Neue Empfehlung: freie Fahrt innerhalb der EU mit gültigem QR-Code ab 1. Februar | Im Ausland

| |

Am Dienstag verabschiedeten die Minister für europäische Angelegenheiten in Brüssel eine neue „Empfehlung“, um das Reisen innerhalb der EU zu erleichtern. Wer einen gültigen QR-Code besitzt, soll ab kommenden Dienstag nicht mehr den „zusätzlichen Beschränkungen der Freizügigkeit“ unterliegen.

Auf der gleichen Linie

Die neue Empfehlung kommt jetzt, da die Durchimpfungsrate in Europa zugenommen hat und die Ausbreitung der omicron-Variante nicht mehr zu bändigen ist.

Mehrere EU-Länder haben inzwischen zusätzliche Einreisebestimmungen, auch für geimpfte Reisende. Österreich hat beispielsweise festgelegt, dass ein geimpfter Reisender trotzdem in Quarantäne muss, wenn er nicht getestet oder geboostert wurde. Deutschland hat festgestellt, dass eine Auffrischimpfung zusätzlich zum Janssen-Impfstoff nicht ausreicht, um eine Quarantäne zu vermeiden.

Ob sich das nach dem 1. Februar ändert, bleibt den Mitgliedstaaten selbst überlassen. Maßnahmen im Bereich der öffentlichen Gesundheit fallen in die nationale Zuständigkeit. Durch die Annahme einer Empfehlung bringen die Länder ihre Absicht zum Ausdruck, die Regeln anzugleichen. Eine solche Empfehlung ist eine unverbindliche Entscheidung und muss daher nicht befolgt werden.

„Da rächt es sich, dass es in Europa nicht um die öffentliche Gesundheit geht. Wir haben in den vergangenen zwei Jahren gesehen, dass die Länder weiterhin ihre eigenen Weichen stellen. Das letzte Mal, als in der Europäischen Kommission für Einheit geworben wurde, dauerte es eine Woche, bis jeder wieder seine eigenen Regeln aufstellte. Da bin ich etwas zynisch geworden“, sagt Frank Oostdam vom Reisedachverband ANVR über den neuen Kurs.

Dennoch hofft er, dass die Empfehlungen auf absehbare Zeit zu einer einheitlichen Politik führen werden. Von allen Seiten, auch innerhalb der EU, ist zu hören, dass Reisebeschränkungen die Corona-Ausbreitung nicht verringern werden. Zudem scheint die Omicron-Variante mild und es beginnt langsam eine Periode mit besserem Wetter.

QR-Code-Regeln

Die EU-Mitgliedsstaaten haben sich zuvor fest auf die Regeln des QR-Codes für Reisen geeinigt. Ab dem 1. Februar müssen Geimpfte neun Monate nach der letzten Impfung eine Auffrischungsimpfung erhalten, um die Gültigkeit des Corona-Reisepasses zu verlängern. Die Regeln für Test- und Wiederherstellungszertifikate bleiben gleich.

Wer im Ausland angekommen ist, muss weiterhin nationale Corona-Regeln berücksichtigen. Es wurden keine europäischen Vereinbarungen über die Bedingungen für die Verwendung des QR-Codes als Eintrittskarte für beispielsweise ein Restaurant oder eine Veranstaltung getroffen.

Die Niederlande werden die neuen Regeln für die europäische Reisekarte national anwenden: Daher wird es ein Ablaufdatum für Impfstoffe geben. Belgien folgt dieser Linie nicht: Ab dem 1. März müssen Menschen fünf Monate nach ihrer letzten Injektion eine Auffrischimpfung erhalten, um beispielsweise ein Restaurant oder ein Schwimmbad zu betreten.

Oostdam blickt jedoch auch auf die Grenzen Europas und darüber hinaus. Reisen außerhalb der EU-Grenzen sind nach wie vor schwierig. Zudem gilt aus mehreren Ländern eine Quarantänepflicht. Er fände es aberwitzig, wenn innerhalb der EU die Quarantäne verboten würde, dies aber weiterhin für ferne Urlauber gelte. „Europa öffnet sich, dann sollte man auch außerhalb Europas uneingeschränkt reisen können, sofern es verantwortbar ist.“

Previous

Hunderte deutsche katholische Kirchenvertreter bekennen sich zu LGBT, fordern Anerkennung von Rechten

S&P 500 steigt nach Erreichen des Korrekturterritoriums und löscht die Verluste des Tages aus

Next

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.