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Rhein ab Freitag fast nicht mehr befahrbar. Und das ist ein Problem für die Branche | Geld

Bei Kaub in Deutschland, zwischen Koblenz und Mainz, sinkt der Wasserstand des Rheins so tief, dass viele Frachtschiffe ab Freitag nicht mehr dorthin fahren können. Das ist ein Problem für die Branche.

Die Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) schließt weitere Einschränkungen der Schifffahrt nicht aus. Der Wasserstand werde bis Anfang nächster Woche weiter sinken, sagt BfG-Experte Bastian Klein.

Der Niedrigwasserstand würde sich jedenfalls so schnell nicht auflösen. Normalerweise ist der Rhein nach dem Sommer am niedrigsten. Ende Oktober 2018 wurden in Kaub 25 Zentimeter gemessen. Momentan sinkt das Wasser dort auf 30 Zentimeter.

(Archivfoto) © Getty Images

Wichtige Güter und Rohstoffe

Schiffe transportieren lebenswichtige Güter und Rohstoffe entlang des Rheins, der an einigen der wichtigsten Industriegebiete Europas vorbeifließt. Unter anderem der Chemiekonzern BASF und der Stahlkonzern Thyssenkrupp verlassen sich auf den Fluss, um ihre Fabriken mit Brenn- und Rohstoffen zu versorgen.

Der Transport per Straße oder Schiene ist deutlich teurer, aber bei Ebbe können manche Schiffe nur teilweise beladen werden. Ab einem bestimmten Punkt lohnt es sich nicht mehr zu segeln.

Energieknappheit

Bereits vergangene Woche hatte der deutsche Energiekonzern Uniper davor gewarnt, dass ein wichtiges Kohlekraftwerk bei Frankfurt kaum über den Rhein versorgt werden kann. Dies kann zu Energieengpässen führen.

Auch die Gaspreise sind am Mittwoch wieder gestiegen. Vorräte für den Winter werden derzeit in Europa geliefert. Lieferungen aus Russland wurden reduziert.


(Archivfoto)

(Archivfoto) © Getty Images


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