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"Freitags für die Zukunft": Berliner Bischof vergleicht Greta Thunberg mit Jesus – demonstriert am Karfreitag in Rom

Die studentischen Aktivisten von "Freitags für die Zukunft" stellen Forderungen an die Politik. Der Berliner Bischof Koch vergleicht Greta Thunberg mit Jesus.

  • Seit Monaten demonstrieren Studenten jeden Freitag für den Klimaschutz.
  • Die weltweite Demonstrationswelle begann mit der 16-jährigen Schwede Greta Thunberg.
  • Die Studierenden fordern die Einhaltung der Ziele des Pariser Klimaabkommens.
  • Die Politiker sind sich nicht einig darüber, wie sie mit den Jugendlichen umgehen, die die Schule wegen der Proteste ertränken.

Update vom 15. April 2019, 19.50 Uhr: Die schwedische Umweltaktivistin Greta Thunberg diskutiert am Dienstag im Europäischen Parlament mit den Abgeordneten über Klimaschutz. Nach Angaben eines Sprechers wird der 16-jährige auf Einladung des Parlamentspräsidenten Antonio Tajani und mehrerer Fraktionsvorsitzender (ab 14.00 Uhr) an einer Sitzung des Umweltausschusses teilnehmen.

Der Student hatte letzten Sommer mit Demonstrationen zum Klimaschutz vor dem schwedischen Parlament auf sich aufmerksam gemacht. Freitags ließ sie die Schule regelmäßig aus. Inzwischen steht sie an der Spitze einer breiten Bewegung Freitags für die Zukunft. Die Aktionen der Jugendlichen sind politisch bedeutsam, werden aber auch kontrovers diskutiert. Sie sind besonders umstritten, weil sie während der Schulzeit stattfinden.

Künstler zeigen Solidarität mit "Freitags für die Zukunft"

17.55 Die Bewegung "Freitags für die Zukunft" wird noch mehr unterstützt: Auch Künstler und Kulturschaffende solidarisieren sich mit den Studentendemos für mehr Klimaschutz. "Wir verfolgen die Proteste der Freitagsbewegungen für die Zukunftsbewegung mit Respekt und Dankbarkeit", heißt es in einer Erklärung vom Montag, in der die Schauspielerin Nora Tschirner, die Sängerin Max Mutzke, der Songwriter Konstantin Wecker und der Filmemacher Michael "Bully" Herbig genannt werden erster Unterzeichner

Zahlreiche Wissenschaftler hatten sich bereits hinter die Studenten gestellt, die seit Monaten freitags zum Klimaschutz auf die Straße gehen. Die schwedische Studentin Greta Thunberg hatte die Bewegung mit ihren "Klimastreiks" ins Leben gerufen, jetzt hat sie Nachahmer auf der ganzen Welt.

Der Bischof von Berlin vergleicht Greta Thunberg mit Jesus – demonstriert am Karfreitag in Rom

Update vom 14. April 2019, 14:19 Uhr: Die schwedische Umweltaktivistin Greta Thunberg will am kommenden Freitag in Rom einen Schulstreik besuchen. "Ich weiß, dass dies ein Feiertag ist, aber weil die Klimakrise nicht in den Urlaub geht, werden wir das nicht tun", schrieb der 16-Jährige am Sonntag auf Twitter. Sie war im Zug zum Europäischen Parlament, zum italienischen Senat, zum Vatikan und zum Repräsentantenhaus, sie schrieb ein Foto, das sie auf einer schwedischen Plattform zeigte.

Neues vom 13. April: Berliner Bischof vergleicht Greta Thunberg mit Jesus Christus

15:50 Thüringens CDU-Chef Mike Mohring hat die Junge Union aufgefordert, sich der Klimaschutzbewegung "Freitags für die Zukunft" zu nähern, die vor allem von jungen Menschen unterstützt wird. Er riet dem neuen JU-Chef Tilman Kuban, "die Sorgen und Sorgen junger Menschen mit offenen Herzen anzusprechen, Ideen zu entwickeln und gemeinsam zu diskutieren", sagte Mohring, der Ende Oktober der führende Kandidat für die Landtagswahlen ist der Berliner Tagesspiegel (Sonntag). "Der größte politische Jugendverband in Deutschland und die größte Jugendbewegung könnten gemeinsam wirklich etwas bewirken."

