„Künstlerische Freiheit hat ihre Grenzen“: Kunstwerke mit antisemitischer Bildsprache auf der Documenta vertuscht

Die weltberühmte Ausstellung zeitgenössischer Kunst Documenta, die am Samstag in Kassel, Deutschland, eröffnet wurde, hat ein Kunstwerk teilweise verdeckt, nachdem es wegen antisemitischer Bilder kritisiert worden war.

Der Umzug erfolgte, nachdem mehrere Gruppen, darunter Politiker und Vertreter jüdischer Vereine, die Entfernung des Kunstwerks gefordert hatten.

Auch die israelische Botschaft hat Empörung über das Bild zum Ausdruck gebracht und erklärt, dass die Arbeit Propaganda im Stil von Goebbels fördere.

Was zeigt das umstrittene Kunstwerk?

Die großformatige Arbeit „People’s Justice“ (2001) des indonesischen Underground-Künstlerkollektivs Taring Padi soll die Gewalt unter der Diktatur des ehemaligen Generals Suharto darstellen.

Es zeigt viele satirische Charaktere, darunter eine Gruppe von Soldaten, die eine grüne Uniform mit Schweinegesichtern tragen. Die Soldaten tragen rote Schals mit dem Davidstern und Helme mit der Aufschrift „Mossad“ (Israels nationaler Geheimdienst).

Eine andere Figur mit Seitenlocken und Reißzähnen raucht eine Zigarre und trägt einen schwarzen Hut mit „SS“, dem Akronym für Hitlers schwarzuniformierte Schutzstaffel.

Das Kunstwerk wurde seitdem teilweise von der Documenta verdeckt.

„Dieses Bild, um das es jetzt geht, hat eindeutig eine antisemitische Bildsprache. Schutz vor Antisemitismus, Schutz vor Rassismus und jeglicher Form von Menschenfeindlichkeit, das sind die Grundlagen unseres Zusammenlebens. Und da hat die Kunstfreiheit ihre Grenze.“ erklärte Kulturstaatsministerin Claudia Roth.

Taring Padi entschuldigte sich für den Skandal, den ihre Kunstwerke verursacht haben, und behauptete, es sei nicht ihre Absicht gewesen, die Charaktere in einem antisemitischen Licht zu sehen.

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