Super-G: "Lass es nicht los" (neues-deutschland.de)

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Super-G: »Lass es nicht los«

Foto: AFP / Mark Ralston

Viktoria Rebensburg zeigte mit einem weißen Cowboyhut ihr hellstes Lachen – dann grübelte sie. Nach ihrem starken Wochenende mit einem Super-G-Sieg in Lake Louise hat die beste deutsche Skirennfahrerin die Wahl: Möchte sie weiterhin alles ihrer Topdisziplin, dem Riesenslalom, unterordnen oder verlagert sie ihren Fokus auf Abfahrt und Super-G? "So einfach ist das nicht", gibt der 30-Jährige zu. Um Energie zu sparen, plante Rebensburg tatsächlich, in diesem Winter einige Speedrennen ohne WM und Olympia auszulassen. Ändert sie jetzt den Plan?

Ihr Trainer hat dazu eine klare Meinung. "Ich muss nicht darüber nachdenken", sagt Jürgen Graller. Rebensburg war für ihn immer der perfekte Super-G-Fahrer. Die Athletin aus Kreuth am Tegernsee ist dank ihres Skifahrens prädestiniert für diese Disziplin, in der man so schnell sein muss wie in schnellen Kurven. »Ich habe immer gesagt, dass der Super-G genau auf den Vicky zugeschnitten ist. Sie will es oft nicht zugeben. Jetzt kommen wir einen Schritt näher «, betont Graller das" große Potenzial "seines Rennfahrers. Der Sieg in Lake Louise, "das war die Bestätigung", sagt der Cheftrainer der deutschen Alpenfrauen. Rebensburg gewann am Sonntagabend den vierten Super-G ihrer Karriere in den kanadischen Rocky Mountains. Insgesamt hat sie jetzt 18 Siege im Weltcup.

»Jetzt müssen wir sehen, wie die Saison weitergeht. Die Geschwindigkeit sieht gut aus. Ich denke, ich bin gut darin «, gibt Rebensburg zu. Obwohl sie den größten Teil ihres Erfolgs im Riesenslalom feierte – beginnend mit olympischem Gold in Vancouver im Jahr 2010 – ist sie auch im Super-G Weltklasse: Rebensburg hat in den letzten sechs Jahren 36 Super-G-Rennen bestritten. Wenn sie dort ankam, landete sie bis auf vier Mal immer in den Top Ten. Zuletzt gewann Rebensburg zwei Super-G-Weltcupserien. Bei der Weltmeisterschaft in Are im vergangenen Februar fehlten ihr nur 0,07 Sekunden Gold und 0,02 Sekunden Bronze.

Sie hat ihre starke Form nach dem Erfolg von Lake Louise und davor mit den Rängen vier und neun in der Abfahrt registriert. "Jetzt muss ich darüber nachdenken, ob ich wirklich Abfahrten überspringe – das war der ursprüngliche Plan", sagt sie. "Diese drei Schnelligkeitstage legen nahe, dass wir es nicht loslassen werden", sagt Trainer Graller.

Die beiden wollen bald eine Entscheidung treffen, denn am kommenden Samstag steht der nächste Super-G in St. Moritz an, gefolgt von einem Riesenslalom am Dienstag in Courchevel.

Es spricht für Rebensburgs Klasse und Form, dass sie wählen kann, an welchen Rennen sie als Favoritin teilnehmen möchte. Im Verband sorgten ihr Erfolg aus Kanada sowie der von Thomas Dreßen in der Abfahrt eine Woche zuvor für Erleichterung. "Solche Siege sind natürlich Balsam für die Seele", sagt Alpinmanager Wolfgang Maier. »Die Saison ist lang, wir müssen ununterbrochen arbeiten. Aber natürlich ist es gut, wenn wir jetzt ein Kissen haben. « dpa / nd

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