Niedrigerer Beginn der Bel20-Handelswoche erwartet

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Bild: Euronext

(ABM FN) Die Brüsseler Börse wird voraussichtlich im Minus in die neue Handelswoche starten. Futures auf den Index Euro Stoxx 50 zeigten rund eine Stunde vor der Börsenglocke einen Verlust von einem halben Prozent an.

Der Bel20 verlor am Freitag bereits 1,7 Prozent auf 4.148,79 Punkte. Der Index schloss die Vorwoche bei 4.245,85 Punkten.

An der Wall Street waren am Freitagabend mit einem Minus von 2,7 Prozent für den techbeladenen Nasdaq-Index sogar alle Hände voll im Geschäft. Der eher traditionell zusammengesetzte Dow-Jones-Index begrenzte den Verlust auf 1,3 Prozent. Wie schon so oft in den letzten Wochen verloren die US-Indizes im Laufe des Handelstages an Boden.

„Die Bären sind am Ball“, sagte Jim Reid, Stratege bei der Deutschen Bank. „Der S&P 500 verliert seine dritte Woche in Folge, die erste seit September 2020.“ Enttäuschende Unternehmenszahlen, aber auch die Erwartung bevorstehender Zinserhöhungen belasteten in den letzten Wochen die Stimmung. Die Anleger konzentrieren sich jetzt hauptsächlich auf die Sitzung der US-Notenbank am Mittwoch.

Heute Morgen werden US-Index-Futures im grünen Bereich gehandelt und Rückgänge an den asiatischen Aktienmärkten sind eingedämmt. Die Aktie in Seoul mit relativ vielen Technologiewerten, insbesondere Halbleitern, verliert 1,7 Prozent, während Hongkong 1 Prozent verliert. Tokio und Shanghai halten sich per Saldo zurück, nachdem sie bereits am Freitag an Boden verloren hatten.

Die Ölpreise haben in den letzten Wochen eine umgekehrte Preisentwicklung gegenüber den Aktienmärkten erlebt. US-Öl-Futures in Asien stiegen heute Morgen um 0,7 Prozent auf 85,63 $ pro Barrel. Letzte Woche wurde ein Barrel West Texas Intermediate auf Wochenbasis fast 2 Prozent teurer. Als Erklärung für die Aufwärtsbewegung des schwarzen Goldes verweisen Analysten vor allem auf knappe Lagerbestände.

Fed-Zinsentscheidung und Unternehmensdaten

Der Mittwoch steht ganz im Zeichen der US-Notenbank. Die Federal Reserve kommt mit einer neuen Zinsentscheidung und die begleitenden Kommentare sind für Anleger besonders wichtig. Bei einer jährlichen Inflationsrate von immerhin 7,0 Prozent im Dezember wollen immer mehr Politiker die Handbremse kräftig anziehen.

„Wir erwarten, dass die Fed die Markterwartungen einer Zinserhöhung um 25 Basispunkte im März weiter bestätigt“, sagten Ökonomen der japanischen Bank Nomura in einer Vorschau.

Der Markt preist bereits vier Zinserhöhungen für dieses Jahr ein, und bis März soll auch das gesamte Rückkaufprogramm abgeschlossen sein. Die Fed könnte bereits am Mittwoch in die Karten schauen, was die künftige Reduzierung dieser gigantischen Bilanz mit gekauften Schuldtiteln anbelangt.

Auch die US-Berichtssaison nimmt in dieser Woche richtig Fahrt auf. Heute kommen IBM und Halliburton durch Zahlen, und später in dieser Woche stehen unter anderem Microsoft, Intel, Tesla und Apple auf der Agenda.

Auf makroökonomischer Ebene blicken die Anleger heute auf die Veröffentlichung der zusammengesetzten Einkaufsmanagerindizes im Januar, die im Laufe des Tages in der Eurozone und Amerika veröffentlicht werden. Heute Morgen wurde bekannt gegeben, dass der japanische Dienstleistungssektor im Januar stark geschrumpft ist, während sich das verarbeitende Gewerbe leicht erholte.

Unternehmens Nachrichten

Ping An hat seine Beteiligung an Ageas am 19. Januar vollständig reduziert. Zuvor war Ping An noch mit mehr als drei Prozent an Ageas beteiligt.

UCB hat die japanische Marktzulassung für sein Medikament Bimekizumab zur Behandlung der Hautkrankheit Psoriasis erhalten. Die Deutsche Bank senkte ihre Empfehlung für UCB von Kaufen auf Halten und das Kursziel vor Handelsschluss von 115,00 Euro auf 95,00 Euro.

Tinc hat sein Portfolio um Solarparks auf Gewerbedächern in Belgien erweitert und investiert in das belgische Portfoliounternehmen Datacenter United. Insgesamt geht es um eine Investition von 10 Millionen Euro.

Schließen von Positionen an der Wall Street

Der S&P 500 fiel am Freitag um 1,9 Prozent auf 4.397,94 Punkte, der Dow-Jones-Index verlor 1,3 Prozent auf 34.265,37 Punkte und der Nasdaq schloss 2,7 Prozent niedriger bei 13.768,92 Punkten.

Bron: ABM Finanznachrichten


Vom Beursplein 5, die Herausgeber von ABM Finanznachrichten Beobachten Sie die Entwicklungen an den Börsen und insbesondere an der Amsterdamer Börse genau. Die Informationen in dieser Spalte sind nicht als professionelle Anlageberatung oder als Empfehlung zum Tätigen bestimmter Anlagen gedacht.

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