Wirtschaft Renten: Berufsverbände enthüllen ...

Renten: Berufsverbände enthüllen …

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Am Donnerstag wurde ein neues Projekt zur Reform der betrieblichen Altersversorgung vorgestellt. Nach dem von Arbeitgebern und Gewerkschaften haben die Schweizerische Unternehmergesellschaft (SSE), der Schweizerische Einzelhandelsverband und die Arbeitgeberbanken den Schleier über ihren Vorschlag aufgehoben.

Das neue Projekt berücksichtigt die wichtigsten Anforderungen an die Reform des BVG: eine Senkung des Umwandlungssatzes auf 6% und die Aufrechterhaltung des Rentenniveaus. Für die SSE, den Schweizerischen Einzelhandelsverband und die Arbeitgeberbanken ist ihr Reformprojekt ein „vernünftiger Kompromiss“.

Baumeisterverband auf Twitter

Die zusätzlichen Kosten pro Jahr für dieses Projekt belaufen sich auf 1,6 Milliarden Franken, verglichen mit 3,05 Milliarden Franken, die im Juli 2019 von der Schweizerischen Gewerkschaft (USS) und der Schweizerischen Arbeitgeberunion (UPS) vorgelegt wurden.

Mitmachen ab 20 Jahren

Die Gehaltsbeiträge für die zweite Säule unterscheiden sich zwischen den beiden Projekten. Der neue Vorschlag sieht vor, dass Vermögenswerte ab dem Alter von 20 statt derzeit 24 Jahren zur 2. Säule beitragen. Die Arbeitnehmerbeiträge zur BVG betragen für 20- bis 24-Jährige 9%.

Bei den 55- bis 65-Jährigen wären es 16% statt 14% im vom Bundesrat ausgewählten Projekt. Gegenwärtig werden die Gehälter für diese Altersgruppe um 18% gestaffelt, was die Attraktivität älterer Arbeitnehmer verringert.

Der Koordinationsabzug, der das versicherte Gehalt bestimmt, ist bei dem am Donnerstag vorgestellten Projekt jedoch fast doppelt so hoch. Diese Wahl führt zu einer Reduzierung des versicherten Entgelts und damit der Rente. Für Niedriglöhne empfiehlt die Reform jedoch, dass der Koordinierungsabzug 60% des AVS-Gehalts erreicht.

Nein zum Solidaritätsbetrag

Schließlich einigten sich die Sozialpartner im Juli 2019 auch auf eine zusätzliche Rente. Zukünftige Begünstigte der 2. Säule sollten einen festen Betrag pro Person erhalten, der gemeinsam durch einen Beitrag von 0,5% des AVS-Gehalts finanziert wird.

Dieser Punkt erscheint nicht in dem am Donnerstag vorgestellten Projekt. Vielmehr wird vorgeschlagen, das LPP-Altersguthaben über einen Zeitraum von 10 Jahren in Prozent zu erhöhen. Die Finanzierung würde durch bestehende Rückstellungen in den Pensionsfonds erfolgen.

USS unzufrieden

Der Vorschlag der Sozialpartner enthält “gute Elemente”, siehe die drei Berufsverbände. Sie glauben jedoch, dass es nicht in der Lage sein wird, eine Mehrheit zu erreichen, weil es vorschlägt, ein Umverteilungssystem einzuführen, das zu einer “Verwirrung der Säulen” führen würde.

Das neue Reformprojekt missfällt der USS sehr. In einer Erklärung vom Donnerstag sagte sie, dass dies zu niedrigeren Renten führen würde, insbesondere bei Pensionsfonds, die keine großen Rücklagen haben. Der Vorschlag, der in der Pressemitteilung des Vizepräsidenten von Unia Aldo Ferrari zitiert wird, “macht sich über fleißige Bauarbeiter lustig”.

Usam-Projekt

Usam hat im Juli 2019 auch ein eigenes Projekt erarbeitet. Die Spitze der KMU schlägt auch vor, die Umwandlungsrate von 6,8% auf 6% zu erhöhen, wie dies durch die Reform der Arbeitgeber- und Gewerkschaftsgewerkschaften befürwortet wird Schweizer.

Die Unterschiede liegen vor allem in zwei Punkten: Usam will den Koordinationsabzug auf dem aktuellen Niveau (24’885 Franken) halten und keine Frage der Einführung eines Solidaritätsprinzips: Das Kapital der 2. Säule setzt sich aus persönlichen Ersparnissen zusammen und sollte nicht die Umverteilungsrolle des AVS ersetzen.

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