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Schwestern in den Siebzigern der Gewalt gegen ihre 99-jährige Mutter beschuldigt

Die Polizei geht davon aus, dass die beiden Schwestern in den Siebzigern ihre 99-jährige Mutter wiederholt Gewalt oder anderen Übergriffen ausgesetzt haben.

Ihnen wird Missbrauch in engen Beziehungen vorgeworfen.

Die Anklage wurde aufgrund von Auskunftrmationen des Gesundheitssystems erhoben.

– Es wird von Gewalt gesprochen, die dazu geführt hat, dass sie medizinisch behandelt werden musste, sagt die stellvertretende Polizeibeamtin Ingrid Hagen im Polizeibezirk Innlandet.

Sie bezeichnet die Angelegenheit als sehr ernst.

Der Rechtsbeistand der Frau, Helge Hartz, sagt, er sei in seiner Tätigkeit als Anwalt noch nie auf einen ähnlichen Fall gestoßen.

Eine Vernehmung der 99-jährigen Frau war der Polizei aufgrund ihrer gesundheitlichen Situation noch nicht möglich.

Bestreitet kriminelle Schuld

Die beiden Schwestern aus Hedmarken sind 72 und 75 Jahre alt. Die Älteste hat dieselbe Adresse wie die Mutter in einer Gemeinde in Hedmarken.

Beide wurden nach dem gewalttätigen Vorfall in der Nacht des 31. Juli festgenommen und eine Woche lang inhaftiert. Die Polizei befürchtete, dass sie ihre Aussagen koordinieren und Beweise verlieren würden.

LEHNT AB: Rechtsanwalt Ove Herman Frang verteidigt die eine angeklagte Schwester und sagt, sie bestreite die Schuld.

Foto: Anders Bakkerud Larsen / NRK

Der Verteidiger der ältesten Schwester, Ove Herman Frang, sagt, sie verstehe den Vorwurf der Gewalt nicht.

– Vom ersten Tag an war ihr sehr klar, dass sie damit nichts zu tun hat. Sie bestreite eine kriminelle Schuld, sagt Frang.

Auch die andere Schwester bestreitet eine kriminelle Schuld.


Wegen Körperverletzung verurteilte Mutter beantragte Freilassung – das Bezirksgericht verneinte

Wiederaufbau

Am Montag dieser Woche führte die Polizei im Haus der 99-jährigen Frau einen Wiederaufbau durch, an dem beide Schwestern beteiligt waren.

– Den Beschuldigten sei Gelegenheit gegeben worden, sich an dem Ort zu erklären, an dem sich der gewalttätige Vorfall ereignet haben soll, sagt die stellvertretende Polizeibeamtin Ingrid Hagen.

Ove Herman Frang sagt, seine Mandantin habe mit der Polizei kooperiert, aber ihre Erklärung beibehalten, dass sie nichts falsch gemacht habe.

Beide Schwestern wurden inzwischen freigelassen.

Nach mehreren Vernehmungen während der Haft hielt es die Polizei nicht für notwendig, eine Verlängerung der Haft zu beantragen.

Keine der Frauen ist der Polizei bisher bekannt.

So etwas habe ich noch nie erlebt

Sowohl die Polizei als auch die Rechtshilfe für die 99-jährige Frau sprechen davon, dass es sich um einen ganz besonderen Fall handelt.

– Mir ist nichts Ähnliches begegnet, und ich glaube auch nicht, dass viele andere es getan haben. Es ist also klar, dass dies in jeder Hinsicht etwas Besonderes ist, sagt der stellvertretende Polizeipräsident Hagen.

Sie kann noch nicht näher sagen, welcher Art von Gewalt die 99-Jährige ausgesetzt war. Die Polizei will mit der Frau sprechen, bevor sie weitere Auskunftrmationen veröffentlicht.

Rechtsanwalt Helge Hartz in Hamar

SONDERFALL: Helge Hartz ist Prozesskostenhilfe-Anwalt der 99-jährigen Frau. Einen ähnlichen Fall habe er noch nie erlebt.

Foto: Anders Bakkerud Larsen / NRK

Der Rechtsbeistand der Frau, Helge Hartz, kann keine näheren Angaben zum Geschehen machen, abgesehen davon, dass es um Gewalt in engen Beziehungen geht.

Die Strafe für die Anklage beträgt Freiheitsstrafe bis zu sechs Jahren.

Die Polizei arbeitet nun mit Zeugenbefragungen und sammelt weitere Unterlagen aus dem Gesundheitssystem.

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