Neuer Investor bei CSA soll das Unternehmen der Eigentümer von Smartwings werden

Neuer Investor bei Czech Airlines (ČSA) soll die Ende Januar gegründete Gesellschaft Prague City Air werden, die den Smartwings-Eigentümern Jiří Šimáně und der Familie Vik gehört. Laut Umstrukturierungsplan wird das Unternehmen der Fluggesellschaft ein Vergleichsdarlehen in Höhe von 125 Millionen Kronen gewähren, aus dem die Gläubiger bezahlt werden.

Auskunftrmiert darüber Server Zdopravy.cz.

CSA befindet sich seit vergangenem März in Insolvenz, im Juni genehmigte das Gericht ihre Sanierung, die für die Muttergesellschaft Smartwings zuständig ist.

Prague City Air sollte CSA auch ein Betriebsdarlehen in Höhe von 15 Mio. CZK gewähren. Der Airbus A319, die einzige Maschine im Besitz der Fluggesellschaft, wird gegen das Darlehen gestoppt. Die Anteile der Altaktionäre sollen vollständig verschwinden. Der Plan muss noch von den Gläubigern genehmigt werden.

Im vergangenen Jahr hatte Smartwings das Gericht gebeten, die Frist für den Sanierungsplan für CSA bis Februar dieses Jahres zu verlängern. Das Unternehmen brauchte mehr Zeit, um mit Airbus zu verhandeln, einem der größten Gläubiger von CSA. Seine Forderung beträgt 17,3 Milliarden Kronen für nicht abgeholte Flugzeuge.

Der Wert der ungesicherten Vermögenswerte von CSA wird auf 253 Mio. CZK festgesetzt. Dem Plan zufolge sollen mehr als die Hälfte der Forderungen der beiden gesicherten Gläubiger befriedigt werden. Quiver Beta beansprucht 55 Millionen Kronen, Lufthansa Technik drei Millionen. Andere Gläubiger erhalten 4,6 Prozent ihrer Forderungen. Dann sollte auch Airbus seine Klage zurückziehen.

Der Server warnte, dass CSA in der Lage sein sollte, zwei A319-Flugzeuge und einen geleasten A320 zu betreiben. Im nächsten Jahr sollen fünf Smartwings-Flugzeuge den Airlines helfen, ab der zweiten Jahreshälfte wird das Unternehmen sukzessive vier neue Airbus A220 leasen.

CSA wurde von den Auswirkungen der Coronavirus-Epidemie getroffen, und die Fluggesellschaft musste eine große Anzahl von Verbindungen stornieren. Rund 300 Arbeiter hat er im vorletzten Jahr entlassen. Im vergangenen Februar hatte das Unternehmen gegenüber dem Arbeitsamt angekündigt, alle 430 Mitarbeiter entlassen zu wollen. CSA wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass dies einer der Schritte in der geplanten Reorganisation sei und die Absicht nicht die Freilassung aller bedeuten müsse. Aufgrund der Krise ist die Flotte der Airline geschrumpft, der Betrieb läuft aber weiter.

Auch der Mutterkonzern Smartwings geriet durch die Corona-Krise und Flugausfälle in wirtschaftliche Schwierigkeiten. Das Unternehmen nimmt bei vier Banken einen Kredit über zwei Milliarden Kronen auf. Die Gesamtfinanzierung der Fluggesellschaft wird sieben Milliarden Kronen überschreiten, zusätzliches Geld sollte von tschechischen Aktionären bereitgestellt werden, Unterstützung für Leasinggesellschaften und Umstrukturierungen.

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