Massenvergewaltigungen haben in Südafrika gewalttätige Proteste ausgelöst. Illegale Einwanderer werden von der lokalen Bevölkerung beschuldigt.

Acht Frauen wurden letzte Woche in Krugersdorp bei Johannesburg vergewaltigt. Dies hat dazu geführt, dass die lokale Bevölkerung hart gegen illegale Bergleute vorgegangen ist.

Nach einer Massenvergewaltigung in der vergangenen Woche kam es am Donnerstag außerhalb von Johannesburg in Südafrika zu großen Protesten. Hausbrände und Kämpfe haben die Gegend geprägt.

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Gewalttätige Proteste, verbarrikadierte Straßen und Hausbrände prägten am Donnerstag die Bergbaustadt Krugersdorp westlich von Johannesburg in Südafrika.

Es kommt, nachdem ein Filmteam letzte Woche von schwer bewaffneten Männern angegriffen wurde, als es ein Musikvideo in der Nähe einer stillgelegten Mine außerhalb der Stadt drehte. Die angegriffene Gruppe bestand aus 22 Personen.

Acht Frauen im Alter zwischen 19 und 35 Jahren sollen nach Angaben der Nachrichtenagentur Associated Press (AP) und der BBC bis zu mehrfach vergewaltigt worden sein.

Das Filmteam wurde am Donnerstag, den 28. Juli, in einer stillgelegten Mine außerhalb der Stadt Krugersdorp angegriffen. Acht Frauen wurden vergewaltigt.

Die Polizei ermittelt in insgesamt 32 Vergewaltigungsfällen.

Laut AP wurden im Zusammenhang mit dem Vorfall 80 Männer festgenommen. Sie erschienen am Montag vor Gericht. BBC Berichten zufolge wurden bis zu 130 Männer festgenommen.

Bisher wurde niemand wegen Vergewaltigung angeklagt. Die Polizei wartet auf DNA-Ergebnisse.

Gewalttätige Demonstrationen der lokalen Bevölkerung

Nach dem Vorfall sind in der Stadt große Proteste und Gewaltausbrüche aufgeflammt.

Einheimische haben auf Gartengeräte zurückgegriffen, um illegale Einwanderer aus ihren Häusern zu vertreiben. Ihre Häuser wurden in Brand gesteckt und mehrere Straßen verbarrikadiert.

Laut AP haben Anwohner auch, was sie als illegale Bergleute betrachten, nackt ausgezogen und sie dann ausgepeitscht und geschlagen.

Am Donnerstag gab es Vorfälle, in denen illegale Bergleute nackt ausgezogen und von Einheimischen geschlagen wurden, bevor sie der Polizei übergeben wurden.

Die Wut auf illegale Einwanderer und Bergleute ist nicht neu. Sie werden seit langem von der lokalen Bevölkerung als Ursache für die hohe Kriminalitätsrate in Johannesburg genannt.

Nachdem die Polizei mitteilte, dass es sich bei einigen der Festgenommenen um Ausländer handelte, verstärkte sich die bereits etablierte Angst vor Fremdenfeindlichkeit.

Nach der Massenvergewaltigung in der vergangenen Woche demonstrierten am Donnerstag mehrere Menschen in Krugersdorp. “Bin ich der Nächste?” sagt das Plakat, das diese Frau hält.

Die Polizei erntet Kritik

Auch die Anwohner haben die Polizei ins Rampenlicht gerückt. Viele glauben, dass die Polizei nicht genug tut, um die Kriminalität in der Region zu bekämpfen.

– Wir wollen Unterstützung von der Polizei, denn die illegalen Minenarbeiter terrorisieren uns. Wir können nachts nicht einfach durch die Nachbarschaft laufen, weil sie uns vergewaltigen wollen, sagte ein Protestteilnehmer am Donnerstag gegenüber AP.

Die Polizei hat versucht, die Gewalt mit Blendgranaten, die starkes, blendendes Licht erzeugen, und Schüssen mit Gummigeschossen zu unterdrücken, berichtet die BBC. In einigen Fällen kam auch die Polizei angegriffenen Bergleuten zu Hilfe.

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