Test Toyota Hilux nach dem Facelift: Ein Dauerbrenner

Toyota verkauft seit 2015 die achte Generation des legendären Pick-up-Trucks Hilux und erhielt vor zwei Jahren ein Facelift, das dem Auto einen stärkeren Motor verlieh, den es dringend benötigte. Es kam in höchster Ausstattung in meine Hände, und das gerade in der Woche, als ich das Nutzfahrzeug ordentlich ankuppeln konnte.

Beim Facelift erhielt der Hilux modernere LED-Scheinwerfer vorne und kombinierte Lampen hinten. Die Top-Version des Invincible Sport – lassen wir den etwas pathetischen Namen, der auf Tschechisch „unbesiegbar“ bedeutet, außer Acht – hat nützliche Dinge wie Trittbretter oder Metallabdeckungen von Motor und Achsen von unten. Auch der Spoiler an der Karosserie gefällt ihr gut, allerdings mindert die Tatsache, dass man nichts daran befestigen kann, den Gebrauchswert etwas.

Im Innenraum hat sich nichts geändert, aber wer genau hinschaut, erkennt ein neues, größeres Zentraldisplay, das den CD-Schacht entfernt hat. Es wurde jedoch durch das neuere, schnellere Betriebssystem Touch 2 ersetzt – es ist nicht das neueste Smart Connect, aber immer noch eine spürbare Verbesserung. Vor allem, weil es Android Auto und Apple CarPlay unterstützt.

Im Innenraum hat sich nicht viel verändert.

Foto: Petr Hloušek, Recht

Loben muss ich auch die gut ablesbare Instrumententafel, deren Helligkeit durch den irgendwo in der Mitte ragenden Knüppel etwas umständlich ist, sowie die einfache Steuerung des Abstandsregeltempomaten und des Spurhalteassistenten am Lenkrad. Auch die Tasten sind angenehm und fühlen sich beim Drücken solide an. Ich mag auch das Paar 12-V-Steckdosen am Armaturenbrett – ich könnte die Bake und das CB-Funkgerät gleichzeitig anschließen, ohne dass ein Splitter erforderlich wäre.

Etwas unglücklich ragt die Zusatzgetriebesteuerung heraus – aber anders als beim letzten Treffen vor drei Jahren stört mich das nicht mehr so ​​sehr. Vielleicht habe ich die Position hinter dem Lenkrad ein wenig verändert; Die Sitze sind immer noch die gleichen. Anständig bequem auch für lange Fahrten, übrigens in dieser lederbezogenen Version.

Einerseits sagt der Geldbeutel in einem Arbeitsauto, dass man Geld sparen und keine Lederpolster kaufen soll, andererseits ist Leder pflegeleichter als Stoff.

Foto: Petr Hloušek, Recht

Eine lange Strecke habe ich mich diesmal mit dem Hilux vorgenommen. Die oben genannten Fahrassistenten funktionieren gut, obwohl der Abstandsregeltempomat das Auto nicht stoppen kann. Ich nehme an, ich sitze in einem Nutzfahrzeug, das heute baulich schon sieben Jahre alt ist, „nur“ zweimal modernisiert. Auch die Einzonen-Klimaanlage spielt keine Rolle.

Es ist angenehm zu fahren

Das Lenkrad hält gut und es gibt eine anständige Sicht aus dem Auto, besonders wenn man bedenkt, dass ich sehr hoch über der Straße sitze; Davon können moderne Crossover nur träumen. Das Einsteigen kann zwar etwas schwieriger sein, aber dank des Haltegriffs an der A-Säule und der Stufe unter der Schwelle schaffe ich es problemlos. Auch bei der Eingewöhnung in den Innenraum kann ich keinen Hinweis darauf finden, dass in den ersten Dienstjahren etwas auseinanderfallen sollte.

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Das Design der Rückleuchten ist toll.

Foto: Petr Hloušek, Recht

Das Lob hört nicht auf. Ich fahre einen Teil meiner Strecke im Dunkeln und die Scheinwerfer erfreuen mich mit ihrer Leistung. Und auch keine allzu scharfe automatische Nivellierung; es kommt nicht vor, dass sie wegen der umstehenden Autos kurz vor dem Auto den Kegel des Abblendlichts herunterzieht, damit ich die Straße noch gut im Blick habe. Das fehlende automatische Fernlicht stört mich nicht, ich kann das Licht ohnehin effizienter schalten als ein Computer.

Dadurch ist er recht angenehm zu fahren. Natürlich mag der Hilux keine großen Unebenheiten im Asphalt. Wie viele andere Rahmen-Pickups hat er hinten eine starre Achse mit Blattfedern und vorne eine Querlenkeraufhängung.

Das Abblendlicht könnte etwas mehr nach rechts und oben strahlen, aber ansonsten habe ich keine Bedenken gegen die Funktion. Beachten Sie die hohe Lichtintensität an den Stellen, die während der Fahrt die Fahrbahn in ihrer Fahrspur möglichst weit voraus beleuchten.

