Lufthansa und UFO geraten in ein Schiedsverfahren – keine Streiks mehr

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UFO-Mitglieder

Im Tarifstreit traten die Mitglieder dreimal von ihrer Arbeit zurück.


(Foto: AP)

Berlin Lufthansa und die Flugbegleitergewerkschaft UFO haben sich auf einen Fahrplan geeinigt, um ihren anhaltenden Lohnkonflikt zu lösen und Streiks vorerst auszuschließen. Ein mehrstufiger Ansatz ist geplant, wie beide Seiten am Freitag angekündigt haben. „Der Prozess sieht die Trennung von tarifären und nichttarifären Themen in drei Verfahren vor: Mediation, Schiedsverfahren und außergerichtliches Qualitätsverfahren.“

Die rund 22.000 Kabinenmitarbeiter erhalten unter anderem eine Sonderzahlung von 1.500 Euro. Darüber hinaus gilt eine Friedenspflicht bei Lufthansa ab sofort und mindestens bis zur endgültigen Beilegung des Schiedsverfahrens. Beide Seiten wollen in den nächsten Tagen ihre Gespräche fortsetzen.

UFO-Unterhändler Daniel Flohr freute sich, dass es nun einen Rahmen gibt, um „den Konflikt mit Hilfe von Dritten zu klären und zu lernen, was wir in Zukunft anders machen müssen, damit ein solcher Konflikt nicht mehr eskaliert“.

Lufthansa-Personalchef Michael Niggemann bezeichnete es als wichtig, dass „mit dem Eintritt in ein großes Schiedsverfahren die eigentlichen Tariffragen nun miteinander besprochen werden können“.

Im Streit geht es weniger um Tarifverhandlungen als um das zerrüttete Verhältnis zwischen Arbeitgeber und Gewerkschaft. Am Ende scheiterten mehrere Schiedsverfahren nach Streiks.

Es gab auch keine Vermittlung, weil Lufthansa darauf bestand, während der Verhandlungen nicht zu streiken. UFO hatte sich geweigert, dies zu tun. Die Gewerkschaft hatte seit Herbst drei kurze Streiks organisiert, die Lufthansa zwangen, viele Flüge abzusagen.

Mehr: Lufthansa folgt British Airways und anderen Fluggesellschaften und storniert alle China-Flüge wegen des Koronavirus.

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