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Mordfall Peggy Knobloch: Warum der Täter nach 17 Jahren nicht bereit ist – Aus aller Welt

Mordfall Peggy Knobloch: Warum der Täter nach 17 Jahren nicht bereit ist – Aus aller Welt

Was ist mit Peggy passiert?

Die neunjährige Peggy Knobloch verschwindet am 7. Mai 2001 mittags auf dem Heimweg in Lichtenberg.

Die Untersuchungen der Sonderkommission "Peggy" laufen in verschiedene Richtungen. Aber es dauert mehr als ein Jahr, bis einer der Verdächtigen – der geistig behinderte 24-jährige Ulvi K. – im Oktober 2002 zugibt, Peggy ermordet zu haben. Zuvor hatte er gestanden, Peggy mehrmals getötet zu haben, aber er wurde jedes Mal widerrufen.

Der Mordprozess dauert bis April 2004, als K. in einer psychiatrischen Anstalt zu lebenslanger Haft verurteilt wird.

Der Fall wird im April 2014 aufgrund einiger Unstimmigkeiten wieder aufgenommen – und endet mit einem Freispruch für K. – zehn Jahre nach seiner Verurteilung.

Am 2. Juli 2016 findet eine Pilzsammlerin Teile eines Peggy-Skeletts in einem Wald 20 Kilometer von Lichtenberg entfernt. Bei den Ermittlungen wurde die DNA des mutmaßlichen NSU-Terroristen Uwe Böhnhardt gefunden. Eine Untersuchung des Mordes an Peggy schloss die Ermittler jedoch nach mehreren Tests aus.

Bei einem "großangelegten Einsatz" der Polizei in Marktleuthen und Lichtenberg, dem Ort des Verschwindens, wurden am Mittwochabend mehrere Personen verhört. Einschließlich Manuel S., der zum Zeitpunkt des Verbrechens mit Ulvi K. befreundet gewesen sein soll. K. hatte ihm mehrmals widersprüchliche Aussagen an die Polizei vorgeworfen, Peggy tötete oder vergrub ihren Körper. Die Polizei sollte ihn für einige Zeit in Sichtweite haben.

Wer sollte der Schuldige sein?

Ulvi K. ist zum Zeitpunkt des Verbrechens im Jahr 2001 23 Jahre alt, geistig behindert seit seinem dritten Lebensjahr nach einer Meningitis und der Nachbar der Familie Knobloch. Peggy's Mutter, Susanne, beschuldigt ihn, unmittelbar nach dem Verschwinden des Kindes etwas damit zu tun zu haben. Etwa ein Jahr später reichte er das Mordbekenntnis ein, das bis zu seinem Freispruch wiederholt in Frage gestellt wurde.

Manuel S. soll damals mit K. befreundet gewesen sein. Er war wahrscheinlich derjenige, den K. der Polizei beschuldigte. Die Ermittler sollen der Zeit des Verbrechens auch 24 Jahre alt gewesen sein, seit einiger Zeit im Visier.

Nach FOCUS-Online-Informationen wurde S. am Mittwochabend für mehrere Stunden befragt. Sein Alibi für die Zeit der Tat war jedoch schwammig.

Die Polizei verdächtigte im Zuge ihrer Ermittlungen mehrere Personen. Dazu gehörten Peggy Mutter Susanne und ihr damaliger Lebenspartner.

Darüber hinaus wurden im Zuge des Freispruchs für Ulvi K. weitere Personen aus Peggys Umgebung verdächtigt, jedoch kein Verdacht erhärtet.

Warum wurde der Täter noch nicht gefasst?

Der Fall "Peggy" beschäftigt die Ermittler bisher 17 Jahre. Entgegengesetzte Geständnisse, keine Spur, kaum Beweise und vor allem keine Leiche. Es dauerte 15 Jahre bis der Körper von Peggy gefunden wurde, Beweise fanden die Ermittler am Skelett kaum. Durch die Konzentration auf Ulvi K. und sein widerrufenes Geständnis vergingen insgesamt 13 Jahre, bevor die Behörden den Fall wieder eröffneten. Es gab eine Vielzahl von Verdächtigen, aber niemand fand die Ermittler beleidigende Beweise.

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