Foto: Petr Hloušek, Recht

Ich habe den Eindruck, dass die Bewegungen von Front und Heck nach dem Durchfahren eines Schlaglochs nicht sehr gut aufeinander abgestimmt sind und das Auto ziemlich lange braucht, um sich einzupendeln. Etwas ausgewogener ist der Jeep Gladiator, der beide Starrachsen hat, vielleicht auch ein Mitsubishi L200.

Diesmal habe ich die Offroad-Fähigkeiten des Autos, die, wie ich aus der Vergangenheit kenne, sehr gut sind, kaum genutzt. Ich habe hauptsächlich die Karosserie verwendet, da mehrere Kisten mit verschiedenen Teilen für meinen Chrysler und Sitze für den Ford meines Freundes aus Ostrava gebracht werden mussten.

Der Körper ist über anderthalb Meter lang, was normalerweise ausreicht. LED-Beleuchtung an den Seiten ist ebenfalls sinnvoll, bräuchte aber bessere Ankerpunkte. Beachten Sie die einzelne Öse auf der rechten Seite; der andere ist gegenüber und das wars.

Foto: Petr Hloušek, Recht

Die Ladung muss auf dem offenen Aufbau gesichert werden und dafür werden Ankerpunkte für die Gurte benötigt. Allerdings hat der Hilux nur zwei, und zwar einen festen, was bei weitem nicht ausreicht. Geholfen hat mir ein elektrisches Rollo, das den Vorteil hat, dass man es überall in den Schienen stoppen und die überstehende Last schließen kann. Leider dauert das Öffnen und Schließen sehr lange.

Der Motor ist eine willkommene Verbesserung

Das ist bei modernen Turbodieseln ziemlich üblich, aber dieser fühlt sich beim Starten ziemlich altmodisch an – er ist laut und fühlt sich an wie ein LKW-Motor. Aber ich sitze im Grunde im Truck, also ist alles in Ordnung.

Dank der Längsbauweise schwingt der Motor die Karosserie bei jedem Start angenehm mit.

Foto: Petr Hloušek, Recht

Rund 54 Pferdestärken und 100 Newtonmeter zusätzlich zum kleineren „Zweivierer“, den es noch für günstigere Hilux-Versionen gibt, machen sich richtig bemerkbar. Natürlich ist das Auto im Vergleich zu beispielsweise Grand Tourern nicht schnell, aber es beschleunigt mit geschätzten zwei Metern Ladung viel bereitwilliger.

Auch der Spritverbrauch ist nicht allzu hoch, allerdings muss man hinzufügen, dass die Fahrweise einen Einfluss darauf hat, denn der Luftwiderstand eines so hohen und kantigen Autos ist groß. Umso mehr mit teilweise geöffnetem Körper, da ich auf dem Rückweg nach Prag dreihundert Kilometer zurücklege. Ich fahre also langsamer und das Ergebnis für die gesamte Testwoche ist ein Durchschnitt von genau 9 l/100 km.

Es wird die Arbeit erledigen

Kein Wunder also, dass ich die Woche mit dem Toyota Hilux sehr genossen habe. So ein Auto hätte ich sehr gerne in der eigenen Garage, und trotz des Fahrwerks, das gegenüber der neueren Konkurrenz einiges aufzuholen hat, könnte es durchaus ein Hilux sein.

Toyota Hilux 2,8 D-4D Unbesiegbarer Sport

Foto: Petr Hloušek, Recht

Es sieht haltbar aus, als würde es nicht in 10, sondern sogar in 50 Jahren gefahren werden. Und Robustheit ist genau das, was man von einem Arbeits-Pick-up erwartet.

Toyota Hilux 2,8 D-4D Unbesiegbarer Sport Doppelkabine
Motor:
2755 ccm, Reihen-Diesel-Vierzylinder, Turbo
max. Energie:
150 kW (204 PS) bei 3000 U/min
max. Drehmoment:
500 Nm bei 1600-2800 U/min
Übertragung:
Sechsgang-Automatik
0-100 km/h:
10,1 Sek
Höchstgeschwindigkeit:
175 km/h
Durchschnittsverbrauch nach WLTP:
8,8-10,1 l/100 km
Durchschnittlicher Displayverbrauch am Ende unseres Tests: 9l/100km
Betriebs-/Maximalgewicht:
2205/3210 kg
Maximales ungebremstes/gebremstes Anhängergewicht: 750/3500 kg
Länge × Breite × Fahrzeughöhe:
5325 × 1855 × 1815 mm
Länge × Breite × Laderaumhöhe: 1525 × 1540 × 480 mm
Antriebsachse:
permanenter Hinterachsantrieb, zuschaltbarer 4×4-Antrieb ohne Differenzial, Untersetzungsgetriebe, Differenzialsperre hinten
Preis Basisversion:
988 570 Kč s DPH (Hilux 2,4 D-4D Live Single Cab 150 k 6. Man.)
Grundpreis der getesteten Version:
1.610.510 CZK mit MwSt
Preis des getesteten Autos: 1.626.240 CZK mit MwSt

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