Mit dem verkaufsoffenen Sonntag ist der Verkauf in Antwerpen jetzt richtig angelaufen: „Schnell einen Bikini für die Feiertage ergattern“ (Antwerpen)

Wer vor der Tour nicht auf der Wiese von Rock Werchter oder vor dem Fernseher war, war vielleicht letztes Wochenende beim Shoppen, um von den ersten Sommerrabatten zu profitieren. Rechtzeitig meldeten sich die ersten Schnäppchenjäger, um auf der Meir einzusteigen. Noch nicht die große Menge, aber es war schon viel los. Das finden auch die Verkäuferinnen von Cotton Club. „Es war das ganze Wochenende über viel los und wir sind sehr zufrieden mit dem Umsatz, aber es ist noch keine wirkliche Überraschung“, sagen Lirie und Neda unisono.

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„Manchmal ist es im Laden etwas hektischer, aber so ist das eben im Verkauf.“ Laut Neda sind es vor allem Urlauber, die trotzdem ein Schnäppchen machen wollen. „Die Bikinis und Badeanzüge kommen sehr gut an. Diese Urlauber kommen schnell zum Einkaufen, bevor sie abreisen. Im Übrigen geht es allen Sommerklamotten gut. Das schöne Wetter hilft natürlich auch“, sagt die Verkäuferin.

Einkaufen als Ausflug

Laut der Neutralen Arbeitsgemeinschaft für Selbständige werden wir jetzt, da die Corona-Maßnahmen nicht mehr gelten, wieder mit der Familie oder der Familie einkaufen und es wieder zu einer echten Reise machen. So auch bei Jonathan (30), Yentl (33) und Matthieu (6) aus Lippelo. „Wir sind heute mit einem Freund hier. Er fährt bald nach Ibiza und brauchte ein paar Klamotten für diesen Urlaub. Wir wussten eigentlich nicht, dass der Verkauf bereits begonnen hatte. Wir sind hauptsächlich gekommen, weil in Antwerpen wieder verkaufsoffene Sonntage sind und um die Stadt wieder zu genießen“, sagt Yentl.

Jonathan (30), Matthieu (6) und Yentl (33) © Joris Herregods

Wie viele Passanten auf der Meir trägt die Familie hauptsächlich Taschen der Billigkette Primark. „Für die Rabatte muss man es dort eigentlich nicht machen. Ob etwas 2 Euro oder 2,30 Euro kostet, damit will ich nicht aufhören. Sale ist für mich nur im Winter wirklich wertvoll, wenn man eine teurere Jacke oder gute Schuhe braucht.“

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Einkaufen mit Kollegen

Diejenigen, die nicht unbedingt wegen des Verkaufs gekommen sind, sind die Kollegen Neil Pormento (37) und Roger Martinez (33), die bei Katoennatie arbeiten. Sie warten auf einer Couch auf ihre vier anderen Kollegen, die noch in einem Laden sind. „Wir dachten, es würde Spaß machen, mit den Männern von der Arbeit einkaufen zu gehen, aber wir wussten nicht, dass der Ausverkauf bereits begonnen hatte. Ich lebe erst seit ein paar Monaten in Belgien und habe Primark vor einem Monat entdeckt. Dort ist es so günstig, dass Rabatte eigentlich nicht nötig sind“, sagt Neil.

Collegas Neil Pormento (37) auf Roger Martinez (33).

Collegas Neil Pormento (37) auf Roger Martinez (33). © Joris Herregods

Einer ihrer Freunde kam gestern von den Philippinen nach Belgien. Auf der Meir bekommt er heute gleich eine Feuertaufe. „Auf den Philippinen gibt es nicht viele wirklich große Läden. Wer shoppen gehen möchte, kann dies nur in Einkaufszentren tun und nicht wirklich draußen. Auch das Verkaufskonzept ist dort nicht so beliebt. Wir finden, dass es Spaß macht, hier einzukaufen“, sagt Roger.

Nicht überall verkaufen

Es gibt auch immer mehr (insbesondere kleinere) Unternehmer, die sich bewusst gegen den Umsatz und den damit verbundenen Konsumschub entscheiden. Bei Jacob’s Conceptstore, wo vier lokale Unternehmer ihre Produkte gemeinsam verkaufen, gibt es keine Schnäppchen. „Wir sind alle kleine Unternehmen unter einem Dach und haben keine Überproduktion oder große Lagerbestände. Deshalb ist es für uns nicht interessant, unsere Produkte ganz billig zu verkaufen“, sagt Usra Ouzayou (24), die im Concept Store Duftkerzen verkauft.

Usra Ouzayou von Jacob's Concept Store.

Usra Ouzayou von Jacob’s Concept Store. © Joris Herregods

„Ich habe als Student bei Kruidvat gearbeitet. Der Verkauf dort war äußerst hektisch. So funktioniert es in großen Ketten. Sie müssen ihre Überbestände loswerden und das ist sehr beschäftigt. So gefällt es mir besser, in unserem Concept Store. Wir können die größere Passage auf der Meir durch den Verkauf nutzen, können unsere Produkte aber trotzdem zu korrekten Preisen verkaufen. Ideal.”

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