Opioidbehandlung wurde selten nach einem Besuch in der Notaufnahme bei Verdacht auf Überdosierung begonnen

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Eine Opioidbehandlung nach einer vermuteten Überdosierung bei der Notaufnahme bietet die Möglichkeit, Folgeschäden zu verringern, scheint jedoch selten eingeleitet zu werden

Der Beginn einer Opioidbehandlung bei Patienten, die sich mit Verdacht auf eine Opioid-Überdosierung in Notaufnahmen vorstellen, bietet eine ideale Möglichkeit, Folgeschäden zu verringern, scheint jedoch selten eingeleitet zu werden. Dies war das Ergebnis einer 21-monatigen Studie in Notaufnahmen von einem Team des Department of Pädiatrie, Child Health Evaluation and Research Center, University of Michigan, USA.

In einer Studie mit über 17.000 Patienten, die wegen einer vermuteten Opioid-Überdosis in Notaufnahmen behandelt wurden, wurde eine Sterblichkeitsrate von etwa 1 Jahr festgestellt 5,5% 20,5% dieser Todesfälle traten innerhalb eines Monats nach der Entlassung auf. Außerdem, Beweis weist darauf hin, dass Naloxon-Programme die nachfolgenden Sterblichkeitsraten durch Opioid-Überdosierungen reduzieren können, und die Notwendigkeit, solche Programme einzuführen, ist während der COVID-19-Pandemie aufgrund der beobachteten erhöhte Rate der Notaufnahmebesuche wegen Opioid-Überdosierung.

Für die vorliegende Studie führten die Forscher eine retrospektive Studie durch und wandten sich an eine Allzahler-Datenbank, die Daten zu pharmazeutischen und medizinischen Angaben bereitstellte, um die Verschreibungsraten von Naloxon und Buprenorphin innerhalb von 30 Tagen nach einem Besuch in der Notaufnahme wegen einer vermuteten Opioid-Überdosierung zwischen August 2019 und April 2021. In Bezug auf die verschriebenen Produkte konzentrierten sich die Forscher auf die Formulierungen von Buprenorphin, die für Opioidkonsumstörungen zugelassen sind.

Ergebnisse

Während des Studienzeitraums gab es 68.072.261 Notarztbesuche, davon 148.966 (0,2 %) wegen einer Opioid-Überdosierung. Von diesen Besuchen waren 53.073 (35,6 %) für Frauen und 42,1 % der Patienten im Alter von 18 bis 34 Jahren. Bei den 148.966 ED-Visiten mit Opioid-Überdosierung wurde 7,4 % (95 %-KI 7,3 % – 7,5 %) der Patienten mindestens 1 Naloxon-Verschreibung innerhalb von 30 Tagen nach ihrer Notaufnahme verschrieben und 6,3 % (95 %-KI 6,2 % – 6,4 %) mindestens ein Naloxon-Rezept ausgestellt wurde.

Für Buprenorphin wurde 8,5 % (95 %-KI 8,3 % – 8,6 %) der Patienten innerhalb von 30 Tagen nach ihrem Besuch in der Notaufnahme mindestens 1 Buprenorphin-Verschreibung ausgestellt und 8,2 % (95 %-KI 8,0 % – 8,3 %) wurde ein Buprenorphin-Rezept ausgestellt innerhalb von 30 Tagen nach ihrem Besuch.

In Bezug auf ihre Ergebnisse berechneten die Autoren, dass nach einem Besuch in der Notaufnahme wegen Verdachts einer Überdosierung eine Opioidbehandlung mit Naloxon oder Buprenorphin nur bei 1 von 13 bzw. 1 von 12 bei allen ED-Besuchen begonnen wurde. Sie schlugen vor, dass Kliniker daher eine ideale Gelegenheit verpassten, eine nachfolgende Opioid-Überdosis-bedingte Mortalität zu verhindern, obwohl sie erkannten, dass die Verantwortung für die Verschreibung nicht allein bei den ED-Kliniken lag, sondern dass dies im ambulanten Bereich erfolgen könnte.

In ihrer Schlussfolgerung schlugen sie vor, dass sich zukünftige Studien auf Interventionen konzentrieren sollten, um die Hindernisse für die Verschreibung von Opioidbehandlungen zu überwinden und zu minimieren, um diese potenziell verpasste Gelegenheit zu reduzieren.

Zitat

Chua KP et al. Verschreibung von Naloxon und Buprenorphin nach Besuchen in der US-Notaufnahme wegen vermuteter Opioid-Überdosierung: August 2019 bis April 2021 Ann Emerg Med 2021

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