Sie haben mich mit Gewalt gezwungen, erinnert sich der tschechische Rekordhalter. Seine Frau kehrt nach vier Jahren zurück!

Das Denkmal von Miroslav Lesák findet in Troppau schon seit einigen Jahren statt, jetzt wird es auch den Namen seines Sohnes Jiří tragen. Und bei seiner Beerdigung im vergangenen Herbst wurde die Idee geboren, dass sich seine ehemaligen Schutzbefohlenen in diesem Jahr zu einem Ausstellungstreffen versammeln würden.

Und dass es welche gab, unter den Stars Daniela Bártová, Kateřina Baďurová, Štěpán Janáček, Adam Ptáček, Michal Balner oder eben Jan Kudlička. „Ich habe fast alle gefunden. Štěpán Janáček sollte springen, Michal Balner auch, vielleicht sogar Adam Ptáček. „Katka Baďurová will nicht springen, was ich verstehe, aber sie sagte, dass sie noch nie eine Fahne geschwenkt hat, also wird sie auf einem Stuhl sitzen und als Richterin fungieren“, erklärt Kudlička.

Mit der Teilnahme seiner Frau Jiřina, die unter den Namen Ptáčníková und Svobodová Erfolge im Stabhochsprung sammelte, hatte er nicht viel Überzeugungskraft.

„Das war spontan“, sagt Kudličková, die mit ihrem Mann die Töchter Tereza und Barbara hat. “Ich habe mir mit meiner jüngeren Tochter eine Trainingseinheit angesehen und sie ist eingeschlafen. Und während der zehn Minuten, die sie schlief, nahm ich die Stange in die Hand und versuchte zu springen. Und es sah überhaupt nicht schlecht aus“, freute sich der ehemalige Europameister, der zuletzt vor mehr als vier Jahren Rennen gefahren ist.

„Und Honza sagte, es wäre schön, wenn wir uns gemeinsam verabschieden würden. Ich hatte eigentlich kein Abschiedsrennen”, erinnerte sie sich. „Und vor allem bist du noch nie so gesprungen wie Kudličková“, fügte ihr Partner schmunzelnd hinzu.

„In der Grundschule in Opava war ich in der Leichtathletik in allem gut, außer Werfen, und wir haben auch Turnen gemacht, wo wir für die Schule gekämpft haben. Und einmal kam ein Trainer zu mir und sagte, Lesák sei nach Opava zurückgekehrt und ich solle zum Stabhochsprung gehen. Ich sagte, warum sollte ich das tun? Ich möchte nicht. Aber am nächsten Tag sagte er mir schon, wenn ich nicht zu ihm gehe, werde ich verhaftet“, erinnert er sich schmunzelnd. Er hat seine erzwungene Entscheidung sicherlich nicht bereut.

In der Mixzón sprechen die Kudličeks auch über ihre Zukunftspläne, ihre Töchter und das Stabhochsprung-Phänomen Armand Duplantis.

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