SAS hat Gläubigerschutz in den USA beantragt

„Um die wichtigen Punkte des Plans weiter umzusetzen, haben SAS und einige ihrer Tochtergesellschaften freiwillig Chapter 11 in den USA beantragt, bei dem es sich um einen legalen finanziellen Restrukturierungsprozess handelt, der unter der Aufsicht eines US-Bundesgerichts durchgeführt wird“, heißt es in der Erklärung sagte.

Nach eigener Einschätzung verfügt SAS Airlines über ausreichend Liquidität, um ihren Geschäftsverpflichtungen in naher Zukunft nachzukommen. Allerdings wirkt sich der am Montag begonnene Streik der Piloten negativ auf die Liquidität und die Finanzlage aus, und im Falle einer Verlängerung könnten die Auswirkungen des Streiks auf die Wirtschaft erheblich sein.

Das Unternehmen rechnet damit, das Insolvenzverfahren in neun bis zwölf Monaten abzuschließen. In dieser Zeit will sie eine Vereinbarung mit den wichtigsten Interessengruppen abschließen, die Schulden umstrukturieren, die Flugzeugflotte neu konfigurieren und eine Kapitalspritze erhalten.

Am Montag scheiterten Gehaltsverhandlungen zwischen Management und SAS-Piloten. Piloten sind daher in den Streik getreten, was die Zukunft der Fluggesellschaften bedroht und zum Reisechaos in ganz Europa beiträgt, wenn die Hauptferienzeit im Sommer beginnt.

Die verlustbringende Fluggesellschaft SAS versucht, ihr Geschäft durch umfassende Kostensenkungen, die Beschaffung neuer Barmittel und die Umwandlung von Schulden in Eigenkapital umzustrukturieren. Der schwedische und der dänische Staat sind an dem Unternehmen beteiligt. Kopenhagen hat sich zuvor bereit erklärt, SAS eine weitere Finanzspritze zu geben und Schulden abzuschreiben, unter der Bedingung, dass die Fluggesellschaft auch private Investoren findet. Schweden hat eine weitere Finanzspritze abgelehnt, während Norwegen, das 2018 eine Beteiligung an der Fluggesellschaft verkaufte, aber immer noch die Schulden des Unternehmens besitzt, sagte, es könne mit einer Umwandlung von Schulden in Eigenkapital fortfahren.

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Sydbank-Analyst Jacob Pedersen schätzte, dass der Streik SAS etwa 80 bis 90 Millionen dänische Kronen (266 bis 300 Millionen CZK) pro Tag kosten könnte. Auch der Ticketverkauf des Unternehmens für künftige Flüge werde unter dem Streik leiden.

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