Neue Analyse unterstreicht die globale Prävalenz von HIV unter Transgender-Personen

| |

Eine neue Analyse hebt die Prävalenz von HIV unter Transgender-Personen weltweit hervor und zeigt die Notwendigkeit weiterer Präventionsbemühungen für diese Bevölkerungsgruppe. Sarah Stutterheim und Kollegen der Universität Maastricht in den Niederlanden stellen diese Ergebnisse am 1. Dezember 2021 in der Open-Access-Zeitschrift PLOS ONE vor.

Transgender-Personen haben ein erhöhtes Risiko einer HIV-Infektion. Die Faktoren, die dieser Epidemie zugrunde liegen, sind zahlreich, komplex und dynamisch, und in den letzten Jahren wurden die Maßnahmen zur HIV-Prävention aktualisiert. Daher ist es ratsam, das Wissen über HIV bei Transgender-Personen zu aktualisieren, um weitere Präventionsbemühungen zu unterstützen.

Jetzt haben Stutterheim und Kollegen eine Metaanalyse aller 98 von Experten begutachteten Publikationen zur HIV-Prävalenz bei Transgender-Personen durchgeführt, die zwischen Januar 2000 und Januar 2019 erschienen sind. Sie wendeten eine statistische Methode namens Random-Effects-Modelling an, um neue Erkenntnisse aus der dieser Forschungsgruppe insgesamt. Die zusammengestellten Daten stellen den größten jemals in Betracht gezogenen Datenpool zu diesem Thema dar.

Die Forscher fanden heraus, dass während des Studienzeitraums 19,9 Prozent (mit einem Konfidenzintervall von 14,7 bis 25,1 Prozent) der trans-weiblichen Personen HIV-positiv waren, ebenso wie 2,56 Prozent (Konfidenzintervall 0,0 bis 5,9 Prozent) der trans-männlichen Personen. Verglichen mit anderen Personen im Alter von 15 Jahren und älter war die Wahrscheinlichkeit für eine HIV-Infektion bei trans-weiblichen Personen (51,4 bis 84,4) 66-mal höher und bei trans-männlichen Personen 6,8-mal höher (3,6 bis 13,1).

Die Autoren weisen darauf hin, dass ihre Ergebnisse der Annahme widersprechen, dass trans-männliche Personen kein HIV-Risiko haben. Unterdessen stellten sie fest, dass die Prävalenz in verschiedenen geografischen Regionen unterschiedlich war, wobei Afrika und Lateinamerika stärker betroffen zu sein scheinen.

Insgesamt bestätigen diese Ergebnisse, dass Transgender-Personen einer unverhältnismäßig hohen HIV-Belastung ausgesetzt sind. Die Forscher fordern verstärkte Anstrengungen, um den einzigartigen HIV-Präventions- und Pflegebedarf dieser Bevölkerungsgruppe zu decken.

Für die weitere Überwachung sind zusätzliche Daten und Forschung erforderlich, insbesondere um festzustellen, wie die Prävalenz durch Präexpositionsprophylaxe (PrEP) beeinflusst wird – Medikamente, die eine HIV-Infektion verhindern. Solche Forschungen werden besonders wichtig sein, wenn man bedenkt, dass die neue Studie nur Daten bis 2019 umfasste und die PrEP-Behandlung seitdem ausgeweitet wurde.

Die Autoren fügen hinzu: “Transweibliche und transmaskuline Personen sind überproportional durch HIV belastet, und ihre besonderen Präventions- und Pflegebedürfnisse sollten berücksichtigt werden.”

Quelle:

Zeitschriftenhinweis:

Stutterheim, SE, et al. (2021)Die weltweite Belastung durch HIV bei Transgender-Personen: Eine aktualisierte systematische Überprüfung und Metaanalyse. Plus eins. doi.org/10.1371/journal.pone.0260063.

.

Previous

WTA setzt Turniere in China wegen Behandlung von Peng Shuai . aus

Die USA verschieben die Abschaffung der Zölle auf britischen Stahl aufgrund von Bedenken hinsichtlich des Nordirland-Protokolls

Next

Leave a Comment

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.