Aktualisiert am 12. Januar 2019, 16:15 Uhr

Horst Seehofer ist seit etwa einer Woche Parteichef der CSU. Kurz bevor von ihm erwartet wird, dass er die Position an Markus Söder übergeben wird, zieht er Bilanz in einem Interview und nennt seinen größten Fehler.

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Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) bezeichnete es als seinen größten politischen Fehler, nach seiner Wahl als Premierminister 2013 gesagt zu haben, er wolle bei den nächsten Wahlen nicht mehr für sein Amt kandidieren.

Die "Welt am Sonntag" sagte der 69-Jährige kurz vor seinem Rückzug als Parteivorsitzender der CSU auf der Special Party Conference am 19. Januar, seine damalige Ankündigung habe zu ununterbrochenen Mitarbeitergesprächen geführt. "Das hat die Inhaltsarbeit gelähmt."

Er habe den Personaltransfer anders machen wollen und sei besser informiert, sagte Seehofer. "Als Politiker können Sie nicht ankündigen, dass Sie aufhören wollen."

Seehofer und die CSU: Es ist Liebe

In Bezug auf den angekündigten Rückzug der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte der 69-Jährige, dass die Diskussion über persönliche Fragen in der CDU zwar ordentlich verläuft, jedoch völlig überflüssig ist.

Seine Beziehung zu der CSU Seehofer, die die Partei zehn Jahre lang leitete, beschrieb sie als unqualifizierte Liebe. Diese Beziehung wird von der Verantwortung für die Gemeinschaft bestimmt. "Wie ein Familienoberhaupt."

Als er das Büro übernahm, war die Party am Boden gewesen und er war "aus Berlin als Retter in Not" gebracht worden. Es brauchte "eine Art politisches Helfer-Syndrom, um diese Herkulesaufgabe zu erledigen". (Jwo / dpa)




Nach dem Ermittlungserfolg bei Datendiebstahl von Politikern und Prominenten wendet sich Horst Seehofer an die Öffentlichkeit. Bei einer Pressekonferenz kennt der Innenminister Vorwürfe der Untätigkeit. Gleichzeitig kündigt er an, ein neues IT-Sicherheitsgesetz vorzulegen.

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