Nach all der Kritik an gelöschten ‘Champions’-Folgen: VRT passt Politik an und stellt die meisten Folgen wieder online | Fernseher

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Fernseher VRT passt seine Veröffentlichungspolitik als Reaktion auf die vielen Fragen an, die in diesem Sommer zur Absage mehrerer Folgen von „FC De Kampioenen“ gestellt wurden. Das gab der Sender heute bekannt. Die meisten Folgen werden erneut über ihren Streaming-Kanal VRT Max gezeigt, jedoch nicht im Fernsehen.

Nach der Entscheidung von VRT, die Ausstrahlung einiger Folgen von „FC De Kampioenen“ einzustellen, kam es unter den Flamen zu großen Kontroversen. Konkret ging es um 19 Episoden mit rassistischem und homophobem Inhalt, darunter „Kamer Te Huur“, in der Pascale von einem Schwarzen besucht wird. Es verspottet seine Herkunft. Auch eine Episode, in der Xavier sich als Zwarte Piet verkleidet (sein Gesicht schwarz anmalt), wurde getötet. Viele fanden es inakzeptabel, dass die Serie zensiert wurde, und starteten sogar eine Petition, um die Folgen wieder online zu bringen. Innerhalb kürzester Zeit gingen 50.000 Unterschriften ein.

„Wir sind aus heiterem Himmel gefallen“, sagte Schauspieler Carry Goossens. “Über uns wurde nie gesprochen.” „Was muss man noch löschen?“, fragte Schauspielerin Danni Heylen. „Das wurde alles in den 90ern gedreht. Man muss es auch in seinem Zeitgeist sehen. Es ist schön und gut, dass die Menschen sensibler auf unsere Mitmenschen reagieren, aber sollen wir deshalb die Folgen löschen? Wenn du das denkst, sollten wir auch Boma rausschmeißen, weil sie die Frauen demütigt. Und Xavier, weil er eine Parodie auf „Alle Soldaten sind müde“ ist. Sie müssen den Unterschied zwischen Fiktion und Realität erkennen.“

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Haftungsausschluss

VRT hat diese Kritik berücksichtigt und liefert nun eine Antwort. Von nun an werden Sendungen mit veralteten Bildern einen klaren Haftungsausschluss haben, um den Zuschauer darauf hinzuweisen, dass sie möglicherweise nicht mehr mit den Normen und Werten der heutigen flämischen Gesellschaft übereinstimmen. So kann der Zuschauer selbst entscheiden, was er sehen will oder nicht. „VRT erhöht damit die Nuance um Programme mit sozialer Sensibilität“, heißt es in einer Mitteilung des Senders.

Konkret sehen Zuschauer folgende Meldung

„Diese Sendung kann veraltete Stereotype oder Sprache enthalten. Es wird so angeboten, wie es damals hergestellt wurde, und entspricht möglicherweise nicht mehr den aktuellen Standards und Werten der flämischen Gesellschaft. Indem wir darauf hinweisen, wollen wir zu einer offenen Debatte und einer inklusiven Gesellschaft beitragen.“

Damit folgt VRT dem Beispiel anderer Streaming-Dienste wie Disney+ und BBC, die sich zuvor dafür entschieden haben, weiterhin kontroverse Inhalte mit konkreten Warnungen anzubieten.

Die Meister © VRT

Änderung der Politik

„Im Jahr 2008 beschloss der VRT, eine Programmcharta zu erstellen, die sich mit der Qualität, Zuverlässigkeit, Unparteilichkeit und den ethischen Standards seiner Angebote befasst“, heißt es in der Erklärung. „Seitdem wendet der Program Charter Council, der aus einer Gruppe erfahrener Mitarbeiter besteht, diese Richtlinie an. Der Rat berät hauptsächlich zu einer Vielzahl von Themen. Der Rat, einen Publikationsstopp einzuleiten, ist sehr selten die Folge.“

Bis heute konnte ein Publikationsstopp aus folgenden Gründen beschlossen werden:

1. Es gibt sachliche, zB vertragliche Gründe, warum VRT kein Material mehr ausstrahlen darf.

2. Eine für das Programm wichtige Person wurde wegen schwerer Straftaten verurteilt (denken Sie an verurteilte Pädophile). Dies steht im Einklang mit der Politik der anderen flämischen Mediengruppen.

3. Sprachgebrauch, Situationen und Handlungen in älteren Angeboten entsprechen heute nicht mehr den Normen und Werten der flämischen Gesellschaft.

„Für Kategorie 1 und 2 werden weiterhin Veröffentlichungsstopps verwendet“, tönt es. „Bei Sendungen, bei denen Sprache, Situationen und Handlungen im älteren Angebot nicht mehr den heutigen Maßstäben und Werten entsprechen, wird der Sender künftig einen Disclaimer statt eines Veröffentlichungsstopps setzen. VRT wird daher weiterhin davor warnen, dass die Inhalte nicht dem Zeitgeist entsprechen, die betreffenden Sendungen aber nicht mehr vollständig aus dem Angebot nehmen. Der öffentlich-rechtliche Sender findet diese Politik besser geeignet für seine Rolle, ohne selbst entscheiden zu müssen, was jeder Flame sehen darf oder nicht.“

Nicht im Fernsehen, sondern online

„Ein Programm, das vom heutigen Standardrahmen abweicht, wird – nach Beratung durch den Program Charter Council – nicht mehr aktiv beworben und nicht in den linearen Sendeplan aufgenommen“, so VRT. „Es kann immer noch über die Suchfunktion von VRT MAX gefunden werden. Mit diesem veränderten Ansatz steht VRT für seine Standards und Werte als öffentlich-rechtlicher Sender. Dabei erfüllt sie auch die Anforderungen des Bewirtschaftungsvertrages. Die geänderte Richtlinie wurde mit dem Vorstand besprochen, der den Änderungen einstimmig zustimmte.“

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