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Akute Lawinengefahr: Raiten im Traunsteiner Kreis geräumt – BR24

Evakuierung im Bezirk Traunstein: Aufgrund der akuten Lawinengefahr haben die Bewohner des Raitener Stadtteils Schlechinger ihre Häuser verlassen. Dies teilte das Polizeipräsidium Oberbayern Süd mit. Etwa 100 Menschen waren in Notunterkünften untergebracht. In einigen Fällen wurden die betroffenen Bewohner von Familienmitgliedern, Freunden und Bekannten untergebracht. Für alle anderen organisieren Landratsamt und Gemeinde eine Notunterkunft. Die Räumung ist nun beendet, wie das Bezirksamt Traunstein am Mittwochabend mitteilte.

Es sei "eine sehr schwierige Situation", sagte der Bezirksverwalter Siegfried Walch in einer Videobotschaft auf Facebook und YouTube. "Ich verstehe, wenn die Leute nicht aus ihren Häusern gehen wollen." Man hatte den Schritt aber sorgfältig überlegt. Er war notwendig, "weil der Bezirk von einer Staublawine getroffen werden kann". Sicherheit hat oberste Priorität.

Ein Hubschrauber mit Mitgliedern der Lawinenkommission hatte beim Überfliegen der Chiemgauer Alpen auf der Hochplatte tiefe Risse in einem Schneehang entdeckt. Die Experten sahen den Bezirk bedroht und gaben eine Empfehlung für die Evakuierung der Häuser.

100 Bürger nach Unterwössen gebracht

In Raiten sind 250 Personen mit Hauptwohnsitz registriert. 100 wurden von den Streitkräften gefunden und nach Unterwössen gebracht. Sie werden dort gepflegt. Auch die Verbindungsstraße zwischen Unterwössen und Raiten war gesperrt.

Auf der Piste oberhalb von Raiten, die mit dem vielen Schnee zu verrutschen droht, war 2009 bereits eine Lawine. Zu dieser Zeit war der gesamte Wald außer einigen Bäumen abgerissen. Daher fehlt eine natürliche Lawinenbarriere. In Raiten seien die Wasserversorgung und die Wohnsiedlung gefährdet, sagte Bürgermeister Sepp Loferer. Er betonte, dass die Bürger die angeordnete Vertreibung verstanden und vernünftig darauf reagiert hatten.

Hohe Lawinengefahr in Bayern

Obwohl sich das Wetter in Südbayern nach dem heftigen Schneefall der letzten Tage entspannt hat, ist die Lawinengefahr aufgrund der Tauwetter immer noch hoch. Dem Lawinenwarndienst zufolge ist er in den bayerischen Alpen (Stufe 3 von 5) hoch, in den Hochlagen (Stufe 4 von 5).

In den Bezirken Miesbach, Berchtesgadener Land und Traunstein gilt weiterhin die Katastrophe. Es wurde am Dienstag in den Landkreisen Bad Tölz-Wolfratshausen und Garmisch-Partenkirchen aufgehoben.

Viele Straßen und Bahnen wieder frei

Tausende Helfer waren in Südbayern tagelang im Schnee unterwegs. Und auf den Dächern ist noch Schaufeln, um die Schneelast loszuwerden. 1.300 Hilfskräfte kämpfen im Landkreis Traunstein weiterhin gegen die Schneemassen.

Die Eisenbahnen und die verschiedenen Verkehrsunternehmen in Südbayern setzen heute und morgen die am meisten gesperrten Strecken wieder in Betrieb. Die Situation entspannt sich auch auf der Straße. Der Fernpass zwischen Deutschland und Österreich ist wieder offen. Zahlreiche Bundesstraßen in Bayern sind noch gesperrt. Informationen zum aktuellen Status der Blockaden finden Sie hier.

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