Auf die Frage, ob dies angesichts des JU-Kurses nicht unrealistisch sei, sagte Mohring: "Ich teile diese Einschätzung nicht und kann mit solchen Etiketten nichts anfangen."

Der Berliner Bischof vergleicht Greta Thunberg mit Jesus

12:30 Uhr Der Berliner Bischof Heiner Koch vergleicht Greta Thunberg mit Jesus Christus. Der Aktivist ist ein Idol. "Die Freitagsdemos erinnern mich ein wenig an die biblische Szene des Eintritts Jesu in Jerusalem", sagte Koch RBB-Radio.

Die Karwoche wird bald beginnen. Am Karfreitag erinnern sich die Christen an den Tod Jesu am Kreuz. Er will Gerta nicht zu einem weiblichen Messias machen, sondern: "Ich möchte daran erinnern, dass unsere Gesellschaft und auch unsere Kirche von Zeit zu Zeit echte Propheten brauchen, die auf Missstände und Abweichungen hinweisen und Lösungen vorschlagen."

Neues vom 12. April: "Freitags für die Zukunft" und bayerische Politiker vereinbaren die Gründung einer Körperschaft

16:50: Die Bewegung "Freitags für die Zukunft" und die bayerischen Politiker haben vereinbart, ein Gremium für weitere Klimaschutzmaßnahmen einzurichten. Dies soll im Sommer genutzt werden, sagten Aktivisten der Bewegung nach einem Runden Tisch mit Vertretern aller Fraktionen des Parlaments am Freitag in München. Welche Kompetenzen das Komitee hat und wie es zusammengesetzt wird, ist noch unklar, sagten die Studenten. Am 9. Mai findet das nächste Treffen der "Freitags für die Zukunft" Aktivisten und Politiker aller Fraktionen im Bayerischen Landtag statt.

Wieder bundesweit Proteste "Freitags für die Zukunft"

15.04 Uhr Bundesweit haben Tausende Studenten am Freitag erneut für mehr Klimaschutz protestiert. Laut einer Sprecherin der "Freitags für Zukunft" -Bewegung gingen junge Menschen an rund 90 Orten in Deutschland auf die Straße. In Berlin waren es angeblich um 1500, in Hamburg zählte die Polizei rund 2.000 Demonstranten, was vor allem bessere Bedingungen für Radfahrer forderte. In Bayern tauschten sich Mitglieder der Klimaschutzbewegung mit Politikern aus. In Mecklenburg-Vorpommern waren die Proteste das erste Thema im Landtag. Hessens Bildungsminister Alexander Lorz (CDU) stellte an einem Gymnasium in Darmstadt Fragen an junge Menschen.

"Freitags für die Zukunft": Diese Forderungen zwingen die Studenten zu Merkel und Co.

Vertreter der Klimaschutzbewegung "Freitags für die Zukunft" haben sich erstmals mit einem konkreten Forderungskatalog an die deutsche Politik gewandt: Bis zum Jahresende müssten die Subventionen für fossile Brennstoffe auslaufen, ein Viertel der Kohlekraft Die Stationen müssten stillgelegt werden, und die Emission des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) muss durch Steuern stark erhöht werden.

Auf einer Pressekonferenz in Berlin forderten Vertreter von "Freitags für die Zukunft" die Politik auf, konkrete politische Maßnahmen zur Umsetzung dieser Ziele zu ergreifen. "Solange das nicht der Fall ist, können wir nicht aufhören zu streiken", sagte Klimaaktivist Sebastian Grieme von "Freitags für die Zukunft".

Wie die Forderungen in die Praxis umgesetzt werden sollten, sagten die Aktivisten nicht. Dies ist eine Aufgabe von Politik und Wissenschaft. Nach Angaben der Aktivisten wurde der Forderungskatalog in landesweiten Arbeitsgruppen in Absprache mit Wissenschaftlern erarbeitet. Ziel ist es, die Politik mit dem wachsenden Einfluss der Bewegung in die Tat umzusetzen.

"Wir haben sozialen und politischen Einfluss", sagte Aktivist Linus Steinmetz. "Unsere Bewegung hat für uns eine unvorstellbare Größe erreicht." Ziel ist es, die Politik "auf höchster Ebene" zu beeinflussen.

