Studierende: Wenn Künstliche Intelligenz Suizidgefahr erkennt

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Wie funktioniert KI?

Die Forscher begannen damit, die 70 Indikatoren aufzulisten, “die das suizidale Verhalten von Schülern genau vorhersagen”. Basierend auf dem Prinzip der maschinellen Lernmethode ** entwickelten sie dann einen Algorithmus, der die erbaulichsten Symptome mit der Suizidgefahr in Verbindung bringen kann: Suizidgedanken, Angstzustände, Depressionssymptome und Selbstwertgefühl. Allein diese 4 Faktoren „ermöglichen es, ca. 80% des suizidalen Verhaltens zu erkennen“.

Diese KI-Erkennungsmethode wurde zwischen 2013 und 2019 an mehr als 5.000 Studenten*** getestet, mit einer durchschnittlichen individuellen Nachbeobachtung von einem Jahr. Alle füllten zu Beginn und am Ende ihrer Aufnahme in die Studie zwei Fragebögen aus. Die Items konzentrierten sich insbesondere auf den Drogen- und Alkoholkonsum sowie auf medizinische, psychiatrische und psychologische Vorgeschichten. Schlussfolgerung: “17% der teilnehmenden Studenten, Mädchen (17,4%) wie Jungen (16,8%) zeigten im Jahr zwischen den beiden Fragebögen suizidales Verhalten”.

Forschung und Prävention

Diese Arbeit hat eine besondere Resonanz im Kontext einer Gesundheitskrise, die für die psychische Gesundheit von Jugendlichen schädlich ist, wie die Autoren des Weekly Epidemiological Bulletin (BEH) im Mai berichteten. Ganz zu schweigen von den Schwächen, die der Konstruktion des Erwachsenenlebens innewohnen (akademischer Druck, psychosozial).

„Dieses Ergebnis wäre ohne den Einsatz von Techniken der künstlichen Intelligenz, die es ermöglichten, eine große Anzahl von Daten gleichzeitig zu durchqueren, nicht erhalten worden“, fügt Pr. Melissa Macalli, Doktorandin in Epidemiologie und Autorin der Studie, hinzu. Dies „eröffnet neue Perspektiven sowohl für die Forschung als auch für die Prävention“.

Hinweis: Suizid ist die zweithäufigste Todesursache bei den 15- bis 24-Jährigen.

* Universität Bordeaux in Partnerschaft mit Wissenschaftlern aus Quebec der Universität Montreal und Mc Gill

** Diese maschinelle Lernmethode “ist eine Form der künstlichen Intelligenz (KI), die es einem System ermöglicht, aus Daten und nicht durch explizite Programmierung zu lernen.”

*** Teil der i-Share-Kohorte unter der Leitung von Prof. Christophe Tzourio, Universität Bordeaux

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Quelle: Destination Santé

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