen, damit wir handeln können, auch mit Blick auf eine restaurative Mediation.“

Unzureichende Warnung

Die von der Gewerkschaft und Pauw im Jahr 2021 beschlossene unabhängige Untersuchung besagt, dass der KNVB bei den ersten Signalen von Pauw im Jahr 2011 zu sexuell übergriffigem Verhalten nicht ausreichend aufmerksam war. Der KNVB räumt ein, dass die Reaktion damals nicht scharf genug war.

Die Gewerkschaft sagt auch, dass Pauw nach einem Gespräch im Jahr 2017 ausdrücklich darum gebeten habe, nichts zu unternehmen.

Erklären

Laut KNVB hatte Pauw nach Rücksprache mit der Forschungsagentur Verinorm entschieden, keine Anzeige zu erstatten oder eine Anzeige beim Institut für Sportrecht (ISR) zu erstatten. Der KNVB sagt, dass der Verband diese Wahl respektiert hat. „Die Absicht war, Vera zu schützen, aber wir hätten andere Wege gehen sollen“, antwortet der KNVB.

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Pauw erklärte in NRC und in ihrer Erklärung, dass sie die Vergewaltigung und den sexuellen Missbrauch jetzt der Polizei gemeldet habe.

Irischer Verband: alle Unterstützung

Der irische Fußballverband (FAI) sagt, er unterstütze die irische Fußballtrainerin Vera Pauw „in dieser für sie schwierigen Zeit, da sie mutige Enthüllungen aus ihrer Vergangenheit gemacht hat“.

„Vera steht in diesen Angelegenheiten seit einiger Zeit mit der Führung des Verbands in Kontakt, und die FAI hat ihr alle Hilfe zugesagt, die sie auf persönlicher und beruflicher Ebene benötigt“, sagte der irische Verband. „Die FAI ist sich der Auswirkungen bewusst, die diese Enthüllungen auf Veras Wohlergehen haben werden, und hat ihr die anhaltende volle Unterstützung des Vorstands und all ihrer Kollegen zugesichert.“

Der frühere Nationaltrainer der niederländischen Fußballer betreut seit September 2019 die irische Frauenmannschaft. Pauw verlängerte diesen Vertrag im Februar letzten Jahres bis zum Ende der Qualifikation für die WM 2023.

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