Sorgen um “bislang schlimmste Corona-Variante”: UK und Is…

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Max De Moor, Ans DebruyneQuelle: BELGA, Natur, NYT, Wächter, BBC, Sky

Heute um 01:29

Eine neue Variante des Coronavirus beunruhigt Wissenschaftler und Politiker. Die Verbreitung der Variante B.1.1.529 wird genau beobachtet. Es wurde zuerst in Botswana gesichtet und taucht jetzt immer mehr in Südafrika auf. Die Variante konnte auch in Hongkong identifiziert werden. Das Virus war mit ihm aus Südafrika eingereist.

Insgesamt sind bislang knapp über 80 bestätigte Fälle bekannt. In der südafrikanischen Provinz Gauteng, wo die Infektionen bei jungen Menschen rapide zunahmen, steckte die neue Variante hinter allen bisher analysierten 77 Proben. Wissenschaftler befürchten, dass sich die Variante möglicherweise bereits auf die meisten Provinzen Südafrikas ausgebreitet hat.

Das Besondere an der Variante B.1.1.529 ist, dass zahlreiche Mutationen in den Spike-Proteinen vorkommen. Dieses Protein dringt in die menschlichen Zellen ein und bindet sich an sie. Die Impfstoffe sind so konzipiert, dass das Immunsystem gegen solche Spike-Proteine ​​getriggert wird. Mutationen in diesen Proteinen können es unserem Immunsystem erschweren.

Der belgische Mikrobiologe Emmanuel André twitterte, dass der jüngste Anstieg der Infektionen in Südafrika auf die neue Variante zurückzuführen sein könnte, die wahrscheinlich als „Jetzt-Variante“ bezeichnet wird. „Diese Variante zeigt 30 Mutationen in den Spikes, die mit der Infektiosität und den Mechanismen verbunden sind, die unserem Immunsystem entkommen können. Viele Fragen müssen schnell beantwortet werden (Wirksamkeit des Impfstoffs, Virulenz (Die Macht des Virus, hrsg.), Infektiosität)“, schreibt der Mikrobiologe. „Diese Variante erinnert uns daran, dass das Virus unglaublich anpassungsfähig ist“, schließt er.

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„Großer Evolutionssprung“

Professor Tulio de Oliveira, Direktor des Center for Epidemic Response and Innovation in Südafrika, spricht von einer „ungewöhnlichen Konstellation von Mutationen“ und sagt, dass B.1.1.529 „sehr anders“ sei als andere Varianten. „Diese Variante hat uns überrascht, sie hat einen großen Evolutionssprung und viel mehr Mutationen als wir erwartet hatten.“ Laut dem südafrikanischen Professor gibt es insgesamt 50 Mutationen und mehr als 30 auf dem Spike-Protein.

“Sie beunruhigen uns, dass dieses Virus möglicherweise eine erhöhte Übertragbarkeit hat, eine erhöhte Fähigkeit, sich von Mensch zu Mensch auszubreiten, aber auch, dass es in der Lage sein könnte, Teile des Immunsystems zu umgehen”, sagte Professor Richard Lessells von der Universität Groningen. KwaZulu-Natal in Südafrika.

“Es ist noch zu früh, um etwas über die Infektiosität oder Wirksamkeit gegen die Impfstoffe zu sagen”, sagte die südafrikanische Virologin Penny Moore der Fachzeitschrift. Natur. Ihr Labor untersucht genau diesen Aspekt des Virus. In zwei Wochen hoffen sie, mehr Einblick in die Fähigkeit der Variante zu haben, unser Immunsystem zu umgehen.

Die WHO hat bereits auf den Ruf südafrikanischer Wissenschaftler nach Expertenrat reagiert und wird am Freitag eine Expertengruppe an den Tisch bringen, um die „Jetzt-Variante“ zu diskutieren. Die WHO bestimmt, ob die Variante als „bedenkliche Variante“ eingestuft wird.

„Schlechteste Variante bisher“

Während über die Eigenschaften der Variante noch viel Unsicherheit herrscht, spricht die britische Gesundheitsbehörde UKHSA bereits vom “schlimmsten, das wir je gesehen haben”. Und Gesundheitsminister Sajid Javid warnte davor, dass die Variante ansteckender sein könnte als Delta und dass verfügbare Impfstoffe dagegen weniger wirksam sein könnten.

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Die britische Regierung wartet deshalb nicht und setzt sechs südafrikanische Länder auf die „Rote Liste“. Ab Freitagnachmittag werden Flüge aus Südafrika, Namibia, Lesotho, Botswana, Swasiland und Simbabwe gestrichen. Wer am Sonntagmorgen um 4 Uhr noch aus den Ländern anreist, muss für 10 Tage in einem Hotel unter Quarantäne gestellt werden. Die Regel wird umgekehrt, wenn sich herausstellt, dass die Variante weniger schlimm ist als befürchtet.

Bisher wurden im Vereinigten Königreich keine Fälle der neuen Variante identifiziert. Nach Angaben der Nachrichtenagentur PA kommen täglich etwa 500 bis 700 Reisende aus Südafrika ins Land. Hunderte Reisende aus Südafrika werden nun aufgespürt, um auf die Variante getestet zu werden.

Israel verbietet bereits den Flugverkehr. Damit standen Südafrika, Namibia, Lesotho, Botswana, Swasiland, Simbabwe und Mosambik auf der roten Liste.

Ansteckender als Delta?

Viren mutieren ständig. Wissenschaftler überwachen diese Mutationen und normalerweise sind sie kein Grund zur Besorgnis. Dennoch besteht die Möglichkeit, dass eine Mutation auftritt, der die Impfstoffe weniger gewachsen sind. Dies war beispielsweise bereits bei der derzeit in Europa dominierenden Delta-Variante der Fall, die in der vierten Welle schuld ist.

“Beta war nur Immunitätsflucht und nichts anderes, Delta hatte Ansteckungsgefahr und bescheidene Immunitätsflucht, möglicherweise beides zu einem großen Teil”, sagte Professor Ravi Gupta von der Universität Cambridge.

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