Österreich: Adolf Hitlers Haus wird bald eine Polizeistation sein

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Im Jahr 2016 musste der Geburtsort von Adolf Hitler zerstört werden … Doch nach jahrelangen Rechtsstreitigkeiten mit der Familie, die ihn besaß, gab das österreichische Innenministerium am Dienstag bekannt, dass er in eine Polizeistation umgewandelt werden würde

Die österreichische Regierung wollte verhindern, dass das Haus Braunau am Inn, in dem Adolf Hitler am 20. April 1889 geboren wurde, zu einem Wallfahrtsort wurde. Ein Rechtsstreit endete jedoch erst in diesem Jahr mit der Höhe des finanziellen Ausgleichs für die Familie Pommer, die ihn seit fast einem Jahrhundert besaß.

Ein Wettbewerb auf europäischer Ebene

Das Innenministerium sagte, es werde jetzt nach Architekturprojekten für die Umwandlung des Hauses in eine Polizeistation suchen. "Die künftige Nutzung durch die Polizei muss deutlich machen, dass dieses Gebäude niemals ein Ort des Gedenkens an den Nationalsozialismus sein wird", sagte Innenminister Wolfgang Peschorn.

Der europäische Architekturwettbewerb wird im November mit einem Vertreter der Stadt unter den Jurymitgliedern ausgeschrieben. Die Entscheidung wird Anfang 2020 getroffen.

Das Haus war acht Jahre lang leer

Das oberste Gericht Österreichs vergab in diesem Jahr eine Entschädigung in Höhe von 810.000 Euro an die Familie Pommer, die das 800 Quadratmeter große Gebäude seit den 1970er Jahren beim Innenministerium anmietete. Das Gebäude wurde als Zentrum für behinderte Menschen genutzt.

Aber im Jahr 2011 weigerte sich der Familienbesitzer, Renovierungen zu finanzieren, und weigerte sich, das Haus zu verkaufen. Es war leer geblieben.

Obwohl Adolf Hitler wenig Zeit in diesem Haus verbrachte, zieht sie weiterhin Anhänger des Nationalsozialismus aus der ganzen Welt an. Antifaschisten veranstalten jedes Jahr zu Hitlers Geburtstag eine Kundgebung vor dem Haus.

Braunau am Inn

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