Mexiko verhaftet sieben Verdächtige bei Massaker an Mormonen

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Mexiko-Stadt (AFP) – Nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft haben die mexikanischen Behörden im Zusammenhang mit dem Massaker von neun mormonischen Frauen und Kindern im Norden des Landes sieben Verdächtige festgenommen.

Ein lokaler Polizeichef, der im Verdacht stand, Verbindungen zur organisierten Kriminalität zu haben, wurde nach Angaben der lokalen Medien in Gewahrsam genommen.

Die Opfer – sechs von ihnen Kinder – hatten die doppelte US-mexikanische Staatsbürgerschaft und wurden auf einer Landstraße in einer gesetzlosen Region erschossen, die für Rasenkriege zwischen Drogenkartellen um lukrative Handelsrouten in die USA bekannt ist.

Die Ermittler glauben, dass das Kartell die Familien mit Mitgliedern einer rivalisierenden Bande verwechselt hat, aber einige Verwandte lehnen diese Theorie mit der Begründung ab, sie seien absichtlich angegriffen worden.

Die Staatsanwaltschaft teilte am Montag in einer Erklärung mit, dass drei Verdächtige am 26. Dezember wegen "wahrscheinlicher Verantwortung" für das organisierte Verbrechen festgenommen wurden. Die Anklage gegen die anderen vier, die zuvor verhaftet worden waren, wurde nicht präzisiert.

Die Ermordung am 4. November fand zwischen den Bundesstaaten Sonora und Chihuahua statt und verstärkte den Druck auf die Regierung von Präsident Andres Manuel Lopez Obrador, zu zeigen, dass sie gegen brutale Gewalt durch Drogenkartelle vorgeht.

Nach dem Massaker drohte US-Präsident Donald Trump mit der Ausweisung von Drogenkartellen als Terrorgruppen, was nach Ansicht vieler Mexikaner die Tür für eine weitere Einmischung der USA öffnete.

Lopez Obrador hat sich Anfang des Monats mit Angehörigen der Opfer getroffen, um über die Ermittlungen zu berichten.

Ein zweites Treffen zwischen der Familie und den mexikanischen Behörden wird in den kommenden Tagen erwartet.

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