Leverkusen verliert weiter – pfeift im kreativen Krisensport

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Leverkusen macht zur falschen Zeit eine Beule in der Form. Und ausgerechnet Kai Havertz wird zum Symbol der Niederlage.

Jonathan Tah hatte nicht viel zu diesem äußerst trüben Spiel zu sagen. Bayer Leverkusen verlor mit 0: 1 gegen Hertha BSC, doch zumindest eine Botschaft ragte aufgrund ihrer Prägnanz aus der ratlosen Diskussion heraus. "Ich denke, es ist Scheiße", sagte der Verteidiger, als er nach dem Pfiff gegen seinen Teamkollegen Kai Havertz gefragt wurde.

Pfeifen gegen Havertz, das sogenannte Mega-Talent, ist der ungerechte Ausdruck einer umfassenden Enttäuschung über die erste Runde von Leverkusen. Als Vertreter der Mannschaft ist der 20-jährige Nationalspieler unzufrieden, der sein außergewöhnliches Talent seit seinem Debüt im Profifußball zum ersten Mal in einer anhaltenden kreativen Krise erkannt hat vor drei Jahren. Es ist jedoch nicht klar, wessen Krise umso schwerwiegender ist: die des müden Spieldesigners, der im nächsten Sommer für viel Geld zu einer größeren Adresse wechseln soll, weshalb der Verein bereits damit begonnen hat, die zu erwarten Erwartete Ablösesumme auf dem Um den Transfermarkt umzusetzen? Oder die des Bayer-Teams, das innerhalb von acht Tagen drei Niederlagen einstecken musste, ohne ein einziges Tor zu erzielen?

Während es im 0: 2 gegen Juventus Turin zumindest eine passable Hinrunde gab, war die ausgefranste Leistung gegen Hertha eine logische Fortsetzung des Auftritts beim 0: 2 in Köln. Bayer startete druckvoll und offensiv, aber je öfter man in die mindestens erdbebensichere Hertha-Defensive geriet, desto einfallsloser und umständlicher wurden die Bemühungen. "Unser Plan war es, auf einen Gegenangriff aus einer sehr kompakten Defensive zu warten", sagte Hertha-Trainer Klinsmann. Der nicht überraschende Plan hat funktioniert, war Leverkusen verzweifelt. "Dann hat man das Gefühl, gegen sich selbst zu spielen", sagte Trainer Peter Bosz. Am Ende seines ersten Rheinjahres stößt der Trainer auf berüchtigte Bayer-Phänomene: Stagnation und Schleim prägen die Situation.

Die Tatsache, dass die Fans Havertz zur Rechenschaft gezogen haben, sollte seine Situation nicht erleichtern. "Das ist keine leichte Phase für den Jungen", sagte Sven Bender. Man müsse "Havertz in der Kabine motivieren", fügte Tah hinzu, der natürlich den Eindruck erweckte, er brauche Push-Unterstützung. Peter Bosz begann die Arbeit an dem Krisenfall mit einem ehrenwerten Scherz: Er glaubt nicht, dass "die Pfeifen gegen Kai waren", sagte er, "ich denke, das war gegen mich, weil ich ihn ersetzt habe."

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