Rezension: Alf Marius Opsahl, «The Crow Man. Eine Geschichte von Leben und Tod »

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Sachbücher

Herausgeber:

Cappelen Damm

Erscheinungsjahr:

2022


«Gesprächiger Beitrag zur Krähenmythologie»

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Ausgeschnittene Augen

Opsahl bezeichnet sich selbst als Krähen-Scout und nicht als Vogelbeobachter. Sein Interesse wurde durch einen Artikel in einer Online-Zeitung geweckt, in dem Krähen Lämmern die Augen ausgeschnitten hatten. Auf der Insel Vega in Nordland wurden 15 Schafe ohne Augen gefunden. Er las auch von Krähen, die viele Grablaternen von einem Friedhof in Sørlandet stahlen, die Kerze zerhackten und die Laternen zu Hunderten auf einem nahe gelegenen Feld ablegten. So begann der Autor, Krähen auszukundschaften oder auszuspionieren. Und Raben und Kais; Sie gehören zur selben Familie.

Das Faszinierendste an Opsahls Buch ist sein Eintauchen in die Kunst- und Kulturgeschichte. Es beginnt mit der Darstellung der Krähe, die in der Höhle von Lascaux in Frankreich gefunden wurde und zwischen 15.000 und 17.000 Jahre alt ist. Es zeigt eine Kreatur, die halb Mensch und halb Krähe ist und mit Füßen, Schnabel und erigiertem Penis scheinbar tot daliegt. Daneben liegt ein toter Bison, und vor den beiden Toten sitzt ein Vogel – vielleicht eine Krähe – auf einer Stange und beobachtet. Die Jagdszene lieferte Stoff für die jüngsten Mythen über die enge Beziehung der Krähen zum Tod und Todeswarnungen.

Krähen in der Kunst

Vincent van Goghs letztes Gemälde war „Weizenfelder mit Krähen“ vom Juli 1890, gemalt kurz bevor er sich erschoss. Von hier aus führt der Faden weiter zu Malern wie Paul Gauguin, Edouard Manet und Pablo Picasso. Weiter zu „Crow: From Life of Songs of the Crow“ des britischen Dichters Ted Hughes, „The Birds“ des Filmemachers Alfred Hitchcock und natürlich zu mehr und weniger ernsthaften Recherchen zur Lebensweise der Krähen.

Wenn der Ruf der Krähen als Todesmelder auffallend ist, gibt es auch eine beständige Geschichte ihrer überlegenen Intelligenz. Denken Sie nur an Odins zwei Raben, Hugin und Munin. Die Wikinger brachten oft Raben auf Kreuzfahrten mit.

Eine Krähenbeziehung

Opsahl bekommt schließlich eine Audienz bei der Krähe unserer Zeit, Espen Sletteberg, und seiner zusammenlebenden Krähe Hafez. Die Beziehung begann in einem Park in Oslo, als ein blutiges Krähenbaby auf dem Schoß des damals 27-jährigen Espen landete. Heute, 16 Jahre später, ist die Beziehung genauso herzlich, obwohl Hafez halbblind vom Grauen Star (!) ist. Gib Papa eine Kuschelpartie, sagt Espen, und wird belohnt.

Eine schockierende Kindheit

Eine schockierende Kindheit




Ein Großteil der Krähenmythologie und der biologischen Fakten des Buches stammt aus schriftlichen Quellen, aber eine Notation auf der Rückseite fehlt. Auch in den eigenen Verbänden, die nicht immer gleich relevant erscheinen, wird Opsahl überproportional verwendet. Manchmal steht der Journalist der Geschichte einfach im Weg, und das ist schade. Denn Krähen sind aalgerechte Tiere.

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