Winfried Kretschmann über "Freitags für die Zukunft": "Kann nicht ewig so weitergehen"

Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) sieht die Studentenproteste für mehr Klimaschutz während der Unterrichtszeit kritisch. Zwar sei der moralische Appell berechtigt gewesen und es gehe wirklich um die Zukunft der Studenten, sagte Kretschmann am Dienstag in Stuttgart. Um einmal die Schule zu überspringen, fallen Sie zuerst unter zivilen Ungehorsam. "Nur: Ziviler Ungehorsam ist ein symbolischer Akt. Das kann kein langfristiges Ereignis sein." Die Proteste würden früher oder später ein Ende haben und könnten "nicht für immer weitergehen".

Wenn Sie gegen Regeln verstoßen, müssen Sie mit Sanktionen rechnen. "Wenn Sie sanktioniert werden, können Sie nicht stöhnen." Irgendwann wird es Sanktionen geben. "Sonst wählt am Ende jeder sein Thema, dass er dann irgendwie moralisch aufgeladen wird – und das geht nicht."

In Deutschland versammeln sich jeden Freitag Studenten in zahlreichen Städten unter dem Motto "Freitags für die Zukunft", um gegen den Mangel an Maßnahmen gegen den Klimawandel zu protestieren. Die Demonstrationen sind nicht unumstritten, da sie während der Schulzeit stattfinden. Kretschmann hatte sich letzte Woche mit Vertretern der Bewegung "Freitags für die Zukunft" getroffen.

Laut Greta Thunbergs Aussage von Anne Will: Atomkraft für Baerbock "keine Option"

Update vom 1. April 2019: Nach einem Fernsehauftritt der schwedischen Umweltaktivistin Greta Thunberg hat sich die grüne Parteichefin Annalena Baerbock gegen die Kernenergie als Beitrag zum Klimaschutz entschieden. "Klimaschutz bedeutet für uns einen Austritt aus fossiler Energie und dazu gehört auch die Atomkraft", sagte Baerbock am Montag in Berlin. Diese Form der Energieerzeugung ist daher keine Option zur Erreichung der Klimaziele.

Thunberg hatte am Sonntagabend im ARD-Talkshow "Anne Will" bezog sich auf einen Bericht des IPCC, der sich auch mit der Atomenergie befasst. "Atomkraft ist nicht die Zukunft, weil sie nicht erneuerbar ist", sagte Thunberg. Laut IPCC könnte es sich jedoch "um einen kleinen Teil der sehr großen, fossilfreien Lösung" handeln. Sie selbst ist noch immer keine Freundin der Atomenergie.

Baerbock an "Freitags für die Zukunft": Gewerkschafter streiken am Wochenende nicht

Güstrow – Die grüne Bundespräsidentin Annalena Baerbock hat die Bundesregierung aufgefordert, der Studentenbewegung "Freitags für die Zukunft" mehr Klimaschutz zu signalisieren, dass ihre Anliegen ernst genommen werden. "Statt die Worte zu verstehen und vielleicht die stille Hoffnung, dass dies irgendwann einmal passieren wird, muss die Bundesregierung ein Klimaschutzgesetz auf den Weg bringen und keinen Stuhlkreis mit den Ministern organisieren", sagte Baerbock Deutsche Presseagentur"Ich kann die Ungeduld der Studenten und das mangelnde Verständnis verstehen, dass im Klimaschutz nichts passiert, obwohl wir alle Antworten kennen."

Lesen Sie auf merkur.de *: Freie Wähler und CSU widersprechen dem Umgang mit Studentendemos – 40 Verweise auf eine Schule

Gewerkschafter streiken am Wochenende nicht

In Bezug auf die Pflichtschulbildung in Bund und Ländern sagte Baerbock, dass Gewerkschafter auch am Wochenende nicht streiken. "Die Schulpflicht ist ohne Zweifel. Aber es ist auch die Aufgabe der Schule, die Jugendlichen einzubeziehen, kritisch zu sein und die Politik in Frage zu stellen. Es ist absurd, den Schülern die Schuld an ihnen zu geben." gute Regelungen in diesem Spannungsfeld. Unterricht kann gemacht werden oder die Streiks könnten in Projekte verwandelt werden.

Auch interessant auf merkur.de *: Von der Greta zur "Atom-Greta" – Die unbequeme Wahrheit einer jungen Aktivisten-Ikone

Nach sieben Jahren in der ecuadorianischen Botschaft wurde Wikileaks-Gründer Julian Assange verhaftet. Wenn er an die USA ausgeliefert wird, droht ihm möglicherweise die Todesstrafe. Seine Gesundheit ist schlecht.

dpa / AFP

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