Migrantenboot sinkt vor syrischer Küste, 34 Tote

Reuters

NOS-Nachrichten

34 Migranten wurden vor der Küste Syriens getötet, als das Boot, in dem sie unterwegs waren, vor der Küste des Hafens von Tartus sank. Al Jazeera sagte, 20 Menschen an Bord seien gerettet und ins Krankenhaus gebracht worden.

Das Schiff habe vor wenigen Tagen die nordlibanesische Stadt Minyeh verlassen, sagte der Generaldirektor der Häfen in Tartous der Nachrichtenagentur Reuters. Ihm zufolge kommen die Menschen an Bord aus verschiedenen Ländern.

Die Suche nach Überlebenden wurde laut Hafenmanager durch starke Winde und hohe Wellen behindert. Wie viele Menschen sich auf dem Boot befanden, ist unklar. Die Küstenwache sucht noch immer nach Überlebenden.

Der Libanon befindet sich in einer tiefen Wirtschaftskrise. Infolgedessen versuchen die Menschen, das Land zu verlassen. Im vergangenen Jahr waren es doppelt so viele wie im Vorjahr. Auch die Zahl der Flüchtlinge, die das Land auf dem Seeweg verlassen, ist in diesem Jahr gestiegen.

Neben Libanesen versuchen auch Syrer und Palästinenser, über das Wasser aus ihrem Lebensraum zu fliehen. Sie segeln oft nach Italien.

Töte öfter

Boote mit Migranten geraten regelmäßig in Schwierigkeiten. Nach Angaben der libanesischen Armee wurden gestern 55 Migranten von einem Schiff gerettet. Das Schiff hatte Motorprobleme und war abgedriftet.

Im April sank ein Migrantenboot nach einem Zusammenstoß mit dem Militär in der Nähe der libanesischen Stadt Tripolis. An Bord befanden sich etwa 80 libanesische, syrische und palästinensische Migranten. Vierzig von ihnen wurden gerettet und sieben Leichen geborgen. Die anderen dreißig Personen an Bord wurden nicht gefunden.

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