REVIEW: Drei Wünsche für Cinderella, ein norwegisches Remake des beliebten tschechischen Klassikers, reichen für das Original nicht aus

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Obwohl es unzählige Märchenversionen über Aschenputtel gibt, ist Vorlíčkova so in die Köpfe und Herzen der tschechischen Zuschauer eingraviert, dass wenn zum Beispiel ein Kleid mit Seitenwand, mit Silber bestickt, aber keine Prinzessin im berühmten Rätsel zu hören ist , ein etwas anderer Satz, den man versehentlich näht, weil „so ist das nicht“.

Abgesehen von diesen vorgegebenen Fakten kann nicht gesagt werden, dass Three Wishes for Cinderella ein schlechtes Filmmärchen ist, zu dem Zuschauer, insbesondere mit kleineren Kindern, die noch nicht so viel im Blut haben, nicht hingehen sollten. Schließlich hat Pavlíček es schön geschrieben, und obwohl vier erfahrene norwegische Drehbuchautoren seit mehreren Jahren im norwegischen Drehbuch bohren, konnten sie nichts falsch machen.

Obwohl sie es geschafft haben, etwas falsch zu machen, haben sie Cinderellas Humor losgeworden, was eine der schlimmsten Sünden ist, aber die Neuheit hat immer noch ihren Charme, wenn auch etwas anders, härter.

Es ist erwähnenswert, dass die Drei Nüsse für Aschenputtel in Norwegen genauso beliebt sind wie hier. Sie begannen dort nur zwei Jahre nach der tschechischen Premiere zu senden, und seit 1982 haben sie ihren genauen Tag und ihre genaue Uhrzeit, am ersten Weihnachtsfeiertag um 11 Uhr. Es heißt, als sie am Weihnachtstag nicht im Fernsehen waren, war es so ein Aufsehen, dass es ein Stuhl für den Generaldirektor des öffentlichen NRK war!

Warum haben die Norweger also einen neuen geschossen, wenn sie unseren als ihren betrachten? Regisseurin Cecilie Mosli sagt, sie habe das starke Gefühl gehabt, dass es wichtig sei, eine moderne Version für die neue Generation zu drehen.

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Astrid. S. in der Rolle des Aschenputtels.

Foto: Bontonfilm

In diesem Zusammenhang ist hervorzuheben, dass die Drei Nüsse 1973 für Cinderella sogar sehr modern waren. Aschenputtel war plötzlich nicht mehr das weinerliche Dienstmädchen wie ihre Vorgängerin und ihre Heldinnen, sondern ein eher selbstbewusstes zeitgenössisches Mädchen, das nicht gleich Angst bekommt, manchmal ein Stiefmütterchen oder Unfug macht, wie ein Junge mit der Armbrust schießt, Tiere und den Wald liebt, und dass sie den Prinzen mag, heißt das nicht, dass sie ihn nur andächtig ansieht. Er kann ihn sogar schön und mit einem Witz quälen. Was kann man heute moderner schreiben?

Drei Wünsche für Cinderella gehen weiter. Die Macherinnen nennen sie selbst feministisch, sie sparen nicht an Lektionen wie „Schieß nicht auf Tiere, die du nicht essen wirst!“, und erwarten von anderen, es sieht ziemlich seltsam aus.

Wie das Ende eines Märchens, das allein schon etwas vom Original abweicht. Seine Handlung lässt sich nicht verraten, aber Gender Correctness und das Bemühen um mehr Action ragen eher heraus als selbstverständlich hineinzupassen.

Die Norweger waren in der Winterlandschaft im Vorteil und der Schnee hat den Zuschauern richtig satt gemacht. Während die Mitarbeiter von Vorlíček auf Schloss Moritzburg bei Dresden mit Styropor beschneien mussten und der Schnee erst später im Böhmerwald fiel, hatten die Norweger nicht nur Schneeberge, sondern auch Eiswasserfälle. Dank viel modernerer Technologien gehören auch die Landschaftsaufnahmen zu den schönsten.

Allerdings wirkte sich die nordische Stimmung auch auf die Kostüme, das Bühnenbild und die Musik so aus, dass alles ziemlich harsch wirkt, auch zum Beispiel die dämonische Stiefmutter.

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Es gibt auch romantische Szenen im Film.

Foto: Storm Films

Aschenputtels Ankunft auf dem Ball und das erste Treffen mit dem Prinzen, aber ohne Svobodas Musik, mit dem berühmten Lied Kdepak, du hast einen Vogel, du hast ein Nest, das ist es sowieso nicht. Gleichzeitig verzichtete die Regisseurin freiwillig auf die Musik, weil sie angeblich nicht in die Nordische Expedition passte. Das würde man sehen…

Das größte Problem neben dem fehlenden Humor ist die Besetzung. Wohl um möglichst viele Zuschauer anzulocken, besetzte Mosli den 25-jährigen Popstar Astrid S. in der Hauptrolle. Schlimmer ist, dass ihr praktisch ihre schauspielerische Erfahrung und Cenziga Al in der Rolle des Prinzen fehlen und die Regisseurin mit Three Wishes for Cinderella auch ihr Spielfilmdebüt gibt.

Die anderen Schauspieler werden dem tschechischen Publikum nichts sagen. Bekannt ist nur Kristofer Hivju, der durch seine Rolle als Tormund in The Game of Thrones bekannt wurde, aber leider ist er in seiner winzigen, hinzugefügten und völlig nutzlosen Rolle ziemlich verlegen.

In Norwegen war man zumindest gespannt auf ihre Version, über 400.000 Zuschauer kamen seit der November-Premiere von Aschenputtels Drei Wünsche, das ist eine Menge. Ob sie zufrieden oder genervt waren und sich auf unsere freuten, ist schwer zu erraten. Auf jeden Fall bestätigt die Tatsache, dass zeitgenössische ausländische Filmemacher ein Remake des fast ein halbes Jahrhundert alten tschechischen Films in Angriff genommen haben, nur die Qualität des Originals.

Drei Wünsche für Cinderella

Norwegen / Litauen 2021, 87 Min. Regie: Cecilie A. Mosli, Darsteller: Astrid S., Cenzig Al, Ellen Dorrit Petersen und andere

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