Sofina ist in anderthalb Jahren die dritte mehr wert

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22. Juli 2021

18:42

Trotz Coronakrise ist der Wert von Sofina um 2,4 Milliarden Euro oder fast ein Drittel auf 10 Milliarden gestiegen. Dies geht aus dem aktuellen Newsletter der Holding der Familie Boël hervor.

Sofina

veröffentlicht seit 2018 zweimal im Jahr einen Newsletter. Damit bietet die Holding der Familie Boël Anlegern – bereits jeweils kurz nach Halbjahresende – einen kurzen Einblick in ihre Kennzahlen und die wichtigsten Entwicklungen in ihrem Portfolio.

Der Net Asset Value der Holding, das wichtigste Barometer für die Wertschöpfung von Managern, lag Ende Juni bei 10 Milliarden Euro oder 297 Euro je Aktie. Zum Vergleich: Vor Ausbruch der Corona-Pandemie Anfang 2020 waren es 7,63 Milliarden Euro oder 227 Euro je Aktie. Mit anderen Worten, Sofina wurde in anderthalb Jahren um ein Drittel mehr wert.

Zwei Elemente spielten der Boël-Holding im Corona-Jahr in die Hände: ihre wichtige Position in technologischen Wachstumsunternehmen – jetzt ist die Digitalisierung wichtiger denn je – und die Erholung der Aktienmärkte nach dem starken Einbruch im März 2020.

Zum aktuellen Kurs notiert die Boël-Beteiligung am 30. Juni mit einem Aufschlag von 33 Prozent auf den Nettoinventarwert.
Sofina verzeichnete im vergangenen Sommer erstmals eine Prämie gegenüber diesem Wert. Aufgrund der eingeschränkten Transparenz des Bestands baumelte der Kurs jahrelang 20 bis 30 Prozent unter dem Nettoinventarwert. Doch seit der Veröffentlichung halbjährlicher Newsletter wurde die Aktie wiederentdeckt.

Angebote

Im ersten Halbjahr beteiligte sich Sofina unter anderem an der Kapitalerhöhung des britischen Online-Verkäufers der trendigen Pflege- und Lifestyle-Produkte The Hut.

. Sofina war bereits vor dem Börsengang bei dem schnell wachsenden britischen Unternehmen an Bord.

Die Brüsseler Holding legte auch mit der Privatschulgruppe Cognita, von der ihr ein Fünftel gehört, Geld auf den Tisch. Sofina ist getreten vor zwei Jahren in Cognita. Die Holding hat auch eine Folgeinvestition in Vinted getätigt, den beliebten digitalen Marktplatz, auf dem sie kam Ende 2019 an Bord. Ende letzten Jahres besaß Sofina 2,72 Prozent des Unternehmens.

Im ersten Halbjahr hat Sofina zudem Geld in das indische Unternehmen Mamaearth gepumpt, ein Start-up, das Naturkosmetik vertreibt. Laut Lokalpresse legte die Holding der Familie Boël in einer breiteren Kapitalrunde 27 Millionen Dollar auf den Tisch. Auch der amerikanische Investor Sequoia, ein jahrzehntelanger Verbündeter von Sofina, ist bei dem in Bangalore ansässigen Unternehmen mit an Bord. Zu den neuen Investitionen gehört auch ReeToo, ein chinesisches Unternehmen mit Fokus auf In-vitro-Diagnostik.

Angeln

Auf der Desinvestitionsseite stechen zwei Namen heraus: Rapala

und Uperio – zwei europäische Unternehmen. Sofina kam 2005 zu Rapala, die Angelausrüstung wie Köder, Ruten, Rollen und Messer herstellt. Nach Jahren des Durchwurstelns ist der Aktienkurs des finnischen Unternehmens in diesem Jahr stark gestiegen und bietet Sofina (19,23%) eine profitable Ausstiegsmöglichkeit. Wie die Zeit schrieb vor ein paar Wochenverkaufte die Holding außerdem ihre Beteiligung an dem Kranvermieter Uperio (ehemals Arcomet).

Der Newsletter zeigt auch, dass Sofina der Verkauf des deutschen Start-ups Adjust – an der sie 7,56 Prozent hielt – wurde die Mobile-Marketing-Plattform AppLovin teilweise in Aktien des Erwerbers bezahlt.

Beförderung

Sofina nutzte den Newsletter, um zwei Ernennungen in den Vorstand bekannt zu geben. Dies sind Maxence Tombeur, verantwortlich für Investitionen in Asien, und Giulia Van Waeyenberge, eine Nachfahrin der gleichnamigen Unternehmerfamilie in dritter Generation. Van Waeyenberge war in den letzten vier Jahren Senior Investment Manager bei der Boël Holding.

Neuanschaffung für Kronjuwel Byju’s

Byju’s, das indische Kronjuwel von Sofina und der AB InBev Familie de Spoelberch, hat ein neues Ziel.

Indische Bildungs-App kauft US-Kinderlernplattform für 500 Millionen US-Dollar in bar und in Aktien Epos. Das Start-up ist in den letzten Jahren mit Unterstützung der Gesellschafter Evolution Media und Battery Ventures rasant gewachsen. Im Jahr 2019 hatte es etwa 20 Millionen Nutzer, jetzt sind es 50 Millionen. Die Gründer Suren Markosian und Kevin Donahue werden auch nach der Übernahme durch Byju’s an Bord bleiben.

Epische Übernahme kommt drei Monate später die milliardenschwere Übernahme von Aakash Educational Services von Byju’s. Aakash ist eine Kette von 200 Zentren, in denen sich Studenten auf Aufnahmeprüfungen für ein Ingenieur- oder Medizinstudium vorbereiten können. Auch das war ein Bargeld- und Aktiengeschäft.

Um sein Wachstum zu finanzieren, hat Byju’s, die Idee von Byju Raveendran, in den letzten Jahren Unmengen an Geld zu immer höheren Bewertungen gesammelt. In diesem Jahr wurde das Bankkonto des Unternehmens um mehr als 1,5 Milliarden US-Dollar erweitert. Dieses Geld stammte unter anderem von der Bankengruppe UBS, dem Investmentriesen Blackstone und dem Abu Dhabi Staatsfonds ADQ. Sofina besitzt 6,2 Prozent von Byju’s. Es ist nicht bekannt, wie viele Aktien Verlinvest hält.

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