„The Quarry“ verwischt die Grenze zwischen Videospielen und Kino

Wenn die neue Teaser Trailer zum Avatar: Der Weg des Wassers– der nächste Eintrag in James Camerons CGI-lastiger Filmreihe – herauskam, meinten viele Zuschauer, dass das Filmmaterial einem Videospiel ähnelt. Als Lob oder abwertend, dieser Vergleich ist etwas übertrieben. Es signalisiert jedoch auch die wahrgenommene Überschneidung zwischen der Videospiel- und der Filmindustrie, die zunehmend technologische, erzählerische und visuelle Ansätze teilen.

Multiplex-Bildschirme sind heutzutage mit spielähnlichen Bildern überladen – es gibt Ausnahmen, aber ein Gefühl von Unwirklichkeit im Greenscreen ist sicherlich reichlich vorhanden, egal ob Sie sich einen explosionsreichen Actionfilm oder ein rasantes Drama ansehen. Auch andere Ideen fließen frei über die Medien hinweg: Spiele und Filme haben ihre Uhren gleichermaßen auf gestellt Matrix-artige „Bullet Time“-Effekte; beide Formen haben ihre Kameras à la durchgeschüttelt Bourne; und ein ebenso virtuoser Filmemacher wie Brian De Palma staunte wie bestimmte Spiele die umherstreifenden Aufnahmen aus der Ich-Perspektive des Kinos geschickt umfunktioniert haben.

Und in einer neueren Entwicklung zeigen hochkarätige Spiele nun routinemäßig die leistungserfassten Ähnlichkeiten von Film- und Fernsehstars. Letzteres ist nicht so überraschend, denn es wurde vor langer Zeit prophezeit – sozusagen. In der Oktoberausgabe 1982 von Videospiele illustriertfindet man die vage manische Überschrift „THE ROBERT REDFORD VIDEOGAME“ und eine Ermahnung: „Lachen Sie nicht, wir werden vielleicht noch eines sehen, wenn immer mehr Filmstudios den Videospielring betreten.“

Smash-Schnitt zu Der Steinbruchdas neueste Horror-Abenteuerspiel des britischen Entwicklers Supermassive Spiele, oder der neueste filmbegeisterte Faustkämpfer, der die Seile überquert. Zugegeben, Supermassive ist kein Filmstudio – und auch nicht offen mit einem verbunden –, aber es ist auf Horrorspiele mit auffallend filmischen Ambitionen spezialisiert. Der Steinbruch ist daher eine Art interaktiver Film, und seine Besetzung besteht aus neuen und etablierten Filmschauspielern. Skyler Gisondo– der kürzlich in dem Oscar-nominierten Film auftrat Lakritz-Pizza– spielt ebenso eine Schlüsselrolle im Spiel Jurassic World Dominion Costar Gerechtigkeit Smith, unter vielen anderen. Die Performance-Capture-Technologie registrierte die Stimm-, Gesichts- und Körperausdrücke jedes Darstellers, die in die computergenerierten Faksimiles übersetzt wurden, die die Spieler im Spiel selbst steuern und/oder denen sie begegnen. Supermassive wurde in dieser Hinsicht von Digital Domain unterstützt, einem in Los Angeles ansässigen Studio für visuelle Effekte, das von James Cameron mitbegründet wurde und seitdem an einer Reihe von Filmen, Spielen und Fernsehsendungen gearbeitet hat.

Will Byles, der Regie und Co-Text führte Der Steinbruchfand Inspiration im Sommerlager-Slasher-Film von 1980 Freitag der 13und in den barocken Totenszenen der Endstation Franchise. Aber das Spiel ist vor allem der Horrorkomödie von 1981 verpflichtet Ein amerikanischer Werwolf in London, an den sich Byles als „den ersten Horrorfilm, den ich je gesehen habe, bei dem ich dachte: ‚Oh mein Gott, das ist lustig‘“ erinnert. Wie er mir über Zoom erzählt, bewundert Byles die Art und Weise, wie der Film seinen Humor mit glaubwürdigen Beziehungen verbindet und „echter Schrecken“. Im Der Steinbruchauch gibt es eine Vermischung von Tönen: Es rast von rührseligen Nadeltropfen über anspruchslose Witze bis hin zu seinen eigenen furchterregenden Werwölfen.

Das Spiel spielt im Hackett’s Quarry Summer Camp, das mit dem üblichen Drumherum aufwartet: Hütten, Kanus, in Seen schwimmende Leichen. Zu Beginn der Geschichte wurden die Camper nach Hause gefahren, aber die jugendlichen Betreuer laufen immer noch über das Gelände. Als ihre eigene Heimfahrt Verspätung hat, beschließen sie, das Lagerfeuer neu zu entfachen und die Nacht zu nutzen. Wie sie in den kommenden Stunden entdecken werden, birgt der weitläufige Wald viele Geheimnisse, obwohl ein Cameo-Auftritt von Robert Redford leider nicht darunter ist.

Newsletter

Leave a Reply

Your email address will not be published.

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.