Nationalmannschaft: Wiederaufnahme mit alten Mächten

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Beide sind an ihre Arbeit gebunden und betrachten das Turnierdebakel als einen Industrieunfall, der ohne radikale Maßnahmen behoben werden kann – von ihnen.

"Wir hatten beide das Gefühl, dass wir auch nach 14 Jahren die große Motivation und die Energie haben, das, was wir in Russland vermasselt haben, auf gute Füße zu stellen und dieses Schiff mit aller Kraft wieder auf Kurs zu bringen", sagte der Der 58-jährige Löw konnte am 63. Tag nach dem Sturz der Vorrunde den Titelverteidiger bei der gemeinsamen XXL-Pressekonferenz mit seinem Begleiter und Vertrauten Bierhoff (50) in der Münchner Arena ausschalten.

Die hart umkämpfte Erfolgsverbindung Löw / Bierhoff ist wieder voneinander abhängig. Als Hauptverantwortlicher für das sportliche Elend in Russland (Löw) und den miesen Auftritt der Nationalmannschaft (Bierhoff) abseits des Platzes braucht sich das Duo erneut in einer schwierigen Situation. Sollte einer bei einem fehlgeschlagenen Neustart fallen, könnte er den anderen mitnehmen.

Löw ist besonders wichtig, weil Fußball ein Ergebnissport ist, Siege und Niederlagen die Gesamtsituation bestimmen: Der Cheftrainer muss in nur einer Woche eine Trendwende bei den internationalen Spielen gegen die Weltmeister Frankreich und Peru einleiten.

"Wir müssen ein klares Signal setzen", sagte Löw. DFB-Chef Bierhoff muss die verlorene Nähe zu den Fans aufheben. "Ich bin für das äußere Erscheinungsbild der Mannschaft verantwortlich", sagte er deutlich.

Löw und Bierhoff haben in der Vergangenheit auch Krisen gemeistert. Vor der WM 2010 wurde der Manager wegen übertriebener Forderungen nach der Vertragsverlängerung des DFB mit dem Sportmanagement angeklagt, die zunächst geplatzt war. Zu dieser Zeit stand Löw Bierhoff bei. Und nach dem dritten Platz mit einer jungen, frischen Mannschaft in Südafrika erweiterte der DFB nicht nur mit Löw und Bierhoff.

Von da an konnten beide ihre Machtpositionen im Verband immer weiter ausbauen, die Nationalmannschaft nach ihrem Geschmack ausrichten. Schon jetzt sagte Bierhoff: "Es wäre völlig falsch, alles zu werfen, worauf wir sehr stolz sind und was seit 14 Jahren funktioniert hat."

In ihrer Münchner WM-Analyse wurde eines deutlich: Beide planen auf ihre Weise eine Kurskorrektur. Löw hält eine Anpassung des Spielstils für ausreichend. Der personelle Wandel ist dementsprechend minimal, die alten Kameraden von Boateng über Hummels nach Kroos bilden weiterhin den Rahmen.

"Mats, Jérôme und Toni sind Spieler, die dies auf internationaler Ebene bewiesen haben", sagte Löw: "Ich bin absolut von unserer Klasse und unserer Qualität überzeugt."

In Russland vermisste er die Begeisterung und das Feuer in der Mannschaft. "Es war keine Einzelperson, insgesamt haben wir nicht geliefert", sagte der Nationaltrainer. Er bleibt seiner Philosophie treu: „Wir dürfen die Vision unseres Spiels niemals aufgeben. Eine Mannschaft, die ich trainiere, wird nicht nur defensiv spielen. "

Die Talente Kai Havertz (19 / Bayer Leverkusen), Thilo Kehrer (21 / Paris) und Nico Schulz (25 / Hoffenheim) dürften erstmals als neue Gesichter ausreichen. Am Montag treffen sich 17 russische Fahrer in München. Von den Weltmeistern 2014 wurde Löws Mittelfeldspieler Sami Khedira (31) nicht mehr berufen.

Der frühere Weltklassestürmer Bierhoff dokumentierte beim Auftritt in München, dass Defensive nicht sein Ding ist. Er fühlt sich in der Verteidigung nicht wohl. Deshalb will er „als Manager weiterkommen, die Ärmel hochkrempeln und anpacken“.

Der Europameister von 1996 war bereits Fußballer: "Wer meine Karriere kennt, weiß, dass Kritik bei mir nicht funktioniert hat, sondern mich immer angespornt hat." Löw bleibt Löw, Bierhoff bleibt Bierhoff.

Der Manager wird das aufgeblähte Personal abnehmen. Der Kunstbegriff „das Team“ wird auf die Probe gestellt. Der Kern seiner Arbeit ist die Entfremdung zwischen Fans und Team. Die Unterstützung der Fans sei "selbstverständlich", räumte Bierhoff ein.

Als Sofortmaßnahme kündigte er zwei öffentliche Trainingseinheiten an, jedoch nicht zum Neustart, sondern jeweils eine im Oktober in Berlin und eine im November in Leipzig. "Aus Fehlern lernen" lautet die Devise von Bierhoff. Der Beweis muss auf dem Weg zur EM 2020 in alltäglichen Länderspielen gelingen. Nur so wird der neue Pakt der alten Gefährten Löw und Bierhoff funktionieren.

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