Mann wegen “gesuchten” Staatsanwalts auf Plakaten in Oslo angeklagt – NRK Norwegen – Überblick über Nachrichten aus verschiedenen Teilen des Landes

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Jetzt wurde ein Mann angeklagt, weil er die Plakate mit dem Logo der Polizei und dem Text „WANTED“ aufgehängt hatte.

Der Mann in den Vierzigern muss am 23. Januar vor dem Bezirksgericht Oslo erscheinen, angeklagt “weil er den Frieden eines anderen durch einschüchterndes oder störendes Verhalten oder anderes rücksichtsloses Verhalten verletzt hat”.

Die Menschen konnten die Plakate diesen Sommer an mehreren Orten im Zentrum von Oslo sehen. Sie wurden auch von der Öffentlichkeit in den sozialen Medien geteilt.

Der Mann hat zugegeben, „Fahndungsplakate“ von Evanger und dem Polizisten Jan Erik Bresil aufgehängt zu haben. Anführer Bresil und stellvertretender Anführer Evanger sind beide in der Norwegischen Drogenpolizeivereinigung (NNPF) engagiert.

– HAn bekenne sich nicht schuldig, da die Poster als durch die Meinungsfreiheit geschützt angesehen werden müssten, schreibt Verteidiger Jon Wessel-Aas in einer E-Mail an NRK.

Rechtsanwalt Jon Wessel-Aas.

Foto: Gorm Kallestad / NTB

Staatsanwalt Geir Evanger, der in diesem Fall den Status eines Beleidigten hat, ist zufrieden, dass Anklage erhoben wurde und der Mann eingeräumt hat, die Plakate aufgehängt zu haben.

Ich bin der Meinung, dass er die Grenze des Strafbaren überschritten hat und dass es eher ein Angriff auf die Meinungsfreiheit ist, weil es ein Versuch ist, uns dazu zu bringen, uns nicht an der Debatte zu beteiligen, sagt Evanger zu NRK.

– Satirische Kritik

Es war Osloer Zeitung der zuerst die Anklage erwähnte.

Der Verteidiger des Mannes sagt, der Mandant habe die Plakate gemeinsam aufgehängt offensichtlich “satirische Kritik am Leiter und stellvertretenden Leiter der Norwegischen Betäubungsmittelpolizeivereinigung, die gleichzeitig Polizist bzw. Staatsanwalt sind”.

Polizist Jan Erik Bresil

Der Polizist Jan Erik Bresil wurde 2016 bei einer anderen Gelegenheit von NRK fotografiert.

Foto: Kjetil Solhøi, NRK

Sie waren beide in der öffentlichen Debatte über die norwegische Drogenpolitik aktiv, als Gegner der Entkriminalisierung und auch als Praktizierende und Befürworter von Zwangsmaßnahmen gegen mutmaßliche Drogenkonsumenten, die der Generalstaatsanwalt für illegal befunden hat, sagt Wessel-Aas .

Er glaubt, dass die beiden Opfer beides sind “Personen des öffentlichen Lebens, sowohl aufgrund ihrer aktiven Teilnahme an der öffentlichen Debatte als auch aufgrund ihrer einflussreichen Positionen bei der Polizei bzw. der Staatsanwaltschaft.”

Mit anderen Worten, sowohl ihre Gesichter als auch ihre Rolle im Kontext sind der Öffentlichkeit bekannt, sagt Jon Wessel-Aas.

„Operation Hunger“ und NNPF-Kritik

Auf jedem der beiden Plakate befindet sich ein QR-Code, der nach Ansicht von Wessel-Aas den Kontext liefert.

Auf dem Evanger-Plakat können Sie den QR-Code scannen, um dorthin zu gelangen Advokatbladet Artikel über der sogenannte “Hunger”-Fall wo die Polizei während der “Aktion Hunger” illegale polizeiliche Provokationen einsetzte. Mehrere der Angeklagten wurden von Drogendelikten freigesprochen. Evanger war einer der Staatsanwälte, die den Fall vor Gericht brachten.

Das Berufungsgericht war der Ansicht, dass man die Tatsache nicht außer Acht lassen könne, dass 20 Kilogramm MDMA niemals nach Norwegen eingeführt worden wären, wenn die verdeckten Ermittler der Polizei nicht in den Fall verwickelt gewesen wären. Die Polizei hatte nie die Absicht, die Kontrolle über die Drogen zu verlieren.

Auf dem Plakat von Bresil konnte man sich den Weg einscannen Das Rollenverständnis-Komiteeein Gremium muss den Rollenmix prüfen Der NNPF-Fall. Das Plakat gab auch an, dass er „GESUCHT“ sei, dass er wegen illegaler Waschmittelverwendung, illegaler Imkerei und Vortäuschung eines Polizeibeamten angeklagt worden sei.

Wessel-Aas glaubt, dass diese Websites auf den Plakaten Teil sind die Aussagen und stellt sie in einen Zusammenhang.

Daher verwundert es meinen Mandanten, dass die Behörden einen Gegner von Bresil und Evanger verfolgen, der sie und ihre komplexe und aus Sicht des Angeklagten gemischte Rolle in der Debatte offensichtlich satirisch kritisiert, sagt Wessel-Aas.

Fordert 50.000 Schadensersatz

Staatsanwalt Geir Evanger kündigt eine Schadensersatzforderung in Höhe von 50.000 NOK an.

Was mir Sorgen bereitet, sind die Anschuldigungen gegen mich und dass ich etwas damit zu tun haben sollte. Dann verstehe ich, dass es eine Art Ironie ist. Aber es gibt Grenzen, wie weit man gehen kann und was man für Dinge in Kauf nehmen muss, an denen man als Staatsanwalt beteiligt war, sagt Evanger.

Anschuldigungen in den Kommentaren sei er gewohnt, sagt der Staatsanwalt, fand die Plakate aber “äußerst unangenehm”..

Ich habe in den Kommentarfeldern alles Mögliche mitgemacht und lebe gut damit, aber dass die Plakate überall auftauchen und an alle verteilt werden ergibt ein Gesamtbild, das nicht gut ist. Es wäre anders gewesen, wenn er es mir direkt gesagt hätte. Dann dachte ich «Okay, das meinst du nicht».

NRK konnte am Freitag keinen Kommentar von Jan Erik Bresil erhalten.

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